Gesundheitsrenovierung – Wie mich das Leben veganisierte!

Print Friendly

Gesundheitsrenovierung

Ich bin heute Abend über ein Video gestolpert, in dem Julia Engelmann, eine Slammerin aus Bremen darüber berichtet, dass wir gerne darüber sprechen was wir HÄTTEN tun können und was wir HÄTTEN erleben können. „Eines Tages werde ich alt sein, Baby, und an all die Geschichten DENKEN, die ich HÄTTE ERZÄHLEN können.“  Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er ’nen Hasen gefangen. Sie hat recht. Ich möchte JETZT den Artikel schreiben und über den bisher „positiven Verlauf“  der Multiplen Sklerose durch unter anderem meine Ernährungsumstellung berichten. Bedenken über Bord werfen. Machen. Wohin dieser Artikel führt oder wie tief mein Seelen-Striptease gehen wird, ist für mich jetzt noch nicht einsehbar. Meine Mama sagt immer: „Was kommt, das kommt!“

Ich fange in meinem „ersten Leben“ an – vor der Gesundheitsrenovierung

Es war laut, stürmisch, oberflächlich und lustig.  Auf mich selber trafen diese Adjektive ebenfalls zu. Zu meiner Charakterbeschreibung könnte noch respektlos, rücksichtslos und orientierungslos bedenkenlos hinzufügt werden. Hass und Wut waren meine ständigen Begleiter. Vor lauter Egozenrik und Arroganz verletzte ich Menschen unbeirrt auf „meinem Weg“. Lieb gewonnene Personen genauso, wie mir schier fremde. Für mich war es ein Wettlauf mit der Zeit. Wie konnte ich so schnell wie möglich soviel wie möglich erleben?! Mit wem konnte ich die wildesten Feste feiern, den meisten Alkohol trinken und die größten Schachteln Zigaretten verqualmen.

Wann es anfing kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich war zu sehr mit meinem Lifestyle beschäftigt, konnte Warnungen meines Körpers nicht deuten. Überging das Schmerzen meiner nackten Füße, wenn diese mit kalten Fliesen in Berührung kamen, überging das Kribbeln meiner Beine, überging meine krampfenden Finger. Sobald ich meinen Kopf senkte, durchfuhren meine Wirbelsäule Stromstöße. War ich mit meinem Fahrrad unterwegs, konnte ich den Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern nicht einschätzen. Saß ich zu Hause vor dem Fernseher, musste ich ein Auge schließen, um das Bild richtig sehen zu können. Bewegte ich mich in der Stadt, fühlte ich mich unsicher und mein Gang war schwankend, wie der eines Betrunkenen. Ich hatte Schmerzen im Kopf und Rücken, die mich beinahe wahnsinnig werden ließen. Nach nunmehr einem Jahr suchte ich auf Anraten meines Hausarztes einen Neurologen auf. Dieser schickte mich nach ein paar Tests zum Radiologen, der ein MRT meines Kopfes und meiner Halswirbelsäule durchfrührte.

Einen Tag vor meinem 27. Geburtstag bekam ich die Bilder des MRTs in die Hand gedrückt mit den Worten: „Ich werde sie direkt ins Krankenhaus einweisen. Ihre Bilder sehen nicht gut aus.“ Und da hielt ich sie in den Händen.  Diese Bilder, die mein Leben verändern sollten. Ich erkannte die Form meines Gehirnes und der Wirbelsäule und was ich sah, machte mich beklommen und unsicher. Beide Bereiche waren durchzogen von weißen Flecken. Unzähligen weißen Flecken. Aufgelöst ging ich nach Hause. Wollte ich doch meine Geburtstagsfeier vorbeiten.  Das war ein Freitag. Montag zog ich ins Krankenhaus. Die Tests und weitere MRTs, sowie eine Lumbalpunktion ließen wenig Raum für Spekulationen. Ich hatte Multiple Sklerose.  Eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Diese Nachricht verstand ich, irgendwie. Lies sie mich aber nicht langsamer werden. Alles ging weiter seinen gewohnten Gang.

Gewohnheiten zu verändern, jahrelang ausgeübte Verhaltensweisen zu durchbrechen ist für jeden Menschen ein großer Schritt und langer Weg.

Nach dem Geburtstag kamen weitere Feierlichkeiten, Konzerte und alkoholgeschwängerte Abende. „Ja, ja…mit dem Rauchen höre ich auch auf!…Irgendwann!“. Meine Ernährung bestand weiterhin aus Fast Food, Tiefkühlpizza (größtenteils tierischer Herkunft) und ab und zu mal einem Apfel.

Der Beginn einer beschissenen und lehrreichen Zeit

Eine Beziehung, die ich nicht verstand, mich überforderte und die von einer ständigen Verlustangst geprägt war, gab mir dann mehr oder weniger den Rest. Zur damaligen Zeit machten ich diesen Menschen für meinen desolaten Zustand verantwortlich. Heute weiß ich, kein anderer als ich selber bin für mich und meine Gesundheit zuständig. Menschen enttäuschen nicht. Die eigenen Wünsche und Vorstellungen, die wir selber in andere projezieren, können uns „enttäuschen“. Alles in Allem war es, aus heutiger Sicht, eine sehr schmerzhafte aber lehrreiche Zeit für mich. Psychisch wie physisch.

Ich musste anfangen mich selber zu spritzen. Erst wurde mir als Basistherapie Beta-Interferon, dann Copaxone verschrieben. Die Medikamente zeigten keinen positiven Einfluss auf meine Gesundheit. Ein Schub löste förmlich den nächsten ab. Die Nebenwirkungen der Medikamente entzogen mir nach und nach jegliche Lebensfreude. Es begann eine echt beschissene Zeit. Das Spritzen wurde zur Tortur. Mein (damals noch) bester Freund (heutiger Ehemann) stand mir bei, besuchte mich abends um mir die „doch so wichtigen“ Injektionen zu geben, half mir, gab mir Halt und Sicherheit in einer für mich so ausweglosen und unsicheren Zeit. Aus dieser Freundschaft entwickelte sich mit der Zeit eine tiefe Liebe und ein großes Vertrauen. Hatte mein zukünftiger Mann doch so viele Facetten meines Handelns, meiner Ängste und Launen erfahren, er blieb.

Viele Freundschaften zerschlugen sich. Bestehende wurden enger. Neue wurden geknüpft. Wenige sind geblieben.

Ich wurde schwanger. Eigentlich hatte ich meinen jahrelangen Kinderwunsch aufgrund der Multiplen Sklerose auf Eis gelegt. Ich war ja nicht in der Lage auf mich selber aufzupassen, wie sollte ich die Verantwortung für ein anderes Leben übernehmen. Ich war zerrissen zwischen unbändiger Freude und wahnsinniger Angst versagen zu können.  Mit dem Tag des Bewusstseins über das  kleine Leben, welches in mir heranwuchs, gab ich direkt das Rauchen auf und fing an mich für meine damaligen Verhältnisse „bewusster“ zu ernähren. Ich wollte dieser Verantwortung gerecht werden. Während der Schwangerschaft diagnostizierte man mir einen weiteren Schub und wollte mir hochdosierte Cortison-Infusionen geben. Ich wurde fast wahnsinnig aus Sorge um das ungeborene Kind und entschied mich dagegen.

Unser Sohn kommt zur Welt

Für mich überschlugen sich die Emotionen und Ereignisse. Innerhalb von zwei Jahren wurde eine Autoimmunerkrankung diagnositziert und ich wurde Mama.

Diese kleine Person raubte mir den letzten Nerv. Er war sich vom Tag seiner Geburt an sicher wo er sein wollte. Auf Mamas Arm. Mama war aber sooo unendlich müde. Sobald ich versuchte ihn kurzzeitig in sein Bettchen zu legen, schrie er wie am Spieß. Kurz nach der Geburt bekam ich mein nun drittes Medikament wieder, sodass ich nicht stillen konnte. Somit bekam er die Flasche.  Er litt unter der 3-Monats-Kolik, war Tag und Nacht alle zwei Stunden wach und verlangte lauthals nach Nahrung oder Liebe. Ich lieb(t)e diesen kleinen Menschen mit jeder Faser meines Körper und aus tiefstem Herzen. Jedoch machten mich der Schlafmangel, die Einschränkung durch den Kaiserschnitt, unsere damalige Wohnsituation und nicht zuletzt die MS mürbe. Das war alles soviel.

Zeit mich zu verändern

Nach und nach gingen wir die Veränderungen an. Ich fing an mich intensiv mit der Ernährung auseinander zu setzen. Ich las zahlreiche Bücher. Angefangen mit „Die Ernährungslüge“ von Hans-Ulrich Grimm, über „Your Healthy Journey“ von Dr. Fred Bisci zu „64 Grundregeln Essen“ und „Lebensmittel“ von Michael Pollan zu „Peace Food“ von Ruediger Dahlke und „Die Essensfälscher“ von Thilo Bode. Das eine las ich intensiver als das andere und von allen bildete ich mir nach weiteren Recherchen (im Internet z. B.: www.vebu.de) meine eigenen Meinung.  Zuerst eliminierte ich jedoch alle Produkte in denen Geschmacksverstärker, Hefeextrakte, Aspartam, E-Nummern usw. enthalten waren. Küchentabularasa war angesagt. Alle industriell hergestellten Lebensmittel fanden ihren Weg in den Müll.

Meine liebe Freundin Sandra unterstütze mich nach und nach bei den ersten Schritten hin zu einer pflanzlichen Ernährung. Wofür ich ihr bis heute dankbar bin. Mittlerweile habe ich mir soviel Wissen angeeignet, dass ICH SIE heute beraten darf. :)

Meinen Mann musste ich erst gar nicht von der Notwenigkeit dieses Wechsels überzeugen. Er war schon sehr lange vor mir so schlau auf tierische Produkte zu verzichten. Zu der Zeit bekam ich immer noch eine Eskalations-Therapie, die ich mir in monatlichen Infusionen bei meinem Neurologen abholen musste. Es kam heraus, dass dieses Medikament Gehirninfektionen verursachen konnte.

Schlüsselerlebnis auf dem Bio-Bauernhof

Ich war es leid. Die ewige Angst um meine Gesundheit, (nicht aufgrund der MS sondern aufgrund der Medikamente, die mir verabreicht wurden,) vielleicht in Zukunft nicht mit meinem Sohn laufen und toben zu können.
Irgendwas musste verändert werden. Ein entscheidender weiterer Punkt, der mich bestärkte den Weg der pflanzlichen Ernährung einzuschlagen, war folgender. Meine Mama, Sohn und ich fuhren zu einem nahe gelegenen Bio-Bauernhof und wollten uns dort die Kühe und Schweine ansehen. Wir schmusten mit den wunderschönen Kuhmündern und ich ließ mir den „Kindergarten“ der Kälbchen zeigen. Kindergarten??? Klar, damit die Kühe für den Menschen Milch geben, müssen sie natürlich von ihren Kindern getrennt werden, die sonst die „kostbare“ Flüssigkeit trinken würden, wie es halt die Natur vorgesehen hätte. So standen ca. 10 Kälber „allein“ in einem kleinen, dunklen Stall am anderen Ende der „Anlage“.  Mir, als frisch gebackene Mama, stach der Anblick der Zwangs-Verwaisten ziemlich ins Herz.

In mir brodelte eine Erkenntnis, die ich nicht mehr unterdrücken konnte oder wollte. Es ist nicht richtig die Baby-Nahrung einer anderen Gattung zu stehlen. Das kann nicht gesund sein (mal abgesehen von den Wachstumshormonen, Antibiotika, Zitzendesinfektionsmittel,  und dem genmanipulierten Soja, welches die Kühe zu fressen bekommen) und für das dadurch hervorgerufene Leid will ich nicht weiter verantwortlich sein.

Von diesem Tag an reduzierten wir Step by Step die Milchprodukte. Tote Tiere hatten wir bereits Wochen vorher vom Ernährungsplan gestrichen. Ich begann zu kochen. Kochen und Backen haben mich nie gereizt, haben mir nie Spass gemacht. Jedoch war nun mein Ehrgeiz gepackt.

Mein ganzes Leben hatte (s)ich geändert. Nach der Geburt unseres Kindes habe ich mit dem Rauchen nie mehr angefangen. Nikotin ist ein Nervengift und ich bin heute der Meinung, dass vor allem MS-Patienten die Substanz und alle anderen schädigenden Einflüsse einer Zigarette aus ihrem Körper lassen sollten. Ich fing langsam an mein Denken zu verändern. Das vielzitierte Glas sollte ab nun halbvoll und nicht halbleer sein. Ich hatte mein altes Leben „verloren“. Das zu akzeptieren, mich erst einmal in der Mutterrolle einzufinden und den Energieverlust, der mit der MS einherging anzunehmen, brachten mir noch einige schwere Stunden. Jedoch lernte ich mit der Zeit mein „neues Leben“ schätzen. Dankbarkeit und Demut kann ich heute empfinden, wenn ich meine Familie um mich habe.

Ich möchte nicht sagen, dass jede pflanzliche Ernährung der Heilsbringer ist und das sich jeder Mensch, der sich pflanzlich ernährt automatisch zufrieden, gesund und demütig wird. (Trotzdem ist JEDE Form der pflanzlichen Ernährung, ob ausgewogen oder nicht,  ein großer Schritt nach vorne für die Tier- und Umwelt). Ich kann aber aus meiner Sicht sagen, dass die ausgewogene pflanzliche Ernährung und die Auseinandersetzung mit dem Thema „Tiere (tierische Produkte) als Nahrungsmittel“ mich empathischer und sensibler hat werden lassen. Gesundheitlich geht es mir heute ohne eine Basistherapie sehr gut. Mein Neurologe hält mich immer noch, nach über 2,5 Jahren (ohne Medikament) Schubfreiheit  für „verantwortungslos“ diesen Schritt gegangen zu sein. Die Umstellung meiner Ernährung hätte nichts mit dem (derzeitig) positiven Verlauf der MS zu tun. Jegliche Bemühungen ihm davon zu berichten, wurden im Keim erstickt.

„Was kommt, das kommt!“

Wie sich die MS entwickelt, kann kein Mensch sagen. Jedoch kann auch kein vermeintlich gesunder Mensch wissen, was die Zukunft für ihn noch bereit hält. Diese ewige Angst und den Gedanken „was ist wenn…“ habe ich abgeschüttelt. Wie Eingangs schon erwähnt: „Was kommt, das kommt!“. Ich kann und will mich nicht mein Leben lang bange machen lassen und durch diese Angst kostbare Zeit verschwenden.

Vollwertige und rein pflanzliche Ernährung als Basis meiner Gesundheitsrenovierung

Meine vegane  GesundheitsrenovierungIch tue alles, was in meiner Macht steht, um die Gesundheit aller Familienmitglieder zu erhalten. Für mich gehört untrennbar eine ausgewogene, abwechslungsreiche, pflanzliche Ernährung dazu; mit allem, was die Natur zu bieten hat. Angefangen bei Hülsenfrüchten, Nüssen, Trockenobst,  Samen, über viel frisches Gemüse und Obst (vor allem dunkelgrünes Gemüse), Naturreis, Vollkorn-Nudeln, bis hin zu Kernen usw usw. Hochwertige pflanzliche Öle, wie z. B. natives Avocadoöl zum Braten, Leinöl, Rapsöl oder Hanföl finden in meiner Zubereitung der Speisen Verwendung. Fertigprodukte habe ich aus unserer Ernährung verbannt. Mal abgesehen von einem Soja-Würstchen, Stück Räuchertofu oder Seitan zwischendurch. Die exorbitant vielseitige Welt der pflanzlichen Ernährung macht mir wahnsinnig viel Freude und meinen Sohn zu sehen, wie er genüsslich in einen blanchierten Brokkoli(-„Baum“) beißt, wie er Pekannüsse liebt, getrocknete Aprikosen verschlingt, Kichererbsen und Linsen bevorzugt, das sind unter anderem Momente, die mich heute zufrieden und glücklich machen. Klar, er liebt wie alle Kinder  Schokolade und Weingummis. Die gibt’s auch. Aber 1. in Maßen und 2. vegan. :)  Die Unterstützung meines lieben Mannes darf ich natürlich nicht vergessen, der jede von mir zubereitete Speise ausführlich achtet und bei besonderem Gefallen genauso ausführlich lobt.

Ich bin meiner Mutter besonders dankbar, die meine Ernährungsumstellung nicht als Spinnerei abgetan, sondern sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzt hat und sich mittlerweile auch pflanzlich ernährt. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Momente, die mich sehr fordern. Die Fatigue der MS nimmt auch mich gefangen. Ich muss jede größere Aktivität genau planen und überlasse nichts dem Zufall. Wenn ich morgens einen Großeinkauf hinter mich gebracht habe, sehe ich zu, dass der Nachmittag eher ruhiger ausfällt. Sowas nennt man glaube ich „Energiemanagement“. Aber auch diese veränderte Situation muss(te) ich lernen anzunehmen.

Ich glaube fest daran, dass sich eine vollwertige, pflanzliche Ernährung positiv auf die Gesundheit auswirkt und sehe mich durch meinen Gesundheitszustand bestätigt.

Wir befinden uns alle auf „unserem eigenen Weg“. Meiner besteht mittlerweile aus Achtsamkeit und Respekt vor allen Lebewesen. Diesen Respekt versuche ich ebenfalls meinem Sohn zu vermitteln. AAAAber ich muss zugeben, dass mir der Respekt vor der eigenen Gattung öfter mal abhanden kommt. :)

Durch meinen Artikel soll keinesfalls das Gefühl aufkommen, die Multiple Sklerose sei ein „Kinderspiel“ und einfach durch ein wenig Gemüse zu „heilen“. Vielmehr würde ich mir wünschen, dass mehr Menschen ihr „Leben selber in die Hand nehmen“ und anfangen etwas wirklich Gutes für sich zu tun. Und eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist etwas wirklich Gutes. Physisch, psychisch und ehtisch der richtige Weg. Ebenso glaube ich mittlerweile an die Kraft der Gedanken. Wie weiter oben schon erwähnt, im übertragenen Sinne ist das Glas halbvoll und nicht halbleer. Ich versuche das Positive in meinem Leben zu sehen und wenn ich etwas „nicht mehr kann“, dann versuche ich nicht die Flinte ins Korn zu werfen. Aufgeben kommt nicht in Frage. Aber „runterschrauben“ und einen kleineren Gang einlegen, kann in manchen Situationen schon hilfreich sein.

Kommentare

  1. meint

    Hallo Sabine,

    ein toller Artikel.

    Respekt! Nur wenige Menschen schaffen es, ihr Leben so um 180° zu drehen! Es freut mich, dass Du es geschafft hast.

    Lieben Gruß

    • Jenny meint

      Liebe Sabine,

      dein Artikel ist großartig und ich finde mich in deinen Zeilen wieder! Ich habe ebenfalls MS und lebe seit einem Jahr vegan. Ich bin zufriedener, fühle mich kraftvoller, bin sensibler und verspüre viel mehr Lebensfreude als je zuvor. Ich liebe die vegane Lebensweise und bin jeden Tag darüber glücklich diesen Schritt getan zu haben. Vorher habe ich mich ein halbes Jahr vegetarisch ernährt, habe jedoch keinen Unterschied verspürt (ich habe ja auch Unmengen an Milch- und Milchprodukten gegessen). Ich bin nicht nur aus gesundheitlichen Gründen Veganerin geworden, sondern weil mir bewusst geworden ist, welchen riesigen Schaden durch die Tierfabriken auf der Welt angerichtet wird (Hungertod, Umwelt- und Klimaschäden, Massentierquälerei). Ich hatte eines Tages beschlossen, solch ein grausames System nicht länger zu unterstützen. Mein Freund und meine Mutter ernähren sich mittlerweile ebenfalls vegan und haben das selbe erfahren wie ich (auch ohne MS).

      Seitdem ich vegan lebe, hatte ich keinen Schub mehr und ich möchte nächstes Jahr mein MS-Medikament absetzen (Gilenya). Ich bin schon gespannt wie mein Neuro reagiert :-). Deine Erfahrungen machen mir auf jeden Fall Mut.

      Wenn ich einmal Kinder habe, möchte ich diese Lebensweise auch an sie weitergeben. Ihnen beibringen respektvoll mit Tieren und der Umwelt umzugehen. Ich bereue bis heute nicht schon vor 20 Jahren mit dem Thema in Berührung gekommen zu sein, dann hätte ich vielleicht auch nie eine MS entwickelt.

      Ich habe dass Buch „China Study“ von T. Campbell gelesen. Darin sind die vielen Zusammenhänge einer tierischen Ernährung mit Zivilisationskrankheiten in den westlichen Ländern wissenschaftlich bewiesen und dargelegt. Jedem der mir am Herzen liegt, gebe ich dieses Buch.

      Liebe Grüße
      Jenny

  2. Bea meint

    Find ich großartig! Weiterhin viel Kraft und Energie.

    Eine Frage muß ich dennoch stellen; das Gemüse und Obst, holst du es jahreszeitenbezogen aus Herstellung in deiner Nähe? Im schönen Münsterland gibt es ja wahrlich genug Möglichkeiten.
    Weil, ich denke bei leckerem Obst an viele Plantagen, auf denen zwar keine Kälbchen, dafür die Arbeiter eher unwürdig behandelt werden und die Erzeugnisse bestimmt auch durch ihre Behandlung nicht frei sind von allen Behandlungen.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Gesundheit!!!

    • meint

      Hallo Bea! Vielen Dank für deinen positiven Kommentar. Obst und Gemüse kaufen wir ausschließlich in Bio-Qualität im Bio-Markt. Wir achten dabei ebenfalls auf Regionalität.

      lg, Sabine

  3. Richard meint

    Der erste Vegan-Artikel für mich ,der einem wirklich mal unter die Haut geht:informativ,sachlich,nachvollziehbar und doch angenehm emotional.

  4. Ursula Habenreich meint

    Hallo liebe Sabine, danke für Deinen authentischen Artikel, Du hast sicher sehr vielen Menschen dadurch Mut gemacht ihr Leben in eine positive Richtung zu lenken, alles Gute und bleib weiterhin so toll auf Deinem Weg ❤️

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Ursula! Ich kann gar nicht sagen/schreiben, wie sehr mich deine Worte freuen. Bevor wir den Artikel veröffentlichten, habe ich tagelang überlegt, ob soviel „Privatsphäre“ ins www gehört. Jetzt bin ich wirklich froh, den Schritt gegangen zu sein! Viele Grüße!

  5. Frank Hummel meint

    Hallo Sabine,

    danke, dass du deine Geschichte so offen teilst. Mir gefällt auch wie du sie erzählt hast. Ich konnte in meinem Beruf als (vegan lebenden) Personal Trainer Erfahrung sammeln, mit Menschen denen auch MS diagnostiziert wurde. Die Umstellung auf möglichst Pflanzen basierte Ernährung mit einer Kombi aus Athletik Training und Yoga hat bei beiden Personen (eine davon betreute ich über Jahre) sofortige Wirkung gezeigt und das sehr positiv. Ich konnte auch beobachten, dass die Verbannung von Distress aus ihrem Leben auch sehr wichtig war. Sobald wieder mehr tierische Produkte auf deren Speiseplan stand wurde die „Krankheit“ auch wieder schlimmer. Genauso verhielt es sich auch mit dem Stress. Also..weiter so!

    LG Frank

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Frank, danke für deinen Kommentar. Es ist toll zu lesen, dass es anderen Menschen durch die pflanzliche Ernährung ebenfalls besser geht. Traurig hingegen finde ich, dass kein Schulmediziner auf die positiven Auswirkungen der Ernährung hinweist. Bzw. sich die wenigsten Schulmediziner mit so etwas Wichtigem wie die Ernährung auseinander setzen. Viele Ärzte haben diesbezüglich große Defizite, wie mir scheint.

  6. Anita B. meint

    Hallo liebe Sabine!

    Danke vielmals für Deinen tollen Artikel!!!
    Ich finds super, dass Du Deinem Impuls, Dich mitzuteilen tatsächlich nachgegangen bist!! :-)

    Und ich mache jetzt dasselbe: Ich habe auch den Weg einer sehr heftigen chronischen Krankheit hinter mir und es – Gott sei Dank – aufgrund eines hohen Maßes an Selbstverantwortung (welches ich erst durch die Krankheit kennenlernen durfte) ohne OP und Chemo geschafft.

    Falls Du Interesse an der für mich extrem hochwirksamen Therapie mit Komplexhomöopathie hast, gebe ich Dir gerne meine Tipps weiter.
    Auf jeden Fall alles, alles Gute für Deine Rundum-Durch-und-Durch-Heilwerdung!!!!!!

    Glg Anita

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Anita! Danke für deinen Kommentar. Deine Erfahrung bezügl. der Selbstverantwortung teile ich. Man muss selber aktiv werden, lesen, recherchieren, abwägen, verwerfen und doch wieder weitermachen. Kein anderer Mensch übernimmt diese Verantwortung für unsere Gesundheit. Ich freue mich sehr, dass es dir gesundheitlich gut geht und wünsche dir in Zukunft alles Gute!

  7. Andrea Bocskax meint

    Hallo….. dein bericht ist tol ,ich habe seid 3 jahren MS nehme auch keine medikamente mehr und bin veganer mir geht es auch viel besser ! Lg Andrea.

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Andrea! Danke für deine Worte. Mich freut es sehr, dass auch du die positiven Auswirkungen der pflanzlichen Ernährung zu spüren bekommst. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!

  8. meint

    Hallo Sabine,

    das ist ein echt toller Artikel. Danke dafür. Ich habe Ende Dezember ein Projekt „30 Tage vegan“ gestartet, weil ich das Gefühl hatte etwas tun zu müssen. Ich bin zwar nicht so krank, aber ich spürte das irgendwie innerlich. Ich hatte ständig Kopfschmerzen und hatte das Gefühl, dass alles in mir steckt.

    30 Tage vegan – davon 90% sicher voll vegan und 10% vegetarisch, weil ich viel auswärts war und es da nicht noch so 100%ig ging – und ich fühle mich wirklich sehr wohl.

    Das einzige Problem, dass ich noch habe ist mein derzeitiger immenser Stress, da kann es passieren, dass ich zu einseitig werde (Tomaten mit Avocado und Kidneybohnensalat oder angebratene Zucchini mit Tomaten + Salat und Obst) – das ist zur Zeit mein 1er Menü :-)

    Aber gestern hatte ich wieder etwas mehr Zeit und Muße und habe ein tolles Rezept ausprobiert.
    Ich brauche halt Rezepte, die schnell gehen und die auch im Büro gut einsetzbar sind.

    Was noch passiert ist: Ich brauchte keine Süßigkeiten, keine Schokolade :-) Hatte kein Bedürfnis danach.

    Werde darüber auf meiner Homepage berichten, würde mich freuen, wenn du einmal vorbei schaust.

    LG und weiterhin alles Gute
    Cornelia

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Cornelia! Vielen Dank für deinen Kommentar! Vielleicht bekommst du durch die Bücher „McVeg: 80 vegane Schnellgerichte“ von Gabriele Lendle oder (mein Kochbuch der Anfänge) „Vegan, lecker lecker“ von Marc Pierschel neuen Input. Im McVeg sind auch tolle, schnell zubereitete Brotaufstriche zu finden. Viele Grüße!

  9. Almut Jüttner meint

    Liebe Sabine!

    Gut, dass Du diesen Weg gehst! Weiter so. Es werden vielleicht neue Herausforderungen kommen, aber ich bin überzeugt, dass es für die allermeisten gesundheitlichen Symptome eine ganzheitliche Lösung ohne Chemie gibt – jedenfalls zeigt mir meine Erfahrung dies.
    Ich habe selbst seit 1998 MS und bin von Anfang an auf alternativen Wegen unterwegs. Von den anfänglichen Corstison-Infusionen habe ich mich vor ca. 12 Jahren verabschiedet und seitdem nie wieder ein schulmedizinisch empfohlenes Medikament gegen MS genommen. Auch für mich ist eine gesunde, mittlerweile schon fast vegane Ernährung ein wichtiger Baustein auf meinem Weg. Symptömchen begegne ich mit Homöopathie, Ruhe und Selbstreflexion. Entspannung ist für mich allgemein sehr wichtig. Auch die Psychotherapie, die ich über ein paar Jahr gemacht habe, war ein wichtiger Schritt und bis heute besuche ich bei Bedarf Familienaufstellungen oder andere Settings, die mir helfen, meine Psyche zu sortieren. Aufenthalt in der Natur und Vermeidung von Elektrosmog sind auch sehr förderlich dür mich.
    Mittlerweile bin ich 44 und mir geht es gut. Für andere ist nicht sichtbar, dass ich aus schulmedizinischer Sicht krank bin. Für mich ist MS ein Krankheit der Hochsensiblen, also Menschen, die mehr wahrnehmen, z.B. Stimmungen anderer, als der Durchschnitt. Ich mache gute Erfahrungen damit, mir darüber bewusst zu werden, was ich alles wahrnehme und erspüre. Je bewusster mir dies ist, desto weniger müde bin ich! Ich merke dann z.B. irgendetwas Bedrückendes und wenn ich es näher beobachte, wird mir klar, dass ich die Sorgen einer Freundin im Übermaß mittrage. So ist das Grenzen setzen und die Reflexion solcher Zusammenhänge ein wichtiger Teil meines Lebens geworden.

    Ich wünsche Dir noch viele kleine und große Wunder auf Deinem Weg und viel Kraft und Mut ihn so weiterzugehen.
    Alles Gute für Dich!

    Herzliche Grüße,
    Almut

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Almut! Vielen Dank für deinen interessanten und ausführlichen Kommentar. Besonders interessant finde ich deine Aussage, dass die MS eine Erkrankung der Hochsensiblen sei. Meine Freundin Sandra (die auch hier auf dem Blog schreibt), hat mich auch schon einmal darauf hingewiesen, dass ich eine hochsensible Person sein könnte. Ich selber würde mich allerdings nicht so bezeichnen. Es kann aber auch sein, dass ich diesbezüglich noch nicht soweit bin und diese Reflektion erst lernen muss. Ich werde mich mit dem Thema ausführlicher beschäftigen. Danke für deinen Input. Viele Grüße!

  10. petra meint

    liebe sabine..!!!

    dein artikel hat mich wirklich sehr bewegt.. ( teile aus deinem leben kenne ich nur zu gut )habe seit 20 jahren ms, nehme keine medikamente und bin seit 16 jahren schubfrei. ich habe gelernt die ms als meine beste freundin zu betrachten ….sie ist ein teil von mir…!!!! wünsch dir von ganzen herzen alles,alles liebe….!!!

    Ps: aufgeben gibts nicht`,ist wahrscheinlich von einem msler erfunden !!!!!!

    • Sabine Kampmann meint

      Hey Petra! Megatoll!!!!! Was hast du verändert? Ernährst du dich auch pflanzlich? Ich finde deine Herangehensweise „der besten Freundin“ sehr interessant. Jedoch könnte ich für mich nicht soweit gehen. Sie gehört halt dazu, aber ich stehe mit ihr nicht auf dem Kriegsfuß, hadere nicht mit ihr, mag sie aber auch nicht besonders. :) Allerdings wäre ich ohne sie auch sicher nicht zu stoppen gewesen. Ich verstehe also was du meinst! Viele liebe Grüße!

  11. meint

    Liebe Sabine, danke für Deinen tollen Artikel, es freut mich so sehr für Dich, dass Du diesen Weg gefunden hast und es Dir gesundheitlich so gut geht, das ist eine tolle Erfahrung, die ich auch gerne weitergebe an Patienten.
    Eines möchte ich jedoch sagen….die Kälbchen bekommen erst ihre Milch, sonst würden sie ja gar nicht überleben, das ist eine Panikmache, die gegenüber guten Bauern nicht gerechtfertigt ist und eine Pauschalisierung. Wenn man noch Milch kauft, so finde ich es wichtig den Bauern zu kennen und zu wissen, wie er mit den Kühen umgeht. Ich verstehe nicht ganz warum Du Avocadoöl zum Braten nimmst, soweit ich weiß, ist es nicht Hitzebeständig und sollte nur kalt genossen werden. Kokosöl ist nach meinem Wissen das Beste und am höchsten erhitzbare Öl. Liebe Grüße und weiterhin ganz viel Gesundheit. Petra

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Petra! Danke für deinen Kommentar. „die Kälbchen bekommen erst ihre Milch!“ Ist ehrlich gesagt für mich keine relevante Aussage. Was bedeutet „erst“ und warum entscheidet der Mensch, wie lange ein Tierkind SEINE EIGENE Muttermilch bekommen darf? Die Kuh produziert nicht aus „gutem Willen dem Menschen gegenüber“ die Milch. Sie wird dafür zwangsbesamt und schließlich wird ihr ihr Kind entrissen. Das sind Fakten und ist die Realität. Wie lange das Kälbchen bei seiner Mutter bleiben darf, ob 2 Stunden oder 6 Stunden spielt für mich keine Rolle. KUH-Milch ist in meinen Augen nicht für MENSCHEN geeignet. Bezgl. des Kokosöls hast du sicher recht. Dieses nutze ich auch gelegentlich. Allerdings stört mich der Geschmack. Bezgl. des Avocadoöls sind meine Informationen, dass es besonders gut erhitzbar ist. Wenn dir andere Informationen vorliegen sollten, kannst du sie mir sehr gerne schicken. Ich bin immer bereit dazuzulernen. Viele Grüße!

  12. Edel meint

    Hallo Sabine,

    habe auf einem Bauernhof in Bayern gesehen, was die Kälbchen statt der Muttermilch bekommen,
    nämlich eine Wasserlösung mit hinzugefügten unbedingt benötigten Nährstoffen.

    Das Ganze wurde in einem Eimer mit Schnuller in Bodennähe des Eimers seviert.

    Die Kälbchen waren sehr klein und sehr hungrig. Mich hat das sehr betroffen gemacht.

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Edel! Dein Kommentar bestärkt mich, weiter auf diese Ungerechtigkeit, die wir anderen Lebewesen antun, aufmerksam zu machen! Vielen Dank und liebe Grüße!

  13. katharina von zitzewitz meint

    liebe sabine-dein Artikel hat mich berührt,interessiert und bestärkt für denWandel meines Lebens.Auf der Suche nach den richtigen Dingen an ganz falschen Orten und bei ganz falschen Menschen,mit den falschen Mitteln und immer weiterlaufenden schlechten Gewohnheiten habe ich jetzt eine Rechnung mit meinem Körper und Gesundheit offen,die viele viele Schmerzen,Tränen und Leiden bedeutet und manchmal kaum zu schaffen erscheint.Da kam dieser Link und deine Geschichte als wirkliche Inspiration ,um weiter zu machen…Gutes Essen,Bewegung,Luft Licht,ausreichend Schlaf-und Liebe,nicht zu vergessen .Alles Gute und liebe Grüße KvZ

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Katharina! Vielen Dank! Ich wünsche dir viel Kraft, Zuversicht, Hoffnung und Mut für den „Wandel deines Lebens“. Ich hoffe, dass sich dieser für dich wie „gewünscht“ auswirken wird. Für die Zukunft alles Gute!

  14. Miriam Cieslik meint

    Hi Sabine,

    dieser Artikel ist krass…deshalb, weil es so viele Parallelen zu mir und meinem Leben gibt…ich bin 37, weiss seit letztem Jahr das ich MS habe und bin Mutter eines 5jährigen Sohnes. Meine MS fing allerdings mit 32 an – nach seiner Geburt – und ich habe 5 Jahre die ganzen Symptome ignoriert, obwohl ich es ahnte..ich bin seit 9 Jahren Vegetarierer, allerdings noch nicht vegan…Dein Artikel motiviert mich aber sehr vor allem auch, was Deine Lebenseinstellung angeht…da will ich hin….Gerade die Zeit vor Deiner Diagnose erinnert mich auch so sehr an meine Zeit bis zur Geburt meines Sohnes…da änderte sich schon viel, aber meine Scheidung nach nur 1 1/2 Jahren hat mich nochmal zurückgeworfen…seit der Diagnose jetzt im Oktober merke ich aber, wie Veränderung ins Leben kommt…vielleicht ist die MS ja irgendwie ein Stück „Heilung“ für uns….von einem „kranken“ Leben….zumindest versuche ich es, für mich so zu sehen…auch wenn es schwer ist, wie Du ja beschrieben hast….sich mal eben komplett zu ändern ist wirklich sehr harte Arbeit….Aber ich freu mich auch drauf…denn egal, wann man erkennt, seinen Blickwinkel mal zu ändern, Hauptsache man erkennt es :-)

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe und wünsche uns, dass wir der MS immer irgendwie ein Schnippchen schlagen :-)

    Ganz liebe Grüße aus Köln

    Miri

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Miri! Danke für deine Worte! Ich glaube heute auch, dass die MS ein „Signal“ des Körpers/Geistes war. „Bis hierhin und nicht weiter.“ Nur irgendwie war ich zu der Zeit noch nicht bereit darauf einzugehen und dir scheint damals auch der entscheidende Hinweis deines Körpers gefehlt zu haben?! Ich kann verstehen, dass die Scheidung eine große Belastung ist/war.
      Und ja, eine Änderung des Denkens und Handelns ist ein langer Weg. Ich ertappe mich heute auch noch mit negativen Gedanken oder Emotionen, die schwer zu kontrollieren/verarbeiten sind. :) Falls du Interesse hast, könnte ich dich in eine private vegane MS-Gruppe bei facebook „einladen“. Der Austausch dort ist sehr respektvoll und „gewinnbringend“. Falls du Interesse hast, schicke mir doch bitte eine email an info@vegan-news.de. Ich wünsche dir jetzt erstmal von ganzem Herzen alles Gute auf deinem Weg! Liebe Grüße!

  15. meint

    Danke für die offene Schilderung Deiner Geschichte, das hat mich sehr berührt. Es ist schon spannend, wohin das Leben uns so führt….und RESPEKT, wie Du den Wandel umgesetzt hast, ohne schulmeisternd zu werden. Alle meine guten Wünsche begleiten Dich und Deine Familie!

  16. Tanja M meint

    Toller Artikel – toller Weg! Da wo du bist, möchte ich hin – nicht jeden Tag an die MS denken und jedes Zeichen im Körper analysieren … Damit wird man wahnsinnig! Alles Liebe für dich!

  17. alex meint

    Hi Sabine,

    ich habe gerade deinen Artikel gefunden und finde deine beschriebene Entwicklung auch sehr spannend!
    meine ms ist nun mehr über die Hälfte meines Lebens Teil dessens, aber auch bei mir ist diese von außen nicht zu bemerken und nur wenn man mich besser kennenlernt nur zu erahnen. ich ernähre mich seit über 5 Jahren vegan, teilweise mit sehr starken und langen Rohkost Phasen (was immer grauselig klingt, aber durchaus ’ne verdammte leckere und spannende art sein kann sich zu ernähren) und folge seit kurzem dem 80-10-10 lfhc Konzept. Meine fatigue ist so gut wie nicht mehr vorhanden und auch alle anderen Symptome klingen nach und nach immer ab, allerdings flammen diese auch immer wieder auf, sobald ich mich mal nicht nach meinem Körper richte und irgend’nen scheiss in mich rein kippe! in diesem sinne, eat more bananas, drink more fresh juice. Educate yourself!

    Alles Gute!

  18. Sabine Kampmann meint

    Hey Alex!
    Vielen Dank für deinen Kommentar!
    Mir geht´s auch wesentlich besser, wenn ich viel Rohkost esse. Mit dem Thema RawFood setze ich mich auch seit einiger Zeit auseinander. Fette und Süßigkeiten triggern die Fatigue bei mir sehr.
    Es freut mich sehr, dass die pflanzliche Ernährung auch bei dir eine positive Beeinflussung auf deinen Gesundheitszustand hat. Welche Literatur hast du bezügl der Rohkost gelesen? Kannst du mit etwas empfehlen?
    Liebe Grüße!
    Sabine

    • alex meint

      Ich ging die Literatur wahrscheinlich nach den üblichen Schritten.
      An erster Stelle die China Study, danach kam The Starch Solution von Mcdougall und das dritte noch erwähnenswert Buch ist the 80 10 10 diet von Graham.
      Ich hab auf meiner Suche nach Antworten für mich die verrücktesten Sachen erlebt, zu erwähnen wäre eine Bekanntschaft mit einem jungen Mann, der seine zerebelläre Ataxie mit der erwähnten 80 10 10 Ernährung gestoppt hat und sich vollständig regeneriert hat. (entgegen aller Meinungen der Ärzte.)
      Ich kann dir nicht sagen, ob es das Allheilmittel ist, aber man hört immer wieder von sonderbaren Verbesserungen verschiedenster Erkrankungen durch diese Umstellung. (Allerdings gibt es auch sehr starke Kritiken)

      Viel Spass beim Entdecken!

  19. Marie meint

    Hallo,
    Vielen dank für den tollen Artikel. Ich würde mich sehr freuen wenn du dich mit mir in Verbindung setzen könntest da ich grad vor der selben Entscheidung stehe. MS wurde diagnostiziert und nun soll ich Medikamente bekommen. Untätig möchte ich aber selber nicht bleiben :-)
    Würde mich sehr freien.
    Grüße
    Marie

  20. meint

    Hey Sabine,
    ich glaube, das hier ist das erste Mal, dass ich je einen Kommentar unter einen Artikel schreibe, den ich gelesen habe, aber das muss jetzt wirklich sein –
    ich bin durch Zufall beim Stöbern auf google auf deinen Artikel gestolpert. Ich bin 26, und bei mir wurde diesen Sommer nach 2 Schüben in kurzer Zeit hintereinander (und 3 damit verbundenen langen KH-Aufenthalten mit zum Schluss sogar 7 Tage lang 2000 mg Cortioson iv) MS diagnostiziert. Veganerin bin ich auch, allerdings schon vor der Diagnose 😉 Auf jeden Fall hat mich dein Artikel unfassbar berührt beim Lesen – bereits in den ersten Sätzen, da ich unweigerlich in vielem mich und mein Leben wiederfinde. Ich kann und möchte gar nicht das alles auch nur versuchen in Worte fassen, sondern wollte einfach nur loswerden, dass der Artikel und deine Einstellung zur MS und zum Leben mich eben unfassbar bewegt hat :-) Denn hey, man sollte auch weiterhin was das Leben einem bringt hinnehmen und sich zu dem jeweiligen Zeitpunkt dann damit auseinandersetzen WENN ES SO WEIT IST, sonst macht man sich das hier und jetzt kaputt, anstatt es zu LEBEN. Und Aufgeben ist nicht – dafür lebe ich zumindest, auch nach all dem, einfach viel zu gerne :-)
    Ich bin nicht gut in sowas hier und hoffe, es war jetzt nicht zu wirr :-)
    Die besten Grüße aus Frankfurt am Main!

    • Sabine Kampmann meint

      Hallo Aleksandra! Vielen, vielen Dank für deinen Kommentar!
      Deine Worte sind gar nicht wirr. Ich denke, ich verstehe sehr gut, was du meinst.
      Deine Schübe und hohen Cortison-Dosen waren mit Sicherheit nicht leicht zu „verpacken“. Ich hoffe es geht dir jetzt besser und wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und viel Vertrauen in dich selbst!
      Sabine

  21. Angela meint

    Hallo Sabine, habe deinen Weg zur Veganerin mit Neugier gelesen. Danke für`s teilen! Ich wünsche dir viel Erfolg und Energie und Gesundheit für die Zukunft !

  22. Vilmpran meint

    MS ein Schlag für jeden der es bekommt. Ich empfehle dazu einmal dazu die China Study dazu zu lesen, die Zusammenhänge zwischen Milchkonsum und MS sind erdrückend. In dem Buch von Maria Rollinger „Milch besser nicht“ ist ähnliches zu lesen.
    Ich selbst habe außerdem das Buch „The Starch Solution“ von Dr.McDougall gelesen, auch er zitiert die Ergebnisse von Dr.Swank zu dem Thema MS und Ernährung. Mehr Informationen unter http://www.drmcdougall.com, eine vollwertige, rein pflanzliche Lebensweise ist wirklich die beste – ich lebe jetzt seit Jahren danach.
    Die Folgen der „normalen“ Ernährung darf ich mit täglich in der Arbeit anhören und ansehen, die Bereitschaft etwas zu ändern ist sehr gering, ‚ich bin ja gut eingestellt mit meinen Medikamenten gegen Bluthochdruck, Diabetes etc.‘, mit meiner Fettleber kann ich 100 Jahre alt werden. Aber ich darf mir regelmäßig Kritik und dummer Sprüche über vegane Lebensweise anhören.
    Unter dieser Hinsicht ist dieser Artikel hier ein Wohltat, schön über Menschen zu lesen, die bereit sind etwas zum positiven zu verändern.

  23. Ana meint

    Ein wirklich schöner, berührender Artikel. Ich habe selbst auch MS und ernähre mich seit einem halben Jahr ca vegan, nachdem ich Dahlkes ‚Peace food‘ gelesen habe und mich mit der China Study beschäftigt habe. Ich finde, es tut mir gut.

    Ich bin auch ganz fest davon überzeugt, dass Gedanken und die Einstellung gegenüber der Krankheit maßgeblich sind, auch meine Lebensansichten haben sich seit der Erkrankung stark verändert.

    Danke für den tollen Artikel!
    Dir und deiner weiterhin alles Gute und natürlich viel Gesundheit.
    Alles Liebe!

  24. mimmy meint

    hallo! toll wie du darüber berichtest! ich habe/hatte auch MS und sie mit der ernährung zum erliegen gebracht.
    Hast du dir schon mal überlegt, dass noch immer etwas nicht ganz mit deiner ernährung stimmen könnte?

    die fatigue hat mich nämlich so krass in die knie gezwungen, dass selbst vegan keinen unterschied gemacht hat.
    ich glaube bei dir macht es viel aus, dass du auf hoch verarbeitete sachen verzichtest! das ist großartig.

    weißt du wie ich (und viele andere) die fatigue gut hinter sich lassen konnten?
    indem sie zum einen einen hohen anteil an frischer pflanzlicher kost integriert haben. man nennt es auch rohkost und die ist vielfältiger als die meisten zu träumen wagen!

    der größte, schnellste und wirklich erfolgbringendste punkt ist aber der verzicht auf gluten!
    das bringt innerhalb 2 wochen schon sooo viel. unvorstellbar!!
    ich kann dir aus meiner sicht und meinen erfahrungen nur empfehlen es mal auszuprobieren! ich wollte es auch nur mal 4 wochen testen… bin nie wieder zurück 😉

    was ich als alternative zu eigentlich allem noch aus dem nähkästchen plaudern kann ist, probier hanfsamen!
    die beste pflanzliche milch die ich je getrunken hab!

  25. Yara meint

    Danke! Dein Artikel kommt, auch jetzt noch lange Zeit nach Veröffentlichung, zum richtigen Zeitpunkt!! Ich habe schon mal eine ganze zeitlang vegan, zuckerfrei, glutenfrei, ohne Alkohol,Zigaretten, Koffein gelebt- und es ging mir mental und anfangs körperlich auch gut, die Depressionen sind kaum noch aufgetreten und ich habe fast 40 Kilo abgenommen, leider habe ich nicht abwechslungsreich und ausgewogen gegessen, weil mit der Zeit Probleme mit anderen Lebensmitteln aufgetreten sind und immer noch vorhanden sind, die aber irgendwie nicht spezifisch zu benennen sind, was sich dann in Form von GANZ miserablen Eisenwerten gerächt hat und irgendwie bin ich wieder in alte Muster (Fertigfraß, Zucker, Milch,Fleisch, Kaffee,Nikotin, Alkohol etc) abgerutscht, woran auch unter anderem eine nicht ganz gesunde Beziehung nicht ganz unschuldig war und ehrlich? Mir geht’s scheiße damit, hab wieder ordentlich zugenommen und fühle mich einfach unwohl, so als ob man etwas ausbrütet,schlapp,Schlafstörungen etc.Immerhin habe ich jetzt schon mal die Zigaretten gestrichen. Aber irgendwie habe ich bislang noch nicht wieder den Einstieg ins Cleaneating gefunden,außer dieses Jahr 2 Wochen zuckerfrei, was sich wirklich gut anfühlte. Vielen Dank für den Artikel, der ja echt zur richtigen Zeit kommt. Danke! Und ich wünsche dir von ganzen Herzen alles alles alles Gute für dich, deine Familie und natürlich auch für deine Gesundheit! Es ist wunderbar zu hören, was Ernährung alles verändern kann…Alles Gute weiterhin für dich!!!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *