Fiona Oakes – Tierretterin, Ultraläuferin, Weltrekordhalterin

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Fiona Oakes
Vegane Sportler, die immer wieder Bestleistungen erzielen, gibt es viele. Für Brendan Brazier, Scott Jurek oder Matt Frazier war das Umstellen auf eine rein pflanzliche Ernährungsweise die Stellschraube, die ihren über viele Jahre ausgeklügelten Trainingsplan den entscheidenden Dreh gegeben hat. Die Britin Fiona Oakes hatte eine andere Motivation für ihren extremen Ausdauersport: Sie wollte der Welt zeigen, zu welchen Leistungen man mit einer veganen Lebensweise in der Lage ist und so auf das Leid der Tiere aufmerksam machen. Bereits mit drei Jahren lebte sie aus ethischen Gründen vegetarisch und mit sechs(!) Jahren komplett vegan. Sie sagt, dass sie sich instinktiv vegan ernähre, weil sie niemals Lebewesen um die sie sich sorgt Schmerzen zufügen könne. Vegan ist nicht was sie ist, sondern was sie ausmacht – solange sie denken kann.


Veganismus als Motivation

Vor mehr als 20 Jahren gründete sie außerhalb Londons das Tower Hill Stables Animal Sanctuary, einen Gnadenhof, auf dem sie sich noch heute persönlich um Haus- und Nutztiere kümmert – tagein, tagaus und bei jedem Wetter. Ihr liegt viel daran den Tieren, die oftmals Gewalt durch den Menschen erleiden mussten, einen Zufluchtsort zu bieten. Doch diese Arbeit war ihr nicht genug. Zwar konnte Fiona Oakes vielen Tieren ein lebenswertes Leben nach all der Qual bescheren, doch noch immer dachte sie an die vielen Millionen Tiere weltweit, auf die ebenfalls aufmerksam gemacht werden müsse. Jahrelang überlegte sie, wie sie dies erreichen könne. Sie müsse gut, richtig gut, in etwas wirklich toughem werden und so die Viabilität – oder in ihren Augen die Überlegenheit – einer pflanzlichen Lebensweise einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Der Marathon als Plattform für die vegane Lebensweise

Trotz einiger Knieoperationen aus ihrer Jugend entschied sie sich für den Marathon. Ihre Schmerzen dabei durchstand sie, indem sie immer an das Leid der Tiere dachte. Ihre eigenen Schmerzen seien endlich und vor allem freiwillig – die der Tiere jedoch nicht. Mit diesem Mantra gewann sie zahlreiche Laufveranstaltungen, erreichte eine persönliche Bestzeit von 2:38 und war unter den Top 20 bei bedeutenden Läufen wie Berlin oder London. All diese Erfolge trieben sie voran sich noch extremerem Herausforderungen zu stellen.

Mit zwei gebrochenen Zehen beim Ultra-Marathon

Fiona Oakes auf Ihrem Gnadenhof

Fiona Oakes auf Ihrem Gnadenhof

In der Ultramarathon-Szene gilt der Marathon des Sables als eines der härtesten Rennen der Welt. Ein Lauf über 150 Meilen durch die Sahara, bei dem Dünen überwunden werden müssen und das Wasser streng rationiert ist. Für Fiona Oakes war dieser Lauf die perfekte Gelegenheit zu beweisen, dass eine vegane Ernährung auch unter extremen Bedingungen möglich ist. Unglücklicherweise verletzte sie sich kurz vor dem Rennen bei der Arbeit auf ihrem Gnadenhof als sie einem alten Pferd auf die Beine half.

Entgegen des Rats ihrer Ärzte trat sie mit zwei gebrochenen Zehen beim Rennen an, bei dem sie im wahrsten Sinne des Wortes bis auf die Knochen kämpfte. Denn trotz aller Schmerzen hatte sie ihre Vision immer vor Augen. Nach ihrem Erfolg fasste sie euphorisch den Entschluss einen Weltrekord zu erreichen – als schnellste Frau, die auf allen Kontinenten inklusive des Nordpols unterwegs war. 2013 war es soweit: Fiona Oakes beendete sieben Marathons auf sieben Kontinenten in einer Gesamtzeit von 23 Stunden und 27 Minuten – neuer Weltrekord. Insgesamt hält Oakes drei Weltrekorde, die im Guinness Book of Records zu finden sind.

Fiona Oakes – eine herausragende Repräsentantin

Als herausragende Repräsentantin eines veganen Lebensstils ist Fiona Oakes weiter aktiv, ihre Energie und ihr Leben den Tieren zu widmen – und mit ihrer „Vegan Runners“-Weste auf Laufveranstaltungen überall auf der Welt für die Sache zu werben.

Einen Überblick über Fiona Oakes Schaffen findet ihr in der Reportage Fiona Oakes – For the Animals

Weitere Infos zu Fiona Oakes

Fiona Oakes Video

Bildnachweis: Fiona Oakes Foundation
Quelle: http://www.forksoverknives.com/ultra-athlete-for-the-animals-how-i-became-a-triple-guinness-world-record-holder/

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