Erfolgreiche Proteste – SeaWorld wird künftig auf Orca-Shows verzichten

Print Friendly

Als 1993 der Film „Free Willy – Ruf der Freiheit“ in die Kinos kam, rührte die Geschichte über die Freundschaft des Orcas Willy mit dem Jungen Jesse ein Millionenpublikum weltweit. Auch wenn der Film bereits damals die grausamen Lebensbedingungen von Meeressäugern in Freizeitparks thematisierte, liefen die Shows noch lange Zeit erfolgreich genug. Mehr als 23 Jahre später scheint kontinuierlicher Protest und die zunehmenden Vorwürfe von Tierquälerei endlich Wirkung zu zeigen.

24 Orcas vegetieren weiter in Gefangenschaft

SeaWorld, eines der führenden Unternehmen für diesen Freizeit-„Spaß”, kündigte an, seine Shows mit „Killerwalen” einzustellen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die verbleibenden Tiere endlich dem Ruf der Freiheit folgen können. Aufgewachsen und dressiert in viel zu engen Schwimmbecken, ist eine Auswilderung der Säuger unmöglich. Die verbleibende Generation von 24 Tieren im Besitz von SeaWorld wird also bis ans Lebensende in Gefangenschaft vegetieren.

Nur eine Reaktion auf kontinuierlich sinkende Besucherzahlen

Dass SeaWorld tatsächlich plötzlich sowas wie ein Gewissen gefunden hat, ist fraglich. Vielmehr wird die Einstellung der Vorführung eine Reaktion auf kontinuierlich sinkende Besucherzahlen und die entsprechende Kritik einer breiteren Öffentlichkeit sein. Ziel ist es, weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Lange Zeit versuchte man durch Imagekampagnen publik zu machen, dass das Wohlbefinden der Wale an erster Stelle stehe und durch stetige Kontrollen von Veterinären und Wissenschaftlern sichergestellt sei, dass die Gesundheit der Tiere nicht gefährdet sei. Dabei kann die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft, egal ob Orca, Löwe oder Nasenbär, niemals artgerecht sein. Artgerecht ist nur die Freiheit. Es bleibt zu hoffen, dass die öffentliche Vorführung weiterer Tiere bei SeaWorld und anderswo dauerhaft eingestellt wird.

xc45jjk1

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *