Vegan im Vulkan(Krater) – Kurzurlaub im NaturPurHotel Maarblick

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NaturPurHotel Maarblick

Als gegenseitiges (verspätetes) Geburtstagsgeschenk waren mein Freund und ich im September auf der Suche nach einem schönen Hotel in Deutschland. Unsere Anforderungen an das kurzfristige Domizil waren: zauberhafte Landschaft drumherum, ganz viel Wellness und bitte nicht nur Brötchen mit Marmelade für die veganen Gäste zum Frühstück. Fündig wurden wir in der Vulkaneifel mit dem NaturPurHotel Maarblick. Dort liegen in einem Vulkankrater das kleine Dörfchen Meerfeld und das Meerfelder Maar. Das Dörfchen beheimatet etwas mehr als 600 Einwohner und hat ganze 17 Straßen, wie man direkt am Ortseingang lesen kann. Also sehr überschaubar und sehr ruhig, trotz dessen, dass das Hotel direkt an der Hauptstraße liegt und außerdem noch bikerfreundlich ist. Da röhrt es gelegentlich schon mal im Schwarm unterm Fenster, schlimmer fand ich persönlich aber den kleinen dauerplätschernden Brunnen direkt am Eingang. Da bekam ich nachts doch gelegentlich Stecker-zieh-Gelüste…

Über das NaturPurHotel Maarblick

Aber nun zu unserer kleinen Wellnessoase – dem NaturPurHotel Maarblick. Wir hatten ein schönes Zimmer mit gemütlichen Holzmöbeln, einem Apfel als Begrüßungs-Betthupferl und Blick auf das Meerfelder Maar. Es sah einfach grandios aus, wenn morgens der Nebel über dem See stand – das Aufstehen fiel direkt leichter. Ein weiterer Grund nicht erst zum Mittagessen aus der Koje zu kriechen, war dann tatsächlich auch das Frühstücksbuffet. Ein Kännchen Kaffee wartete schon an den uns am Vorabend „zugewiesenen“ Plätzen auf Morgenmuffel wie mich und ein Wort Richtung Küche und schon schwebte auch die Sojamilch dazu heran. Am Buffet selbst gab es einen großen Obstkorb, diverse Brot und Brötchensorten, Alsan-Margarine, mind. ein veganes Müsli, frische Säfte, Nüsse und Körner, Gemüse (konnte man sich auch anbraten lassen), mehrere Teesorten (die man tagsüber auch auf der regulären Karte fand), lustigerweise auch Edelsteinwasser, sehr leckere Gemüseaufstriche (ohne Hefe, sondern z. B. aus Oliven, getrockneten Tomaten, Avocados etc.) und zu unserer großen Überraschung sogar veganes Mett! Und das für uns Angenehmste war: bis aufs Müsli mussten wir nirgends nachfragen, was vegan ist, denn die veganen Speisen waren direkt gekennzeichnet. Bei den Marmeladen hätte man auch noch einzeln auf den Gläsern nachschauen müssen, aber wir waren schon mit dem hausgemachten veganen Pflaumenaufstrich mehr als glücklich.

Glänzende Verköstigung während viertägigem Arrangement mit Halbpension

Wir hatten ein viertägiges Arrangement mit Halbpension gebucht und durften uns dementsprechend jeden Tag auf ein 4-Gänge-Abendessen freuen, natürlich vegan. Auch hier wurden wir positiv überrascht. Auf der Weinkarte war bereits verzeichnet, welcher Wein vegan ist und natürlich gab es den abschließenden Cappuccino oder Kakao problemlos wieder mit Sojamilch. Die veganen vier Gänge waren ein Gedicht! Am ersten Abend gab es Gemüse aus dem Wok, Tomaten-Kokos-Suppe, Rucola-Risotto mit Cherrytomaten und als Dessert Mangosorbet in einem Bett aus Mangostücken. Unser Menü sowie die kleine Schiefertafel auf der dieses auf unserem Tisch angekündigt wurde, sorgte bei dem einen oder anderen Gast für Stielaugen. Am zweiten Tag erwartete uns ein kleiner Salat, Paprikasuppe, Vollkornpenne mit Gemüse und Apfelragout mit Mangosorbet. Am letzten Tag – ich begann bereits geistig die Entführung des Kochs zu planen – landete Räuchertofu auf hausgemachtem Traubenchutney, Minestrone, Belugalinsen mit Steckrübeneintopf und ein Pflaumen-Physalis-Dessert auf unseren Tellern. Ich bin ja nun nicht immer ein einfacher Esser und sowas wie den Räuchertofu mit Traubenchutney oder die Belugalinsen hätte ich freiwillig nie bestellt, aber es schmeckte alles durchweg unglaublich lecker und das auch fast ohne jegliche Ersatzprodukte.

Mittags waren wir nicht immer im Hotel und hatten uns deshalb auch schon mal am Frühstücksbuffet ein kleines Lunchpaket mitgenommen. Gegen die Spende von einem Euro bekommt man dort direkt die passenden Tüten und kann sich dann sein Tagespaketchen schnüren. Ist man nicht unterwegs, kann man im hoteleigenen Restaurant speisen. Auch dort sind auf der Speisekarte die veganen Gerichte direkt gekennzeichnet bzw. die Küche bereitet auf Wunsch (und wenn umsetzbar) auch eigene Zusammenstellungen zu. Mein Freund bekam so seine heißgeliebte Kürbissuppe und ich italienisches Gemüse mit einer Ofenkartoffel. Aber glaubt ja nicht, dass es das schon war mit der Kalorienzufuhr. Natürlich gibt’s auch noch eine Kuchenvitrine und natürlich auch wieder als vegan gekennzeichneten Kuchen… Die hausgemachten Cantuccini sind übrigens auch vegan. Kulinarisch waren wir also rundum versorgt. Im Nachbarort Manderscheid gibt es übrigens nicht nur schöne Burgen, sondern auch die Pizzeria „Il Castello“ mit einer kleinen Vegankarte. Aber die kann sich mit veganen Pizzen und Pasta wirklich sehen lassen! Wir haben sie leider erst kurz vor unserer Abfahrt entdeckt und hatten keine Möglichkeit mehr zum Testen.

Entspanntes Wellness-Programm im NaturPurHotel Maarblick

Aber wir waren ja nicht nur zum Essen dort… Samstags war Wellness angesagt! Das Hotel hat einen sehr schönen Saunabereich, in den mein Freund sehr schnell verschwand und irgendwann äußerst tiefenentspannt wieder auftauchte. Ich ließ mich derweil in warme Decken gepackt, bei leiser Musik und gedämpften Licht von einer sehr netten„Verwöhnfee“ maniküren, pediküren und massieren. Die verwendeten Pflegeprodukte sind Naturkosmetik von Martina Gebhardt und tragen das Häschen-Symbol vom IHTK. Außerdem ist der Großteil der Produkte vegan! Sonntags gab’s noch ein Badevergnügen für Zwei in Doppelbadewannen mit buntem Licht, ganz viel Blubber und zwei Gläschen Sekt. Wellness für Körper und Seele – und Badeschaumschlachten gab’s auch 😉

Das Meerfelder Maar und die umgebende Landschaft bieten Entspannung pur

Landschaftlich ist die Eifel unser Meinung nach auch ein Traum. Das Meerfelder Maar selbst lockte uns direkt nach der nervigen Autofahrt (fahrt bloß Landstraßen…) zu einem entspannenden Spaziergang. In der kleinen Hotellobby gibt es übrigens eine Bücherecke für Gäste, u. a. mit Reiseführern für die Eifel. Diese solltet ihr euch unbedingt ausleihen, sie enthalten tolle Ausflugstipps. Wir haben während unseres Aufenthaltes noch das Pulvermaar und die Sinterterrassen besucht und auf der Heimfahrt das Schalkenmehrener Maar und das Weinfelder Maar (Totenmaar) sowie das Kloster Maria Laach. Mehr war leider in der kurzen Zeit stressfrei nicht möglich.

Das NaturPurHotel Maarblick eignet sich perfekt für einen Kurzurlaub in der Vulkaneifel

Die Atmosphäre im Hotel selbst ist durchweg angenehm und vegane Wünsche treffen jederzeit auf offene Ohren. Die Zimmer sind sauber und freundlich und es wartet bei eurer Ankunft schon Dr. Feelgood auf euch. Dr. Feelgood ist ein Massagemännchen aus Acryl, das ihr zur gegenseitigen Massage nutzen und ggf. bei eurer Abfahrt auch käuflich erwerben könnt. Eine „Minibar“ gibt es in Form eines großen Kühlschranks auf dem Flur, in dem euch z. B. leckere Limonaden von „now“ erwarten. Frühstücken kann man bei gutem Wetter auch auf der Terrasse mit Blick in den kleinen Garten. In diesem könnt ihr auf Liegestühlen am Teich relaxen oder euch in den hängenden Sesseln Richtung Entspannung schaukeln. In diesem Hotel machen m. E. die kleinen Details einen guten Teil des Wohlfühlgefühls aus. Aber macht euch selbst ein Bild :-)

Ein paar Wermutstropfen gibt es leider für Veganer*innen auch. An fast jedem Maar trifft man auf diverse Angler*innen, am Frühstücksbuffet steht eine Stromfliegenfalle und die Kissen und Decken sind mit Daunen gefüllt. Hier würden wir uns noch wünschen, dass das Hotel auf tierfreundliche Alternativen umsteigt. Also, fragt beständig nach! 😉

Impressionen aus unserem Kurzurlaub in der Vulkaneifel

Text und Fotos stammen von Michaela Becker.

Kommentare

  1. meint

    Liebe Frau Becker,
    wir bedanken uns recht herzlich für den tollen Bericht, den Sie über uns verfasst haben!,
    Ich habe diesen nur durch Zufall gefunden…
    Anmerken zu der einzigen Kritik, die Sie geäußert haben möchte ich noch, daß wir auf Nachfrage selbstverständlich auch unser Landidyllisches Kissenmenü (Dinkel, Kräuterkissen etc.) und Kissen bzw Decken ohne Federn zur Verfügung haben. Einfach bei der Hotelreservierung schon bestellen. Ganz umstellen werden wir nicht, da wir uns als ein NaturPurHotel verstehen, wo ‚Normalos‘ , Veggies und Hundefans gleichermaßen einkehren-wir lieben diese Mischung. Aber es sollte für jeden etwas dabei sein…

    Also, gerne auf bald!
    Mit sonnigen Grüßen aus dem herbstlichen Meerfeld,
    Irina Weiler und das ganze MaarblickTeam

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