Das Geschäft mit dem Pferdeblut – Tierschützer decken grausame Tierquälerei auf

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Erst vor Kurzem haben Tierschützer aufgedeckt wie in Uruguay und Argentinien trächtige Pferde grausam gequält werden. Die Süddeutsche Zeitung1 berichtete.

Ihr Blut gilt in der Pharmaindustrie als wertvoller Rohstoff, da darin ein Hormon enthalten ist, welches die Zucht von Ferkeln beschleunigen kann.

In einer zehnminütigen Prozedur wird den Stuten Blut entnommen. Zuvor wird ihnen von einem Arbeiter eine große Nadel mit einem Schlauch in den Hals gesteckt. Viele brechen durch den erheblichen Blutverlust zusammen, niemand interessiert sich für die Qualen der Pferde.

Das Team der Tierrechtsorganisation Animal Welfare Foundation1 filmte am 16. April diesen Jahres auf einer Pferdefarm der Firma Syntex in Argentinien 5 Stunden eine komplette Blutentnahmesequenz von rund 350 Stuten, bei der mehreren geschwächten Tieren mit Holzprügeln ins Gesicht getreten wird (es existieren auf Seiten der Animal Welfare Foundation alleine 30 Minuten Filmmaterial zu reinen Prügelszenen), um sie nach der Blutentnahme wieder zu vertreiben.

Tausende Stuten werden gequält

Syntex gilt als Weltmarktführer für den Export von Pferdeblut-Produkten. Dafür werden tausende von Stuten gehalten. Sie werden so oft wie möglich befruchtet, denn nur wenn sie schwanger sind, kann ihnen das wertvolle Blutserum abgezapft werden, aus dem das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) gewonnen wird.

Pharmafirmen aus über 25 Ländern zählen zu den Beziehern, sie stellen daraus vor allem Hormonpräparate für die Ferkelzucht her. Die größten Abnehmer sitzen in den EU-Ländern, auch hierzulande.

Das Geschäft mit den Stutenhormonen ist aus Mangel an Gesetzen nicht kontrollierbar. Die Fohlen werden abgetrieben oder sterben ab durch die Anämie der Stuten.  Die ausgemergelten Stuten befinden sich in einem endlosen Kreislauf aus Ausbeutung, Folter und Zwangsbefruchtung.

Die Hormone werden für die Ferkelzucht eingesetzt

Bei der Ferkelzucht werden mit den PMSG-Präparaten zur Brunststimulation eingesetzt, der Zyklus der Sauen wird durch die Gabe verkürzt. Rund 95 Prozent der behandelten Schweine können dadurch kurz nach dem Wurf schon wieder brünstig werden.

Ein dreckiges Geschäft, das gerade erst ans Licht kommt, in seiner ganzen Grausamkeit kaum auszudenken. Höchste Zeit, dem einen Riegel vorzuschieben und so schnell wie nur möglich die notwendigen Gesetze zu verabschieden.

Artikel: Anne Reis, cardamonchai.com

Kommentare

  1. Katharina meint

    Ich kann mich an die menschliche Bereitschaft zu Grausamkeiten, die weltweit an Tieren ausgeübt werden, einfach nicht gewöhnen…Immer wieder bin ich geschockt, entsetzt, paralysiert und den Tränen nahe beim Lesen solcher Artikel. Wann hört das endlich auf…?? Es ist manchmal schwer, nicht zu verzweifeln und sich an den kleinen Erfolgen, die Tierschützer und Veganer peu à peu erzielen, hochzuziehen.
    Aber wir dürfen nicht aufgeben….diese armen Tiere brauchen uns und unsere Stimme.

  2. Sol meint

    Oh Grauen, davon hab ich noch nie gehört!!!
    Schlimmer geht anscheinend immer; weiß manchmal nicht mehr wohin mit meinem hilflosen Zorn!
    Möge eine berghohe zentnerschwere Petition diese verantwotliche quälende Brut unter sich begraben.
    Werde mal schauen, ob es nicht schon ne Petition dazu gibt, ansonsten verbreite ich diese Info,
    um igendetwas tun zu können!
    Vegane Grüße

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