Massentierhaltung – Erfolgreiches Volksbegehren in Brandenburg

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Ein halbes Jahr hatten die Bürger von Brandenburg Zeit, für das Volksbegehren gegen Massentierhaltung zu stimmen. Mit insgesamt 103.891 abgegebenen Stimmen ist das Anliegen nun offiziell Thema für den Landtag.

Das Volk gegen Massentierhaltung

posterDas Parlament hatte die Forderung zum Ende der Massentierhaltung in der Landtagssitzung am 18.03.2015 abgelehnt. So wurde vom Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg die Initiative „Stoppt Massentierhaltung“ ins Leben gerufen. Im zweiten Halbjahr 2015 wurden so schließlich 103.891 Stimmen gesammelt und damit das erforderliche Minimum von 80.000 weit überschritten. Der Landtag von Brandenburg ist nun verpflichtet, sich dem Thema zu widmen.

Die Aktion „Stoppt Massentierhaltung“

Die Initiatoren des Aktionsbündnis fordern konkret nach einer drastischen Verbesserung des Tierwohls und dem Stopp von Mega-Stallanlagen. Ganz konkret werden laut dem Volksbegehren folgende vier Punkte gefordert:

  1. Es dürfen ausschließlich art- und tiergerechte Haltungsverfahren gefördert werden. Dabei muss die Tierhaltung an die zur Verfügung stehende Fläche gebunden sein. Tierhaltungsanlagen ab einer bestimmten Größe dürfen gar nicht mehr gefördert werden.
  2. Verbot des Kupierens von Schwänzen bei Schweinen sowie Schnäbeln bei Hühnern! Wir müssen unsere Tiere endlich so halten, dass die Verhaltensstörungen Schwanzbeißen und Federpicken nicht mehr auftreten, statt die Tiere an die schlechten Haltungsbedingungen anzupassen!
  3. Benennung eines Tierschutzbeauftragten im Land Brandenburg! Es braucht einen von der Regierung unabhängigen Tierschutzbeauftragten, um auf Missstände in der Tierhaltung schnell, kompetent und wirksam reagieren zu können.
  4. Einführung eines Mitwirkungs- und Klagerechtes für anerkannte Tierschutzverbände! Tiere können ihre Rechte nicht selbst vor Gericht einklagen. Agrarinvestoren schon. Diese Ungerechtigkeit muss beseitigt werden, die Tierschutzverbände müssen die Rechte der Tiere auch vor Gericht vertreten dürfen!

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