Pflanzenkäse ist kein Käse – Landesgericht Trier hat das Urteil gefällt

Print Friendly

In einem Zivilverfahren hat das Landesgericht Trier einem Produzenten von veganer Kost nun untersagt, die Bezeichnung „Käse“ bzw. „Cheese“ zu verwenden. Laut Gerichtsentscheid sei die Vermarktungsstrategie des beklagten Unternehmens wettbewerbswidrig, denn in Käse muss Milch tierischen Ursprungs enthalten sein.

Landesgericht Trier: vegane Produkte sind kein Käse

Ein Verein zum Schutz vor unlauterem Wettbewerb hatte gegen ein Unternehmen aus der Eifel geklagt, welches vegane Produkte mit dem Namenszusatz „Käse“ vermarktet. Das Urteil vom Landesgericht Trier könnte eindeutiger nicht sein: „Wo Käse drauf steht, muss zwangsläufig Milch tierischen Ursprunges enthalten sein.“ Eine entsprechende Kennzeichnung auf der Verpackung sei nicht ausreichend. Man beruft sich hier auf die EU-Verordnung 1308/2013. Name der klagenden sowie beklagten Partei wurde allerdings nicht veröffentlicht.

Kommentare

  1. risikofaktor meint

    Und was ist mit Fleischkäse/Leberkäse? Soweit ich weiss, ist da keine Milch drin. Könnte man also auch mal gegen klagen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *