Mallorca verbietet Stierkämpfe – Das Aus für die blutige Tierquälerei

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Der Stierkampf (corrida de toros) hat in Spanien sowie in einigen anderen europäischen Ländern eine lange Tradition. Die neue Stadtverwaltung von Palma de Mallorca hat sich nun gänzlich gegen das grausige Blutvergießen ausgesprochen und kündigt an, zukünftig die Hauptstadt als stierkampffreie Zone zu deklarieren.

Das Aus für Stierkämpfe

Im „Coliseo“, der größten Arena Mallorcas finden rund 12.000 Zuseher platz. Neben wichtigen kulturellen Veranstaltungen wurden hier unzählige Stierkämpfe ausgetragen. Trotz heftiger Protester der Stierkampflobby hat sich Mallorcas neue Regierung nun offiziell für ein Verbot dieser grausamen Tradition ausgesprochen. Guillermo Amengual, Initiator der Tierschutzkampagne tituliert dieses Zugeständnis als großen Erfolg und sieht Palma dadurch als Vorbild für viele andere Orte in Spanien. Binnen weniger Monate haben rund 120.000 Bürger ihre Unterschrift für dieses Verbot geleistet. Somit wird 2015 das letztes Jahr sein, in dem auf der Insel Stierkämpfe ausgetragen werden.

Bürger schämen sich für ihre Tradition

Nicht nur rückläufige Zuseherzahlen sprechen dafür, dass der Stierkampf schnellsten von der Bildfläche verschwinden soll. Während vieler Veranstaltungen im letzten Jahr, mussten die Toreros wegen heftiger Proteste sogar mittels Polizeischutz in die Arenen geführt werden. Ebenso haben viele internationale Reiseveranstalter Ausflüge zu den Kämpfen aus dem Programm genommen. Die Stierkampflobby hat nun einen letzten Versuch unternommen, diese unsinnige Tierquälerei zu erhalten und bei der UNESCO den Kampf zwischen Stier und Torero als Weltkulturerbe beantragt.

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