Islands Tiere freuen sich – Streiks der Veterinäre verhindern Schlachtungen

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Als flächenmäßig zweitgrößter Inselstaat in Europa zählt Island rund 325.000 Einwohner. Aufgrund heftiger Streiks der Beschäftigten aus der Nahrungsmittelindustrie wird zurzeit kein Tier in den heimischen Betrieben geschlachtet. Ebenso ist der Im- wie Export tierischer Produkte gänzlich zum Erliegen gekommen. Die Tiere freut es.

Sind die Isländer bald alle Vegetarier?

Ein großer Teil der isländischen Wirtschaft hängt von der Fischerei und Tierzucht ab. Seit April ist diese Sparte jedoch gänzlich zum Erliegen gekommen. Die Veterinäre fordern ein erhöhtes Grundeinkommen und sind daher kollektiv in den Streik getreten. Aufgrund der dortigen Gesetzeslage dürfen daher Schlachtbetriebe ohne die Anwesenheit von Tierärzten keine Schlachtungen mehr vornehmen. Experten rechnen damit, dass spätestens mit Ende Mai tierische Produkte zum Großteil vom Speiseplan verschwunden sein werden.

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Kommentare

  1. Iuditha Balint meint

    Liebe Redaktion,

    habt vielen Dank für diese teils guten Nachrichten Aber ganz ehrlich: „Islands Tiere freuen sich“ bestimmt nicht, wenn sie in Mastbetrieben stecken. Sie würden sich freuen, wenn sie frei wären. So aber kann von Freude nicht die Rede sein. Daher wäre bei der Wahl des Titels Vorsicht geboten. Bei mir hat z. B. die Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt einen ziemlich verstörten Eindruck hinterlassen.

    Eine Stelle des Berichts hört sich zudem an, als basiere sie auf ein Interview mit den Tieren („Die Tiere freut es“).

    Ich hoffe, ihr versteht meine Anmerkungen als konstruktive Kritik, denn ich lese euch wirklich sehr, sehr gerne. Aber gerade weil ich euch gerne lese, und weil es so wenige vegane Nachrichtenseiten gibt, finde ich, dass man neben dem Inhalt des Geschriebenen auch auf seine Qualität achten soll. Es ist ja wie mit veganen Speisen: Nicht alle sind gut, nur weil sie vegan sind.

    Mit freundlichen Grüßen

    Iuditha

    • meint

      Hallo liebe Iuditha,
      vielen lieben Dank für dein konstruktives Feedback. Da stimme ich dir natürlich voll zu, dass es auf KEINEN Fall erfreulich ist, wenn man als Lebewesen in einem Mastbetrieb steckt bzw gesteckt wird. Die Berichterstattung mit dem verwendeten Titel soll lediglich darauf Bezug nehmen, dass unter den momentan vorherrschenden Bedingungen keine Schlachtungen durchgeführt werden. Dies ändert aber wie von dir bereits gesagt nichts an den Zuständen in den Betrieben selbst.

      Zudem freut es mich sehr zu hören, dass du eine treue Leserin von unserem Blog bist.

      Liebe Grüße
      Michael

      • Iuditha Balint meint

        Danke, lieber Michael, für deine Antwort! Ich freue mich auf weitere Nachrichten von euch.
        Frohes Schaffen und liebe Grüße
        Iuditha

  2. Sol meint

    Hallo Michael,
    aber was ist, wenn der Streik vorüber ist?
    Wenn es dann wenigstens einige Vegetarier / Veganer mehr gäbe, wäre es prima.;-))

    Meine Befürchtung geht leider nur in die ganz andere Richtung:
    Streik vorbei, dann doppelt soviel Schlachtungen um den Markt wieder zu beleben, zudem noch billigere Fleischangebote, um Kunden zurückzuholen… :-(((
    LG Sol

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