Sozialverhalten bei Rindern – von Wegen dumme Kuh!

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„Sie sind ein Rindvieh!“ – solch vermeintliche Beleidigungen können künftig guten Gewissens als Kompliment aufgenommen werden. Bereits vor fünf Jahren wurde im Fachjournal Animal Cognition eine Studie (http://link.springer.com/article/10.1007/s10071-010-0361-6) veröffentlicht, die sich mit dem Sozialverhalten von Färsen (junge Kühe, die bisher noch nicht gekalbt haben) auseinandersetzt und belegt, dass die Tiere Familienmitglieder anhand ihrer Gesichter erkennen können. Dazu wurden sieben Färsen jeweils zwei Fotos vorgelegt: Eine Aufnahme zeigte ein Tier aus der eigenen Herde, die andere eine fremde Kuh. Fünf Kühe aus der Testgruppe erkannten dabei die ihnen bekannten Gesichter und reagierten darauf mit auffälligem Schnüffeln, Lecken und Berühren – deutlich intensiver als bei den anderen Fotos.

In einem zweiten Test wurde einer Gruppe von acht Färsen 20 Fotos vorgelegt, aus denen alle erfolgreich drei Familienmitglieder und im späteren Verlauf sechs unbekannte Tiere auswählten. Insgesamt zeigt die durchgeführte Studie, dass Färse allein anhand von Bildern zwischen bekannten und unbekannten Kühen differenzieren können. Ferner wird belegt, dass Familienmitglieder bevorzugt werden, was für ein enges Sozialgefüge spricht.

Rinder sind ich-bewusster als angenommen

Das erstaunliche Verhalten verstärkt die These, dass Tiere weitaus ich-bewusster und intelligenter sind als von der breiten Bevölkerung vermutet. Die Intelligenz und Sozialkompetenz, die auch bei Schweinen stark ausgeprägt ist, belegt noch einmal, dass eine pflanzliche Ernährung und der konsequente Verzicht auf jegliche Produkte tierlichen Ursprungs der einzig gewissenhafte Weg ist.

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