Sag Nein zu Milch – Aktionstag in der Osnabrücker Innenstadt

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Sag nein zu Milch Osnabrück

Am vergangenen Freitag, dem 6. Juni, herrschte optimales Wetter für den Aktionstag gegen Milch in Osnabrück, den ich an anderer Stellte bereits angekündigt hatte. Die sommerlichen Temperaturen lockten eine Vielzahl von Osnabrücker_innen die die Große Straße, Osnabrücks „Einkaufsmeile“.

Sag Nein zu Milch – die Infokampagne

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Sag Nein zu Milch“ hatten die tierbefreier_innen Osnabrück einen Infostand angemeldet. Über die prekäre Situation der sogenannten Milchkühe und die Ausbeutungsverhältnisse der Milchindustrie wurde mit Flugblättern informiert und Pflanzenmilch, als Alternative zu Tiermilch vorgestellt und den Interessierten, zur kostenlosen Verköstigung ausgeschenkt. Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen möchte, sei auf die Infoseite der Kampagne verwiesen.

Vielseitige Unterstützung für Tierrechte

Neben den tierbefreier_innen Osnabrück halfen Aktivist_innen des Tierrechtstreffs Münster, der Inititiative für Tierrechte der Uni Osnabrück und Privatpersonen kräftig beim Ausschenken und Flyerverteilen. Der praktische Standpavillon wurde von der Initiative für Tierrechte dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Außerdem spendeten zwei Vertriebe mehr als 150 Liter Pflanzenmilch, weitere Produkte wurden ergänzend hinzugekauft. Die Organisator_innen möchten die Gelegenheit nutzen und allen Beteiligten und Unterstützer_innen herzlich danken.

Informationsbedarf ist vorhanden

Der Aktionstag war ein voller Erfolg. Einige hundert Infoblätter wurden verteilt und reichlich Pflanzenmilch ausgeschenkt.

Simon, von der Initiative für Tierrechte der Uni Osnabrück, fasst den Tag wie folgt zusammen:

Meiner Meinung nach war die Aktion ein voller Erfolg. Fast durchgehend standen Interessierte Menschen an unserem Infostand und informierten sich über die Thematik mit Hilfe der Flyer oder in direkten Gesprächen. Die Reaktionen reichten natürlich von Abneigung bis hin zu vollkommenem Verständnis und der hoffentlich eintretenden Erkenntnis über die wahre Bedeutung und Folgen der Milch. Go Green.

Viele Osnabrücker_innen hörten zum ersten Mal von pflanzlichen Milchalternativen , scheuten sich aber nicht, diese zu probierten. Die häufig gestellte Frage, gerade älterer Menschen, ob die rein pflanzliche Milchalternativetatsächlich laktosefrei sei, zeigt den enormen Informationsbedarf zu diesem Thema.

Herbert, vom Tierrechtstreff Münster war besonders verwundert:

wie schnell die Flyer unter den Leuten verteilt werden konnten. Besonders die jungen Menschen interessierten sich dafür, was mit der Milch denn so falsch sei. Die Fragen nahmen kein Ende. Besonders gefallen hat mir auch, dass viele Leute aufgeklärt werden konnten, was so alles für krankmachende Substanzen in der Milch zu finden sind. Nie wieder Milch, sagten diese dann. Es war ein voller Erfolg, der unbedingt weiter geführt werden sollte.

Die Lüge von der gesunden Milch und glücklichen Kühen

Wenig bekannt war vielen Besucher_innen des Infostandes, wie Herbert schon sagte, dass der Konsum von Tiermilch krank macht und alles andere als gesund ist, wie die Werbung suggeriert. Tierliches Eiweiß entzieht dem Körper Calzium, so dass Osteoporose begünstigt wird. Aber auch andere Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Atemwegs- und Hauterkrankungen stehen in Verdacht durch den Konsum von Milchprodukten ausgelöst oder gefördert zu werden. (Mehr Infos hier: www.sagneinzumilch.de/gesundheit.php)

Leider wenig Interesse wurde für das Schicksal der ‚Milchkühe‘ entgegengebracht. Dies zeigt eindrücklich die enorme Suggestivkraft der Milchlobby und ihrer Werbestrategien. Das Elend der ‚Milchkühe‘ wird in ihrer Werbung verschleiert und stattdessen eine Fantasiewelt vorgeführt, in der die Kühe auf saftigen grünen Wiesen auf der Alm stehen und ein glückliches und erfülltes Leben führen.

Nach dem Aktionstag ist vor dem Aktionstag

Mareike von den tierbefreier_innen Osnabrück fasst den Aktionstag so zusammen:

Der Infostand wurde von den Passanten toll angenommen. Viele haben das Angebot angenommen die pflanzlichen Alternativen zu probieren. Der Aspekt, das die Milchkühe für Kuhmilch schrecklich leiden, hat nur wenige interessiert. Die meisten Fragen kamen zum Thema Gesundheit, insbesondere Laktose.

Die nächste Aktionswoche wird im September rund um den „Weltschulmilchtag“ stattfinden. Es wird wieder einen Infostand der regionalen Tierrechtsgruppen geben und mit den Erfahrungen aus diesem und dem vergangenen Jahr eine noch zielführendere Aufklärung betrieben werden.

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