Glyphosat – Wieviele Menschen haben den Killer wirklich in sich?

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Kühe, die von Landwirten mit Atemmasken und Schutzanzügen gemolken werden müssen, deren Milch der Mensch dann trinkt. Tote Kühe, tote Kälber, viele mit Missbildungen. Getötete Lebewesen, die abgekarrt werden, wie Schutt von Ruinen. Kranke Bauern mit neuen Krankheitsbildern, die kein Mediziner erklären oder behandeln kann. Behörden, die nicht reagieren… dann: Clostridium Botulinum findet sich in den Ausscheidungen der Tiere, wie auch in den Tieren selbst, die der Mensch sich selbst und seinen Kindern auf den Teller legt.

Glyphosat – überall zu haben und überaus gefährlich

Glyphosat ist das Pflanzengift schlechthin! Am meisten eingesetzt, in jedem Baumarkt zu finden und in riesigen Mengen in der Landwirtschaft verwendet – ein Totalherbizid, das alle natürlichen Pflanzen tötet.

Im Jahr 2012 zeigte sich bei einer stichprobenartigen Untersuchung in 18 europäischen Städten, dass fast die Hälfte der Menschen Glyphosat im Urin hatten.

Wissenschafter haben nach monatelanger Forschung festgestellt, dass Glyphosat auf die gesundheitsfördernden Bakterien im menschlichen Körper abtötend wirkt, während patogene oder krankheitsauslösende Bakterienspezies durch Glyphosat nicht beeinträchtigt werden.

Deutsche Behörden verharmlosen Glyphosat

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung weist mögliche Schadwirkung von Glyphosat auf Rinder zurück.

Im Januar 2014 führt eben dieses Institut ein denkwürdiges Symposium durch. Anlass sind die sich weltweit häufenden kritischen Studien zu Glyphosat und die Ängste der Öffentlichkeit vor Gift in der Nahrung. Auf dem Symposium wird mitgeteilt, dass hunderte Studien auf tausenden von Seiten neu geprüft worden seien. Allerdings ist die überwiegende Zahl dieser Studien im Auftrag der Herbizid-Hersteller entstanden. Die deutschen Behörden bleiben auch nach der Neubewertung bei ihrer Kernaussage. „Glyphosat ist nicht karzinogen, nicht reproduktionstoxisch oder mutagen.“ Weltweit mehren sich allerdings unternehmensunabhängige Studien, die zu ganz anderen Ergebnissen kommen: „Das Hauptherbizid der Welt, Roundup, verursacht schwere Leber- und Nierenstörungen. Außerdem Störungen im Bereich der Sexualhormone und hat zudem Auswirkungen im Bereich von Brusttumoren.

Gutes Geschäft für Monsanto

In Europa besteht der Großteil des Kraftfutters für Rinder und Schweine aus genverändertem Getreide und Soja. Die Pflanzen wurden genverändert, um mit dem Totalherbizid Glyphosat (Wirkstoff in Roundup)  zu harmonieren bzw., um den Einsatz von Glyphosat zu überstehen, welches vollständig das so bezeichnete „Unkraut” abtötet. Der Konzern Monsanto verkauft seit 1974 Roundup – gerne auch in passenden Sets mit gentechnisch verändertem Getreide oder Soja.

Die so erzeugten genveränderten Futtermittel sind billiger, Sie werden in riesigen Mengen aus den USA und Südamerika nach Europa exportiert.

Gewinner ist die Industrie – alle anderen verlieren

Argentinien, große weiter Sojafelder (Anbau genveränderter Pflanzen für die Viehzucht). Traktoren, die Pestizide spritzen. Mehr als 90% der angebauten Sojapflanzen sind hier genverändert, resistent gemacht gegen Glyphosat. Kinder werden durch das Spritzen von Glyphosat in unmittelbarer Nachbarschaft der Schulen gefährdet. Kotzende Kinder, deren Eltern zum Schweigen angehalten werden, kein Anzeige erstatten, weil man doch von der Arbeit im Agrarsektor lebe.

Heute, fast 20 Jahre später, können wir ohne Raum für irgendwelchen Zweifel die Auswirkung der chemischen Substanzen auf die Gesundheit der Menschen erkennen, deren Einsatz seit 20 Jahren systematisch zugenommen hat. Man kann nicht darüber hinwegsehen, dass es heute eine Zunahme im Gebrauch von Agrarchemie von 853% gibt – heute im Vergleich zu 1996 in unserem Land. Während gleichzeitig die Anbaufläche nur um 50% angewachsen ist. – Prof. Dr. Damian Verzenassi (Université de Rosario, Argentinien)

Gewinner ist die Industrie, denn sie verdient doppelt: am genveränderten Saatgut und an den dazugehörigen Giften.

Derzeit wird das große Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA verhandelt. Stichwort TTIP. Eines der Ziele der Amerikaner ist, dass sich Europa für den Anbau gentechnisch veränderter, herbizidresistenter Pflanzen öffnen soll …

Tote Tiere, kranke Menschen – Arte-Beitrag zum Thema Glyphosat

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Kommentare

  1. Harald Müller meint

    Hoppla, bin ich bei den Netzfrauen gelandet? Wo ist der Kausalzusammenhang zwischen „Glyphosat im Urin“ und „gefährlich“? Wo wird genverändertes Getreide für deutsches Tierfutter angebaut? Ob die Argentinier bei einem Glyphosat-Verbot alle auf Bio umsteigen, oder doch eher noch viel bedenklichere Mittel eisetzen?

    Übrigens:
    Monsantos Patent auf Glyphosat ist längst abgelaufen und er Markt wird von Nachahmerprodukten dominiert.
    Auch die Patente auf die glyphosatresistenten Pflanzen laufen nun aus.
    Monsanto verdient an dem ganzen Roundup-Zeugs kaum noch was, da die Konkurrenz den Preis drückt.

    Vermutlich wäre Monsanto der Gewinner eines Verbots – schließlich haben die schon ganz andere Mittelchen in der Pipeline.

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