Ernsting’s Family – aufgeschlossen für vegane Köstlichkeiten

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Ernsting's Family Coesfeld

Ernsting’s Family, eine große Firma, die der pflanzlichen Ernährung aufgeschlossen gegenüber steht. Ich bekam in der vergangenen Woche einen Anruf, ob ich als veganer Ratgeber einen kleinen, veganen (Burger-)Stand auf einem firmeninternen Fest der Firma Ernsting’s Family betreuen möchte und für eventuelle Rückfragen bezgl. des veganen Lebens zur Verfügung stehen würde.

Mitarbeiter von Ernsting’s Family wurden gut verköstigt

Gestern ging es dann ins Konzert-Theater Coesfeld, in dem Informationen über den Jahresauftakt 2014/15 der Firma Ernsting’s Family etwa 180 geladenen Mitarbeitern der Firma, bekannt gegeben wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Gäste mit Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Abendessen und Dessert versorgt. Die Zubereitung der Speisen übernahm das Casino Restaurant in Coesfeld. Es gab auch Gerichte mit tierischen Produkten. Für mich waren aber natürlich nur die pflanzlichen Alternativen wichtig.

Vegane Köstlichkeiten bei Ernsting’s Family

Als Vorspeise gab es gegrilltes Gemüse mit Paprika-Tomatendip. Als veganes Mittagessen erhielten die Gäste Kartoffel-Blumenkohl-Curry (mit Madras Curry, Mohn, Kokosmilch und Chilli), Paprika-Süßkartoffel-Eintopf (mit Limetten, Ingwer und Ananas). Danach folgte zur Kaffeepause ein veganer (äußerst köstlicher Apfelkuchen). Als Abendessen wurden (für die Gäste, die an pflanzlicher Kost interessiert waren) vegane Burger aus Bohnen, Kichererbsen, Knoblauch, Sesam, Zwiebeln und Paprika mit Paprika-Tomatendip gereicht. Dazu gab es Grillgemüse und als Nachspeise gegrillte Ananas auf brasilianische Art mit Zimt.

Herr Marcello Concilio, Pressesprecher bei Ensting’s Family, lebt selber vegan und hat sich für ein veganes Menü eingesetzt. Sein Wunsch war es auch eine Ansprechpartnerin für die angebotenen, pflanzlichen Lebensmittel vor Ort zu haben. Ich bekam meinen „eigenen“ Stand, der immer wieder mit frischen Burgern versorgt wurde.

Bei einer derartigen Veranstaltung ist es schwer bis unmöglich über die Hintergründe eines „veganen Lebens“ zu informieren. Zumal sich diesbezügliches Interesse auf Seiten der Gäste auch in „Grenzen hielt“. Die Gäste, welche an meinen Stand zur Burgerverkostung kamen, interessierten sich für die Inhaltststoffe der Burger und wie man das „Fleisch“ ersetzen, die Patties herstellen kann. Ein sehr netter Herr holte sich dreimal Burger-Nachschlag und war vom Geschmack begeistert. Die angebotenen Burger kamen bei den Gästen, die diese verkosteten, durchweg gut an. Ein paar vegane Informationsbroschüren wurden mitgenommen und die Kontakte waren sehr interessiert und respektvoll.

Einige Impressionen

Ich denke, dass das gestrige, hervorragend zubereitete, vegane Menü von David Siegl und seinem Team für viele Gäste der erste, zarte Kontaktpunkt mit „veganer Ernährung“ war.

Ein zufriedener Burger-Tester „dankte“ mir für mein Engagement und den Versuch der Verbreitung der veganen Ernährung.

Mitarbeiter von Ernsting’s Family waren von den veganen Alternativen überrascht

Was ich gestern wieder gemerkt habe ist, dass die Menschen, die bisher noch keinen Kontakt mit „Veganismus“ hatten, überrascht sind, wie lecker Alternativen doch schmecken können. Viele Veganer mögen meine Worte jetzt in der Luft zerfetzen, weil der Tierrechtsgedanke dahinter fehlt. Aber ich bin froh über die kleinen Schritte, die ich gemeinsam mit interessierten Menschen gehen darf. Über jedes erstaunte „Das ist aber lecker!“ oder „Ich komme nochmal wieder und gebe ihnen eine Rückmeldung!“ (Die, wie bereits geschrieben, durchweg positiv ausfiel.) freu(t)e ich mich sehr. Viele Wege führen ins vegane Rom. Manche Menschen müssen erst den sprichwörtlichen Geschmack an der Sache finden und setzen sich daraufhin mit Menschen- und Tierrechten auseinander.

Wir befinden uns alle auf unserem Weg und wenn wir interessierten Menschen offenherzigen mit Respekt und Freude begegnen, können wir vielleicht gemeinsam Teile dieses Weges zusammen bestreiten.

Monica Ivancan und Jana Ina Zarrella freuten sich kurz vor ihrem Auftritt über unseren Besuch mit veganem Kuchen und kosteten begeistert.

Der für mich lustigste Moment des gestrigen Abends war, als sich die „Herren der Technik“ meine Burger vorknöpften und am Schluss noch das ganze Tablett mit den letzten drei Burgern schmecken ließen. Über meine Aufgabe als „vegane Ratgeberin“ freue ich mich sehr. Mein Dank geht an Marcello Concilio für das entgegengebrachte Vertrauen und die herzliche „Aufnahme“.

In Zukunft wird es mit Sicherheit noch weitere Treffen von vegan-news.de und dem Casino Restaurant in Coesfeld geben. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Und zum Abschluss hier noch das leckere Apfelkuchenrezept des gestrigen Tages.

Rezept „Veganer Apfelkuchen nach Jennifer“

Zutaten

  • 205 g Margarine
  • 250 g Dinkelvollkornmehl und 100 g Mandelmehl gemischt
  • 8 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 1 Msp. Backpulver
  • 60 ml Wasser
  • 2 TL Zimt
  • 750 g Äpfel
  • 2 EL Apfelmus/Apfelmark
  • Fett, für die Form
  • Mehl, für die Form
  • 1x ausgekratzte Vanille-Schote

Zubereitung

  1. Die trockenen Zutaten (200 g Mehl, 2 EL Zucker, Vanillinzucker, Backpulver) vermengen.
  2. 125 g Margarine, 60 ml Wasser und die trockenen Zutaten verkneten und ca. 1 Std an einem kühlen Ort „gehen lassen“.
  3. 150 g Mehl, 6 EL Zucker, Zimt und 80 g Margarine streuselig verkneten und auch kalt stellen.
  4. Äpfel vierteln, entkernen, schälen und in Würfel schneiden.
  5. Teig in eine gefettete Form auslegen am besten mit Lift-off-Boden, geben und am Rand hochdrücken. Das Apfelmus erhitzen und die Apfelstücke mit etwas Vanillemark kurz darin schwenken, dann auf dem Teig verteilen Zimt-Streusel darauf streuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-Unterhitze auf unterer Schiene ca. 40 Minuten backen.

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