Das vegane Familienkochbuch von Jasmin Hekmati

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Das vegane Familienkochbuch

Wer sich mit pflanzlicher Ernährung beschäftigt, kann aus eigener Erfahrung berichten wie wichtig es ist, alle Aspekte der veganen Ernährungspyramide abzudecken, um täglich mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt zu sein. Umso wichtiger wird es, wenn Kinder in die fleischlose Küche mit einbezogen werden sollen. Denn sie befinden sich im Wachstum und benötigen eine andere Nährstoffdichte als Erwachsene. Und schmecken sollen die veganen Gerichte natürlich auch.

Allgemeines über „Das vegane Familienkochbuch”

Im großen Bücherdschungel rund um die pflanzliche und kindgerechte Ernährung sticht eines besonders heraus: Das 192 Seiten starke Buch „Das vegane Familienkochbuch“ von Jasmin Hekmati. Bereits auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass Jasmin viel Herzblut in ihr Projekt gesteckt hat.

Im Vorwort erzählt sie mit einfachen Worten, wie sie zur veganen Ernährung kam und warum es ihr so wichtig ist, dass auch ihre Kinder von der pflanzlichen Küche profitieren. Eine wissenschaftliche Grundlage erhält ihre These durch Dr. Markus Keller, dem Leiter des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung in Gießen. Das nimmt so manchen Kritiker den Wind aus den Segeln, die behaupten, eine vegane Ernährung wäre nichts für unseren Nachwuchs. Die Fotos und die Buchgestaltung dürfen nicht unerwähnt bleiben. Sie sind von Justyna Krzyzanowska mit viel Liebe illustriert und man sieht, dass sie mit vollem Einsatz am Werk war.

Es macht Spaß, das Buch anzusehen und man bekommt sofort Lust darauf, die Gerichte auszuprobieren.

Impressionen aus dem Kochbuch von Jasmin Hekmati

Der Aufbau

Die veganen Familienrezepte sind in folgende Rubriken aufgeteilt:

  • Frühstück
  • Für Unterwegs
  • Suppen und Salate
  • Hauptgerichte
  • Desserts und Gebäck sowie
  • Grundrezepte

Im Abschnitt „Warenkunde“ berichtet Jasmin, was sich alles in ihrem veganen Vorratsschrank befindet, zum Beispiel Acerolakirschen, Hülsenfrüchte oder Kala Namak und erklärt, was die Lebensmittel können und wie sie in der Küche angewendet werden.

Zu guter Letzt widmet Jasmin dem Thema „ABC der vegangen Ernährung“ ein eigenes Kapitel. Darin geht sie darauf ein, welche Bedeutung abwechslungsreiches Essen hat oder wo Vitamin B12 in welchen Lebensmitteln zu finden ist. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die empfohlene Zufuhr der entsprechenden Nährstoffe für unsere Kinder gerichtet.

Die Rezepte

Als gebürtige Teheranerin sind die Gerichte von Jasmin orientalisch bis exotisch angehaucht. Neben den Klassikern wie „ Mini-Pancakes aus Buchweizenmehl“, „Herzhafte Bohnen-Burger“ oder „Veggie Bolognese mit Makkaroni“ gibt es auch „Mini-Böreks“, „Persische Kräutersuppe mit Gerste und Linsen“ oder „Thai-Curry mit Gemüse“. Auch die Süßschnäbel unter uns kommen nicht zu kurz. So finden sich „Schnelle Schneckchen mit Nüssen und Zimt“ genauso unter den Rezepten wie „Mohn-Streuselkuchen mit Birnen und Rosinen“ oder „Vanille-Griesskuchen mit Himbeeren“.

Aufwand

Die Dauer der Zubereitung der Gerichte variieren stark. Smoothies sind in 10 Minuten schnell gezaubert, eine Hauptmahlzeit kann in 25 Minuten auf den Tisch gebracht werden. Viele Rezepte brauchen jedoch auch eine lange Vorbereitungszeit, da Getreide- oder Hülsenfrüchte am Vorabend eingeweicht werden müssen. Andersherum müssen manche Gerichte auch eine Stunde Marinieren oder am Tag zu vor gebacken werden, weil sie acht Stunden Kühlzeit brauchen.

Einkaufen

Es geht nicht ganz ohne Mühe und Kosten, alle Lebensmittel zusammen zu finden, die für viele Rezepte benötigt werden. Eine Dose mit Safranfäden, Haselnussmus, Yufkateigblätter, Tapiokastärke, schwarze Sesamsamen, Granatapfelsirup oder natürlicher Hefeextrakt findet sich nicht mal eben im nächsten Supermarkt, obwohl die heutzutage schon recht gut aufgestellt sind. Man muss schon richtig auf die Suche gehen und den ein oder anderen Extraweg in Kauf nehmen, um an alles Notwendige heran zu kommen.

Persönliches Fazit

Das Buch ist wunderbar anzusehen und übersichtlich aufgebaut. Die Informationen sind meiner Meinung nach gerade im Hinblick auf die Nährstoffversorgung unserer Kinder absolut brauchbar. Der Aufwand, sowohl an die Zutaten für die Rezepte zu kommen als auch deren Zubereitung, ist hoch und Bedarf einer guten Organisation. Die Gerichte sind vielfältig, gerade zu multi-kulti und verständlich geschrieben. Es lohnt sich, sie wenigstens einmal ausprobiert zu haben, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Zudem steht jedem frei, die Rezepte nach eigenem Gusto umzuwandeln. Ich finde danach kann entschieden werden, welches der Mahlzeiten wirklich alltagstauglich sind und welche Gerichte für besondere Anlässe aufgespart werden sollten.

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