Babynahrung auf Sojabasis – wissenschaftliche Analyse zeigt Unbedenklichkeit für Säuglinge

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Sojabasierte Säuglingsmilchnahrung (SIF) enthält Sojamehl und wurde vor rund 100 Jahren eingeführt. Moderner Muttermilchersatz aus Soja wird oftmals bei Intoleranzen/Allergien gegenüber kuhmilchbasierter Säuglingsnahrung (CMF), postinfektiöser Diarrhö, Laktoseintoleranz und Galaktosämie (eine angeborene Stoffwechselstörung, bei der das Blut zuviel Einfachzucker enthält) als veganer Ersatz für menschliche Milch (HM) angewendet. Die Sicherheit von SIF wird regelmäßig debattiert.

Studie zu Babynahrung für Säuglinge kommt zu eindeutigem Ergebnis

In einer umfassenden Studie, die 2014 im British Journal of Nutrition publiziert wurde, nahm sich Yvan Vandenplas von der Freien Universität Brüssel gemeinsam mit einem internationalen Expertenteam dieser Thematik an. Dabei wurde die Sicherheit von SIF in Bezug auf anthropometrisches Wachstum (die Maße und Relationen des menschlichen Körpers), Gesundheit der Knochen (allen voran der Inhalt der Mineralien im Knochen), Immunität, Wahrnehmung sowie reproduktive und hormonelle Funktionen analysiert. Das Forschungsergebnis enthält querschnittliche Fallkontrollstudien eines Geburtenjahrgangs bzw. klinische Studien, die bei Kindern vorgenommen wurden, die mit sojabasierter Säuglingsmilchnahrung ernährt wurden. Diese Gruppe wurde mit Kindern verglichen, die andere Arten von Säuglingsnahrung erhielten.

Die Experten fanden in ihren Untersuchungen heraus, dass die anthropometrische Struktur von Kindern die mit SIF gesäugt werden, vergleichbar mit denen ist, die kuhmilchbasierte Nahrung (CMF) oder normale Muttermilch (HM) bekommen. Abgesehen von den hohen Werten an Phytinsäure und Aluminium (Anmerkung: Diese Studie zeigt das Verhältnis im Aluminiumgehalt verschiedener Säuglingsnahrungen (von Muttermilch bis SIF), welches u.a. stark vom Hersteller abhängig ist (Muttermilch ausgenommen). Hier sollte sich bei der Entscheidung für eine SIF gründlich über das Produkt informiert werden und eine bewusste Auswahl erfolgen.) in sojamilchbasierter Säuglingsnahrung, ist die Konzentrationen von Hämoglobin, Serumprotein, Zink und Calcium sowie der gesamte Mineralieninhalt der Knochen identisch mit denen jener Kinder, die CMF oder HM erhalten. Die Werte des Phytoöstrogens Genistein und des Pflanzenfarbstoffes Daidzein sind bei einer SIF-Ernährung ebenfalls höher, dennoch konnte keine negative Auswirkung auf Fruchtbarkeit und hormonelle Funktionen bewiesen werden.

Zusammenfassend stellt die Untersuchung dar, dass es in keinem Bereich – von neurokognitiven Parametern bis zu Wachstum und Knochengesundheit – Unterschiede zwischen den einzelnen Ernährungsgruppen gibt. Somit ist eine sojamilchbasierte Säuglingsnahrung wissenschaftlich unbedenklich und eine sehr gute Alternative für Kinder, die nicht von der Mutter gesäugt werden. Die ausführlichen Forschungsergebnisse inklusive detaillierter Aufstellungen einzelner Daten ist hier erhältlich: http://www.researchgate.net/publication/260124371_Safety_of_soya-based_infant_formulas_in_children

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