Kükenschreddern bleibt erlaubt – Große Koalition lehnt Verbot ab

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In Deutschland landen jährlich rund 50 Millionen männliche Eintagsküken im Schredder. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt forderte bereits im Herbst ein Verbot dieser gängigen Methode. Gestern hat sich die große Koalition Deutschlands offiziell gegen dieses Verbot gestimmt.

Große Koalition lehnt Verbot von Kükenschreddern ab

In der Eierindustrie landen laut Angaben von Tierschützern rund 50 Millionen männliche Küken jährlich im Schredder. Schon lange wurde versucht, hier ein Verbot im Gesetzt zu verankern. Gestern Abend hat sich die große Koalition CDU/CSU sowie SPD eindeutig gegen eine gesetzliche Neuregelung ausgesprochen. Der CDU-Abgeordnete Dieter Stier begründet dies mit folgenden Worten:

Tierwohl verbessern geht nicht mit der Brechstange und mit Verboten, sondern nur gemeinsam mit den Tierhaltern. Ansonsten verlagern wir die Tierhaltung ins Ausland.

Koalitionspartner SPD spricht hingegen „nur” von einer Übergangslösung. Bis 2017 soll dennoch ein neues Konzept erarbeitet werden, um der Massentötung Einhalt zu gebieten.

Notwendigkeit einer Reform

Die Tierschutzorganisation PETA setzt sich schon lange für ein Verbot der Massentötung von männlichen Eintagsküken ein. Für die Eierindustrie sind diese Lebewesen unbrauchbar und werden deshalb sofort nach dem Schlüpfen vernichtet. Kükenschreddern ist eine gängige Praxis, bei welcher im Jahr 50 Millionen Küken auf grausame Art und Weise ums Leben kommen. Eine im März 2016 verhandelte Klage am Landesgericht Münster wurde jedoch bereits abgelehnt.

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