Kann man einen Hund vegan ernähren? – Interview mit Dr. med. Henrich

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Kann man einen Hund vegan ernähren? Diese Frage wird vermehrt gestellt und heftig diskutiert. Mein Interviewpartner, Dr. med. Henrich, hat eigene, langjährige Erfahrungen mit veganer Hundeernährung gesammelt. Er gibt in diesem Interview Einblicke und wertvolle Tipps zur veganen Ernährung von Hunden und Haustieren.

Kann man einen Hund vegan ernähren?

Sabine: Hallo Herr Dr. Henrich! Danke, dass sie sich Zeit für unser Interview nehmen.

Dr. med. Henrich: Gerne!

Sabine: Herr Dr. Henrich, wieviele Hunde haben sie? Seit wann werden diese von Ihnen vegan gefüttert?

Dr. med. Henrich: Bis 2012 hatte ich Felix, der seit 1996 vegan ernährt wurde und ein Alter von 19 Jahren erreichte. Seit 2012 habe ich Bruno und seit 2013 Trufa, beides Tierschutzfälle aus Spanien. Sie wurden beide seit ihrer Ankunft bei mir vegan ernährt.

Sabine: Wie kam es dazu? Die gängige Meinung ist ja, dass Hunde Omnivoren sind und diese hauptsächlich Fleisch zur Deckung ihres Energiebedarfs benötigen.

Dr. med. Henrich: Wenn man sich als Tierschützer sieht, dann kann man die zu schützenden Tiere nicht ausbeuten, aufessen oder an seine Haustiere verfüttern. Folglich musste ich eine Lösung für mich und meinen Hund finden. Auch als Arzt glaubte ich damals, wie heute noch die meisten Ärzte, noch an den Mythos, dass Fleisch, Fisch und Milchprodukte zu einer ausgewogenen gesunden Ernährung gehörten. Also beschäftigte ich mich selbst intensiv mit Ernährungsphysiologie und den ernährungswissenschaftlichen Studien. Um es abzukürzen: Am Ende meiner sehr sorgfältigen Studien kam ich zu dem klaren Ergebnis, dass eine abwechslungsreiche gut geplante vegane Ernährung nicht nur für mich selbst, sondern auch für meinen Hund am gesündesten ist. Damit nicht genug, im Laufe der Zeit kam ich sogar zu der Erkenntnis, dass die vegane Ernährung die einzig gesunde Ernährungsform für Menschen und Hunde darstellt. Denn eine Ernährung kann nicht gesund sein, wenn schädliche Bestandteile wie Tierprodukte enthalten sind.

Sabine: Was halten sie vom „barfen“?

Dr. med. Henrich: Nichts! Aus ethischen und gesundheitlichen Gründen.

Die Fakten sprechen für eine vegane Hundeernährung

Sabine: Welchen Hintergrund hat es, dass Sie auf die pflanzliche Ernährungsweise für ihre Hunde zurückgreifen?

Dr. med. Henrich: Der in der Regel bessere Gesundheitszustand vegan ernährter Haustiere, aber auch der gut vegan ernährten Menschen, ist ganz einfach erklärbar. Der Unterschied liegt nicht im Nährstoffgehalt, denn Menschen und Tiere erhalten sowohl durch richtig zusammengestellte fleischhaltige Nahrung als auch durch richtig zusammengestellte vegane Lebensmittel alle erforderlichen Nährstoffe. Der Unterschied zwischen beiden Ernährungsarten und der gleichzeitige enorme Vorteil der veganen Kost liegt vielmehr darin begründet, dass vegane Nahrung im Vergleich zu omnivorer Nahrung viel weniger gesundheitsschädliche Substanzen und weniger Giftstoffe enthält. Denn nach Untersuchungen des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und nach Untersuchungen französischer Gesundheitsforscher stammen bereits in humanen Nahrungsmitteln ca. 92 % aller Giftstoffe aus Tierprodukten! In Tierfuttermitteln kommen zusätzlich noch die Schlachtabfälle hinzu, die für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet sind. Entscheidend sind aber die Forschungsergebnisse von Professor Campbell und anderer Wissenschaftler, die in Untersuchungen auch an Tieren feststellten, dass gefüttertes Tierprotein der stärkste Förderer von Krebs auch bei Tieren ist. Die von Natur aus in Tierprodukten enthaltenen Hormone sind ebenfalls starke Förderer des Krebswachstums. Auch Biofleisch und Biomilch enthalten natürlicherweise diese krebsfördernden Substanzen!

Sabine: Durch das Lesen welcher Literatur haben sie sich mit dem Thema auseinander gesetzt? Können sie unseren Lesern diesbezügliche Literatur empfehlen?

Dr. med. Henrich: Auf meiner Website ProVegan.info habe ich alle relevanten Informationen zur veganen Haustierernährung zusammengefasst. Besonders interessant ist der Artikel des Tierarztes Dr. Andrew Knight  und das Buch „China Study“ von Professor Campbell.

Sabine: Haben sie jemals daran gezweifelt „das Richtige“ für ihre Hunde zu tun?

Dr. med. Henrich: Nein. Die ernährungswissenschaftlichen Daten sind erdrückend. Auch die Erfahrungsberichte mit vegan ernährten Hunden sind durchwegs positiv. Mein eigener Hund wurde mit oder besser gesagt durch vegane Ernährung 19 Jahre. Der älteste Hund der Welt laut Guinness Buch wurde 27 Jahre und wurde ein Leben lang vegan ernährt.

Sabine: Was halten sie von der Aussage „Wir haben nunmal die Verantwortung für sie (die Hunde) und sollten sie artgerecht ernähren.“

Dr. med. Henrich: Stimme dem voll zu. Nur verstehen offenbar die wenigsten Tierhalter, was „artgerecht“ ist. Fleischfütterung als „artgerecht“ zu bezeichnen, ist eine ideologische Verblendung und daher völliger Unsinn. Offensichtlich bestehen erhebliche Irrtümer darüber, was der so oft missbrauchte Begriff „artgerecht“ bedeutet. Artgerecht ist eine Ernährung dann, wenn sie dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stellt, die es für ein gesundes und langes Leben braucht, und wenn keine schädlichen Substanzen aufgenommen werden. Es kommt also ernährungsphysiologisch nicht darauf an, WOHER ein Tier die Nährstoffe erhält, sondern DASS es alle Nährstoffe erhält und DASS es so geringe Mengen an schädlichen Nahrungsbestandteilen wie möglich aufnimmt. Das ist bei einer richtig zusammengestellten veganen Fütterung in optimaler Weise der Fall.

Sabine: Wie oft werden ihre Hunde vom Tierarzt durchgecheckt?

Dr. med. Henrich: Jährlich. Schönes Fell und exzellenter Gesundheitszustand werden immer attestiert.

Sabine: Wie füttern sie? Nutzt sie Fertigfutter? Wenn ja, weches? Kochen sie frisch? Wenn ja, was kochen sie?

Dr. med. Henrich: Morgens und mittags füttere ich etwas veganes Trockenfutter (AmiDog, Hundetrockenfutter Benevo). Am späten Nachmittag bzw. frühen Abend erhalten die Hunde eine Mischung aus verschiedenen rohen Gemüsen (Möhren, Paprika, Brokkoli, Spinat, Fenchel), Früchte (Apfel, Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Banane) und gekochten Gemüsen (Brokkoli, Fenchel, Kürbis, Spinat, Paprika, Möhren, Hirse, Kartoffel, Süsskartoffel, Aubergine, Reis), aber auch Linsen, Kichererbsen und Bohnen, welche ich in einem Mixer zusammen mit Reismilch (mit Kalzium angereichert) zerkleinere. Dazu gebe ich noch Tofu und/oder ein veganes Proteinpulver, Leinsamen, wenig Leinöl, wenig Olivenöl, Vitamin B12, eine ganz kleine Prise jodiertes Salz, Carnitin, Taurin, Vegedog (Pulver mit Vitaminen und Mineralstoffen für den Hund) und Vegeyeast. Diese Mischung wird einmal in der Woche im Mixer hergestellt, sofort eingefroren und jeden Tag frisch aufgetaut. Man kann natürlich auch jeden Tag frisch kochen. Abends erhalten dann beide immer noch einen leckeren veganen Kauknochen. Anschliessend freuen sich beide, dass sie von mir mit der leckeren veganen Hundezahnpasta „Herbax“ die Zähne geputzt bekommen.

Sabine: Was mögen ihre Hunde besonders gerne?

Dr. med. Henrich: Mein selbstgemachtes Futter und die veganen Kauknochen mögen sie besonders. Wenn es an der Zeit ist, ich aber noch am Schreibtisch sitze, werde ich mit der Nase angestupst und aufgefordert, doch endlich das vegane Futter zu servieren.

Sabine: Was ist giftig für Hunde und sollte auch bei einer pflanzlichen Nahrung nicht gefüttert werden?

Dr. med. Henrich: Aus der einschlägigen Literatur habe ich folgende Stoffe bzw. Nahrungsmittel entnommen, die man einem Hund nicht geben sollte:

  • Weintrauben und Rosinen
  • Schokolade
  • Zwiebeln
  • Knoblauch (umstritten)
  • Avocado
  • Kakao
  • Nikotin
  • Obstkerne
  • rohe Bohnen und rohe Kartoffeln
  • Süßstoff Xylit bzw. Xylitol

Bitte beachten Sie, dass Xylit auch häufig in Vitamin-B12-Nahrungsergänzungspräparaten enthalten ist. Ihr Hund braucht auch Vitamin B12, aber schauen Sie darauf, dass dort kein Xylit enthalten ist. Es ist für Hunde sehr giftig.

Sabine: Worauf sollte man besonders achten?

Dr. med. Henrich: Ausser veganem Futter ausreichend Bewegung und immer frisches Wasser!

Sabine: Bitte noch ein abschließendes Statement.

Dr. med. Henrich: Eine Bitte: Werden Sie und Ihre Haustiere vegan. Es ist ganz einfach. Sie ändern lediglich Gewohnheiten. Es ist die wirksamste Methode um auf friedfertige Weise den wichtigsten Beitrag für Klima, Umwelt, Tiere, Menschen und die eigene Gesundheit zu leisten. Und werden Sie nicht einfach nur vegan, sondern ernähren Sie sich und Ihre Tiere gesund vegan, um die ganzen Vorteile für Ihre Gesundheit und die Ihres Tieres erleben zu können.

Das sind die beiden veganen Hunde von Dr. med. Henrich

Weitere Informationen zur Frage „Kann man seinen Hund vegan ernähren?“

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Kommentare

  1. VegeDog meint

    Ich habe selbst eine Hündin und eine Katze, die vegan ernährt werden und kenne auch bereits einige andere, die es auch so händeln, teilweise schon seit vielen Jahren. BARF erschien als gute Lösung, als nur der Hund als Konsument betrachtet und als Wolf verklärt wurde, aber ist nicht mehr zeitgemäß, seit bekannt ist, dass eine vegane Ernährung nicht nur dem Hund, sondern auch allen übrigen Tieren gerecht wird. Meiner Meinung hat der Trend zur fleischlastigen Ernährung von Hunden bald ein Ende, durch das engagierte Zutun von KlimaschützerInnen und TierrechtlerInnen. Es gibt bereits jetzt ein beachtliches Sortiment veganer Tiernahrung, das in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und auch bald den gewöhnlichen Supermarkt erreichen wird. Viel Spaß bei der Ernährungsumstellung 😉

  2. Caro meint

    Hallo,

    ich habe vor vier Wochen eine junge, einsame Mischlingshündin adoptiert.
    Sie ist etwa sieben Monate alt.
    Ernähre sie von Anfang an vegan hier (Benevo Welpenfutter, Yarrah, AmiDog, gemischt mit Selbstgekochtem und etwas rohem Salat, Obst, Gemüse, Hefeflocken, Algen, Leinsamen, Ölen etc).
    Sie liebt es und gedeiht, auch laut Tierarzt, prächtig.
    Doch wenn sie mal Eierschalen oder Knochen auf einem Komposthaufen findet, saugt sie das förmlich in sich rein.
    Deswegen frage ich mich, ob die Kleine vielleicht doch auch was „Tierisches“ braucht, oder ob diese Gier nur von ihrer Vergangenheit als Streunerin kommt.

    Außerdem ist ihre Kotmenge wirklich enorm. Sie scheidet vier bis sechsmal täglich echt riesige, oft auch ziemlich weiche Haufen aus. Häufig brauche ich für eine dieser Massenentleerungen sogar zwei Kotbeutel zum Beseitigen. Durchfall hatte sie zwar noch nie, doch mir kommt es vor, als würde weit mehr aus ihr hinten rauskommen, als ich vorne rein gefüttert habe 😉

    Viele sagen, dass so große Kotmengen beim Hund darauf hindeuten, dass das Futter nicht richtig verwertet wird, sondern quasi unverarbeitet durchrutscht.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bei veganer Ernährung viel mehr und weicherer Stuhl produziert wird.
    Und es gilt humanmedizinisch als gesund, öfter aufs Klo zu müssen und mehr zu produzieren.
    Doch Hunde haben ja ein ganz anderes Verdauungssystem, als wir Menschen…

    Was ist Ihre Meinung dazu?

    Danke im Voraus für Ihre Hilfe.
    Freundliche Grüße
    Caro

    • Tanja meint

      Meiner macht auch so große Haufen.
      Das liegt aber glaube ich daran, dass im Futter genügend Ballaststoffe enthalten sind. Und die rutschen einfach durch, sollen sie ja auch. :)
      Dass sie trotzdem noch Knochen etc frisst, wenn sie welche findet, ist normal. Es riecht für sie einfach gut.
      Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ein Mangel vorliegt.
      Aber du kannst ja zur Sicherheit einfach ein Blutbild machen lassen.
      Gruß
      Tanja

    • Ernst Walter Henrich meint

      Auf Bitte von Frau Kampmann nehme ich kurz Stellung:

      Was Menschen mögen (z.B. Süssigkeiten oder Alkohol), ist nicht immer gesund. Deshalb kommt man ja auch nicht auf die Idee, dass der Körper Süsses oder Alkohol braucht, auch wenn manche Menschen beides „förmlich in sich rein saugen“.

      Natürlich ist die Kotmenge viel grösser, weil nur Pflanzen Faserstoffe enthalten. Ich wüsste nicht, welcher Nachteil dadurch entstehen könnte? Es sind ernährungsphysiologisch nur erhebliche Vorteile denkbar.

      Die Aussage, dass das Futter bei grossen Kotmengen nicht richtig verwertet wird, ist völlig falsch. Faserstoffe werden nicht „verwertet“ und müssen ausgeschieden werden. Die Verwertung der Nährstoffe ist dann am besten gewährleistet, wenn man das Futter im Mixer püriert. Wenn bei veganer Ernährung das Futter nicht verwertet werden könnte, würde der Hund abnehmen und/oder krank werden. Das Gegenteil ist aber bei veganen Hunden der Fall.

      Menschen und Hunde sind omnivor. Von einem grundsätzlich anderen Verdauungssystem kann man daher nicht sprechen. Selbst wenn, es kommt auf das Endergebnis an:

      Vegan ernährte Hunde werden älter und sind in aller Regel gesünder, trotz grosser Kothaufen:-) Die Verwertung der Nahrung kann also nicht so schlecht sein. Ausserdem beteiligt man sich bei einer veganen Fütterung nicht an der Schlachtindustrie. Denn ethisch ist es unerheblich, ob man das Fleisch in seinen eigenen Mund oder in den des Hundes schiebt.

  3. Sascha Hendriks meint

    Wir ernähren unseren Hund Henry, einen fast zwei Jahre alten Schäferhund-Husky-Mischling, seit seinem 3 Lebensmonat rein vegan. Wir waren anfänglich unsicher, ob wir das Richtige für den Hund tun. Wenn man sich jedoch Henry heute anschaut, haben meine Freundin und ich das sehr starke Gefühl, dass wir alles richtig gemacht haben. Henry hat die Figur eines Athleten, sein Fell ist weich und er duftet einfach nur angenehm. Wir waschen ihn – wenn überhaupt – nur mit klarem Wasser. Der Kot – übrigens ebenfalls sehr erstaunliche Portionen – stinkt kaum und seine ‚Hundepfurze‘ riechen überhaupt nicht. Manchmal fragen wir uns, ob er überhaupt pfurzt… aber er tut es. Mundgeruch hat er auch nicht, es sei denn, er hat gerade intensiv seinen ‚kleinen Freund‘ geputzt, dann riecht er aus dem Maul gelegentlich nach geräucherter Makrele. 😉 Auch ist uns aufgefallen, dass Henry eine recht gesunde Einstellung zum Essen hat. Er schlingt nicht innerhalb von wenigen Augenblicken seinen Napf leer, sondern er frisst sehr achtsam und langsam. Wenn er satt ist, lässt er häufig noch Futter im Napf übrig, selbst wenn es sich dabei um sein über alles geliebtes ‚Carniwuff oder -wau‘ handelt. Henry ist ein sehr ausgeglichener, friedlicher Hund, der voller wunderbarer Energie ist. Und wenn er mit seinem besten Freund Benny oder anderen Hunden in unserem Garten oder auf der Hundewiese herumtollt, ist es – nicht nur für uns – eine wahre Freude, ihm dabei zuzuschauen. Auf Basis unserer bisherigen Erfahrungen würden wir empfehlen, es zumindest mit einer veganen Ernährungsweise für den eigenen Hund zu versuchen. Dann obliegt es jedem selbst zu entscheiden, wie er seinen Hund weiter füttern möchte. Hier sollte jeder auf sein Gefühl vertrauen. Wir empfinden die Aussicht, dass Henry noch sehr lange ein Teil unserer Familie sein kann (vielleicht sogar 19 Jahre oder noch länger!) als wunderschön. Und wenn eine vegane Ernährungsweise ihn davor bewahren kann, dass er – wie so viele andere Hunde – frühzeitig an Krebs erkrankt, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Da Henry noch sehr jung ist, sind wir gespannt, welche Erfahrungen wir mit ihm (und seiner Ernährungsweise) noch machen werden. Viele Grüße aus Bielefeld.

  4. Sol meint

    Liebe Sabine,
    da unsere Hündin krank ist, bin ich sehr an der Meinung von Dr. Heinrichs interessiert.
    Könntest Du bitte meine Schilderung an ihn weiterleiten? Vielen Dank.
    Also:
    Labbymix, 16 J., hat(te) Histiozytome, gutartig.
    Besuch beim THP war ein Desaster, hat mehr geschadet als genutzt.
    Also wieder zu TA, Cortison, Antibiotika, alles was ich nicht wollte.
    Aber siehe da: alles heilte ab! Waren total platt!
    Und: dem Hund gehts prächtig.
    Nun wollen wir natürlich die Cortsiondosis peu a peu reduzieren und fragten uns, wie es gehen könnte, ohne dass die Tumore wieder wachsen.
    Und dann einerseits die Überlegung auf vegane Ernährung umzustellen, aber da sie schon so alt ist, zögerten wir noch.
    Bekamen dann einen Tipp, auf den sich meine Frage bezieht:
    uns wurde für das Tier die „Öl-Eiweiss-Kost“ als Krebsprophylaxe nach Butwig empfohlen, die mir als Veganerin sowas von überhaupt nicht zusagt, aber die Erfahrungen anderer Hundehalter haben überzeugt.
    Nun bekommt sie mehrmals täglich dieses Magerquark-Leinöl-Gemisch, und sie saugt es auf wie nen Schwamm.
    Sie liebt es erstaunlicherweise, ihr Fell glänzt wieder etc.
    Dennoch kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass tatsächlich 500g Quark pro Woche (mindestens), auch wenn alles BIO ist, gesund sein soll.
    Wie könnte ich diese Öl-Eiweisskost veganisieren, und welche vegane Ernährung wirkt bei Tumoren dieser Art heilsam?
    Und ist es überhaupt ratsam, bei einem 16 jährigen Hund noch die Ernährung umzustellen?
    Vielen Dank für eine Antwort und viele Grüße
    eine etwas ratlose Sol

  5. Sandra Beckmann meint

    Ich bin ganz und gar nicht der Ansicht des Dr. Henrich.
    Als ich ihn jedoch kontaktierte um meine Frage zu erläutern warum er ein (meiner Meinung nach) nicht gerade tolles Futter (weil synthetische Vitamine und anscheinend extrudiert) empfiehlt und einmal nachzuhaken und meine Bedenken äußerte wurde er sofort ausfällig und war nicht bereit darauf einzugehen.
    Sehr unseriös sowas und sehr schade für die Veganer Szene!

  6. Ute meint

    Hallo,

    ich überlege gerade ob ich meine 5 Hunde umstelle und sie vegetarisch oder vegan ernähre.
    Habe sie erst mit Trockenfutter gefüttert, dann durch Empfehlung 3 Jahre gebarft. Bei der Qualität des Schlachtfleisches ,frage ich mich ob es so gesund ist sie damit weiter zu füttern?
    Außerdem haben wir uns entschieden selber unseren Fleischkonsum einzuschränken und ich kaufe nur noch aus artgerechter Haltung und es gibt 2-3 x die Woche Fleisch früher fast täglich, aber die Masttiere Vermehrung wollen wir nicht mehr unterstützen und somit auch unsere Hunde umstellen.
    Oder könnte man auch 2 x die Woche Pansen zum vegetarischem füttern?

    Wer würde mir helfen, die Futterzusammensetzung zu erarbeiten, ich traue es mir selber nicht so zu?

    Vielleicht gibt es jemand mit dem ich mich austauschen könnte! DANKE!

  7. meint

    Eine vegane Ernährung macht auch für Hunde Sinn wenn man die Tierqäulerei (was dann als Hundenahrung in den Topf kommt), die Umwelt und das Wohlbefinden des Hundes im Kopf hat. Wir haben 2 Hunde die seit 2009 vegan ernährt werden. Beiden geht es gut, haben ein tolles Fell und sind voll mit Energie. Wir überprüfen die Blutwerte regelmässig und sie sind alle wie sie sein sollen.
    2010 bekamen wir einen dritten Hund (gerettet), sie hatte Krebs und laut den Ärzten nur noch 1/2 Jahr zu leben. Von Anfang an bekam sie nur veganes Essen. Sie wurde 14 Jahre alt und starb in 2014 nachdem sie die halbe Welt bereist hatte. Seit Mitte 2015 haben wir unseren letzten Neuzugang. Er wird auch vegan ernährt und es bekommt ihm sehr gut, voll mit Energie, gutes Fell und Blutwerte bestens.
    In westlichen Ländern ist es kein Problem veganes Futter zu bekommen. In Deutschland ist es schon gar kein Problem.

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