Antibiotika in der Tierhaltung – Steigende Tendenz in Amerika

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In den letzten Jahren ist der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch von Fleisch in Österreich und Deutschland in etwa gleich geblieben. Amerika konnte seit dem Jahr 2008 hier sogar einen leichten Rückgang verzeichnen, wobei die eingesetzten Mengen an Antibiotika drastisch steigen.

Antibiotika in der Tiermast

Hochtechnisierte Anlagen und dicht gedrängte Ställe. Viele Betriebe setzen daher Antibiotika „prophylaktisch“ ein. Zum Einen um gefährliche Krankheiten bzw. Seuchen schon vor dem Ausbruch den Riegel vor zu schieben. Zum Anderen um, bedingt durch Haltungsmethoden, verletzte Tiere am Leben zu erhalten.

Amerika verwendet mehr als je zuvor

Zwar sank der Pro Kopf-Fleischverbrauch in Amerika leicht seit dem Jahr 2009, jedoch ist die Menge an eingesetzten Antibiotika in der Tierhaltung um rund 22% gestiegen. Das ist fast die 3-fache Menge, wie sie in der Humanmedizin verschrieben wird. Aufgrund der hohen Medikamentenkonzentration im Blut der Tiere, werden viele Erreger resistent bzw. durch den Fleischkonsum Antibiotika bei Menschen unwirksam. Weltweit sterben so rund 700.000 an multiresistenten Keimen.

Einsatz in Österreich/Deutschland rückläufig?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat bereits in der ersten Jahreshälfte vermeldet, dass 2015 der Gebrauch von Antibiotika in der Tierhaltung rückläufig ist. In wie weit diese Angabe allerdings valide ist, kann nicht festgestellt werden. Besonders in Deutschland werden von den Unternehmen (bzw. Bauern) oftmals unzureichende bis gar keine Angaben gemacht. Österreich hat hier ein etwas strengeres Gesetz, weshalb der Rückgang für beide Länder glaubhaft sein kann.

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