Die tierbefreier e.V. – die erste, deutsche Tierrechtsorganisation wird 30

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Am vergangenen Dienstag feierten „die tierbefreier e.V.”, die erste in Deutschland gegründete Tierrechtsorganisation, ihr 30tes Jubiläum. Wir gratulieren sehr herzlich für diese dreißig unermüdlichen Jahre des Kampfes zur Befreiung der Tiere aus jeglichen Ausbeutungsverhältnissen.

Die Anfänge

tierbefreierDer „Bundesverband der Tierbefreier Deutschland“ gründete sich am 20. Januar 1985 im Düsseldorfer Kolpinghaus. Die Gründungsmitglieder kamen überwiegend aus der in dieser Zeit sehr starken Bewegung gegen die Tierversuche und sie verlangten laut Gründungsprotokoll nicht weniger als den „Abschied von Opas Tierschutz“. Der Bundesverband verschrieb sich jedoch nicht nur dem Kampf gegen Tierversuche, sondern auch anderen Formen der Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere, wie Jagd, Pelzproduktion oder die Herstellung von Nahrungsmitteln aus Tieren oder Tierprodukten.

Anlass für die Gründung der Gruppe war die Einforderung von Rechten für Tiere, für die einige wenige Tierschützer_innen bereits eintraten und die seit 1981 zunehmenden Aktionen des sogenannten Autonomen Tierschutzes, bei dem es um Tierbefreiungen und Sabotageaktionen gegen die Tierausbeutungsindustrie ging.

Die Motivation

Tierbefreiung MagazinDie tierbefreier e.V. beleuchten dazu die historischen Zusammenhänge und schreiben: „In England entstand 1975 die Untergrundbewegung Animal Liberation Front, die in den folgenden Jahren auch in anderen Ländern aktiv wurde. Am 8. Oktober 1981 fand die erste dokumentierte Tierbefreiungsaktion der später entstehenden Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung in Deutschland statt. 48 Beagle-Hunde wurden ungeplant bei einer Rechercheaktion befreit. Rund 2000 weitere Tiere wurden befreit, bis der Bundesverband gegründet wurde. Am 7. Juli 1982 wurde die erste Sabotageaktion durchgeführt. Mit Molotow-Cocktails wurde ein Feuer im Neubau eines Berliner Tierversuchslabors gelegt, dem sogenannten Mäusebunker.“

Die Aufgaben

Der „Bundesverband der Tierbefreier Deutschlands“ solidarisierte sich offen mit diesen Befreiungs- und Sabotageaktionen. Da sich die Untergrundzellen des „Autonomen Tierschutzes“ bzw. der Animal Liberation Front nur durch Bekenner_innenschreiben an die Öffentlichkeit wenden konnten, machte es sich der Bundesverband zur Aufgabe die Öffentlichkeitsarbeit für sie zu leisten. Auch heute noch ist es die Hauptaufgabe des in „die tierbefreier“ umbenannten Vereins Bekenner_innenschreiben zu dokumentieren und auf Wunsch auch bei größeren Aktionen daraus Pressemitteilungen zu verfassen und mit der Presse zu kommunizieren.

Ein weiteres und ebenso wichtiges Anliegen des Vereins ist es, Rechtshilfe in Fällen von durch Repression betroffener Aktive zu leisten, die Bevölkerung durch die Organisation von Demonstrationen, Mahnwachen, dem Verteilen und Herausgeben von Infomaterial über alle Formen der Tierausbeutung aufzuklären. Ein wichtiges Medium, um die Öffentlichkeit zu erreichen aber auch um aktuelle Debatten in der Bewegung zu dokumentieren und spiegeln, ist das vom Verein herausgegebene Quartalsmagazin TIERBEFREIUNG.

Das Ziel

Daniel Lau

Unser Redakteur Daniel Lau auf dem Vegan Street Day. Er ist seit 2013 bei den tierbefreiern aktiv.

Aktive sind aufgerufen sich in den zahlreichen Ortsgruppen zu engagieren, die es mittlerweile deutschlandweit gibt. Weitere Unterstützung erhält der Verein durch Mitgliedsbeiträge und Spendenaktionen.

Ziel ist die Befreiung aller Tiere aus den menschengemachten Ausbeutungsverhältnissen.

Dies kann nur durch einen tiefgreifenden sozialen und ethischen Wandel geschehen, die politsch-vegane Bewegung ist nur ein kleiner Teil davon. Jegliche Formen von Gewalt, Ausbeutung Diskriminierung und Unterdrückung sind abzuschaffen. Es ist ein langer Weg, doch er wird sich lohnen.

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