Kampagne gegen Tierversuche – Dein Bild zur Verbesserung des Österreichischen Tierschutzgesetztes

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Tierversuche in Österreich
Bis Ende 2015 muss der Einsatz des neuen Kriterienkataloges für Tierversuche entwickelt sein. Dieser ist seitens des Wissenschaftsministeriums (BMWFW) leider mehr als dürftig ausgefallen. Deshalb ruft der VGT zu einer Kampagne auf, um hier Verbesserungen zu erzielen. Jetzt ist euer Einsatz gefragt!

Keine ethische Hürde bei der Genehmigung von Tierversuchen

Im September 2010 ist die EU-Richtlinie 2010/63 erlassen worden. Dadurch musste Österreich bis Ende 2012 eine ethische Evaluierung von Tierversuchen in das aktuelle Tierschutzgesetz integrieren. Bis Ende 2015 hat das Wissenschaftsministerium (BMWFW) die Möglichkeit, den ab Mitte 2016 geltenden Kriterienkatalog zu formulieren. Drei Jahre lang arbeitete ein Expertenteam des Messerli-Forschungsinstitus der Universität Wien deshalb an einem umfassenden Fragebogen, welcher die ethische Notwendigkeit von Tierversuchen zu prüfen vermag. Dieser enthielt rund 100 Fragen, welche nach einem Punktesystem ausgewertet werden könnten. Leider gab nun im Herbst 2015 das Ministerium den aktuellen Entwurf heraus. Dieser enthält lediglich 9 (!) Fragen. Ebenso kann damit nicht die gesetzlich festgeschriebene Schaden-Nutzen-Abwägung erfolgen und ist somit sogar gesetzeswidrig.

Wissenschaftsminister Mitterlehner anscheinend gegen ethische Reform

Es ist unwahrscheinlich, dass durch den aktuellen Fragenkatalog tatsächlich Tierversuche aus ethischen Gründen abgelehnt werden können. In der Praxis wird es weiterhin genügen, formalen Anforderungen zu entsprechen, um unethische Versuche durchführen zu dürfen. Reinhold Mitterlehner (Wissenschaftsminister) zeigt sich hier durch seine Antwort auf einen offenen Brief leider verschlossen. Damit stellt er sich klar hinter die Tierversuchsindustrie, welche den aktuellen Entwurf mehr als lobt. Schnell wird hier klar, dass 3 Jahre an intensiver und kostspieliger Arbeit im wahrsten Sinne „für die Katz“ waren und damit ausschließlich einer Art Besänftigung von Kritikern dienen sollte.

Reinhold Mitterlehner äußerst sich u. a. wie folgt dazu:

Aus Sicht des BMWFW gab es ausreichend Zeit und umfangreiche Möglichkeiten der Partizipation und der Einbringung von konkreten Vorschlägen, sowohl in den Stakeholder Workshops im Rahmen des wissenschaftlichen Projekts des Messerli-Forschungsinstituts als auch im Begutachtungsverfahren. Eine weitere Verlängerung des Prozesses ist im Sinne der gesetzeskonformen Vorlage der Verordnung bis 31. Dezember 2015 nicht zu verantworten.

Dein Bild als Zeichen gegen unethische Tierversuche

Bürger können aufgrund der bereits verstrichenen Frist zur aktiven Stellungnahme keinen direkten Einfluss mehr nehmen. Dennoch liegt der Entwurf nach wie vor zur Bearbeitung im BMWFW vor. Engagierte Menschen können hier möglicherweise noch mit aktivem Protest das Schlimmste verhindern. Der VGT hat auf seiner Facebook-Seite eine Galerie eingerichtet, in welcher Tierversuchsgegner ihren Protest kund tun können.

Bitte helft auch ihr mit: Einfach ein Foto von euch mit (Stoff-)Tier und einem Schild mit einer gut lesbaren Botschaft für den Minister machen und es an franz.gratzer@vgt.at senden. Dieses erscheint sodann in der Facebook-Galerie des VGTs.

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