Freestyle Grünkohlsalat – altes Gemüse neu interpretiert

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Grünkohlsalat

Seit ein paar Jahren und durch die Reisen in die USA inspiriert, stehe ich total auf Grünkohl. In meiner alten Heimat, dem wundervollen Münsterland, kennt man Grünkohl klassisch mit Pinkel (Mettenden). Das ist ja nu gar nicht meins, dennoch lockt jedes Jahr das grobe Grün meinen Gaumen 😉

Grüner Kohl, was nun!?

Nachdem ich nun ein paar Jahre die klassische Form von Grünkohl in veganisierter Form zubereitet habe, will ich nun mein persönliches Küchenangebot erweitern. In den USA begegnete mir der grüne Kohl bereits auf verschiedenste Art und Weisen. Als Pasta-Gericht, Salat, Lasagne, im Smoothie, mit Chili und Süßkartoffeln, als Chips und und und. Davon angefixt ging ich zu meinem Gemüsedealer des Vertrauens – ein Marktstand mit saisonalen und regionalem Gemüse- und Obst-Angebot – und wählte einen wunderschönen Grünkohl Strauß aus 😉

Im Vorfeld hatte ich bereits ein Wenig das Netz nach inspirierenden Rezepten durchsucht, jedoch nichts wirklich ansprechendes gefunden. Hier und da schaute ich mir ein paar Tipps ab und legte dann ganz einfach freestylemäßig los. Heraus kam ein eigenes Rezept für einen, wie ich finde, echt leckeren Grünkohlsalat.

Ungewöhnlich guter Grünkohlsalat

Auch wenn der ein und die andere nun die Nase rümpft und sich fragt: Grünkohl als Grünkohlsalat!? Wie soll das gehen? Ganz einfach ist die Antwort. Einfach einen frischen Grünkohl holen und loslegen. Wie gesagt… Ich ging recht freestylemäßig ran. Nichtsdestotrotz habe ich mein Rezept festgehalten. Dies ist, wie immer, nicht in Stein gemeißelt und kann gern nach Geschmack und Ideen erweitert werden.

Zutaten

  • 600 g Grünkohl Blätter
  • 1,5 EL Oliven Öl
  • 1 EL Haselnuss Öl (ein Mitbringsel aus Kanada)
  • 3 EL Joghurt (Mein Tipp: Sojola natur)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Mango Essig (gibt´s u.a. in Münster auf dem Markt beim Oliven Stand)
  • 1 TL (gehäuft) Senf
  • 1 TL Soja-Sauce
  • 1 ordentlicher Schuss Agaven-Sirup
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Handvoll Sesam Körner

Zubereitung

  1. Grünkohl Blätter vom Strunk abtrennen und gründlich waschen.
  2. Von den Blatt-Stängeln mundgerechte Stücke der Blätter abzupfen und in ein Salatschleuder geben.
  3. Die abgezupften Blätter nochmals waschen und mittels Salatschleuder trocknen. Anschließend in eine große Schüssel geben.
  4. Öle, Joghurt, Zitronensaft, Essig, Soja-Sauce, Senf, Sirup, Salz und Pfeffer in eine leeres Glas geben und zu einem Dressing schütteln, abschmecken und gfls. nachwürzen. Mein Tipp: Ich weiß gar nicht genau, woher ich diesen Tipp habe. Aber er ist Gold wert. Einfach alles Zutaten für ein Dressing in ein leeres sauberes Glas (Marmeladen-, Gurken- o.ä. Glas) geben und für das Vermengen schütteln schütteln schütteln 😉
  5. Das fertige Dressing über die gezupften Grünkohl Blätter geben, ordentlich vermengen, Sesam drüber streuen und eine Stunde ziehen lassen. Ab und an den Grünkohlsalat wenden.

Wenn ich mir den Grünkohlsalat so anschaue, kommen mir direkt weitere Ideen. Man könnte getrocknete Tomaten hinzufügen, mit Nüssen einen anderen Biss und Geschmack erzeugen, vielleicht mal Paprika hinzufügen… Oder oder oder 😉

Only Kale can safe us now!

Ich habe sogar ein Shirt mit diesem Spruch. Die Amerikaner schwören auf den gesunden Kohl und auch in Deutschland wird er immer attraktiver. Die Frankfurter Rundschau titelte mit „Grünkohl ist der neue Kaviar“  – Wobei hier der Kohl definitiv die vertretbarere und zudem noch gesündeste Form von Genuss ist. So verfügt der grobe Kohl über zahlreiche Vitamine und Spurenelemente, die sich in dieser Anreicherung in keinem anderen Gemüse finden werden.

Ein gesunder Trend also, den ich gern unterstütze. So werdet ihr hier in Zukunft immer mal wieder was leckes zum Grünkohl und aber auch anderen alten Gemüsesorten finden. Probiert doch einfach mal aus und brecht mit den traditionellen Gerichten… Es lohnt sich und sorgt für Spannung auf dem Tisch.

Ich freue mich schon auf eure Ideen und Rezepte. Lasst von euch hören bzw. lesen 😉

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