Schlachthof hautnah – Virtuelle Realität beim Sundance Film Festival

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Bild aus einem Schlachthof
Zum ersten Mal zeigt mit Animal Equality eine Tierrechtsorganisation 360° Rechercheaufnahmen bei dem US-amerikanischen Filmfestival.

Schlachthof wird (virtuelle) Realität auf dem Sundance Filmfestival

Indie-Film-Fans werden es kennen: Das Sundance Film Festival – das größte und bekannteste unabhängige Filmfestival der USA. Zahlreichen Filmemachern, wie Quentin Tarantino, den Coen-Brüder und Jim Jarmusch, hat das Sundance zum Durchbruch verholfen.

Seit nun mehr über 30 Jahren findet das Sundance Film Festival jedes Jahr in Park City und Salt Lake City in Utah statt. Und obwohl es schon immer bekannt dafür war, außergewöhnlichen und fortschrittlichen Produktionen eine Plattform zu bieten, gab es eines bis jetzt noch nie: Recherchevideos von einer Tierrechtsorganisation. Wie gesagt – bis jetzt!

Als erste Tierrechtsorganisation weltweit ist es der international tätigen Organisation Animal Equality gelungen, ihr bahnbrechendes, bislang einzigartiges 360° Virtual-Reality-Projekt “Factory Farm” beim diesjährigen Sundance Film Festival aufzuführen.

Das spektakuläre Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Technologieunternehmen Condition One entstanden.

Jose Valle, Mitbegründer und Rechercheleiter von Animal Equality, begleitet den Zuschauer dabei hinter die Kulissen der Tierindustrie und bietet eine unvergleichliche, überwältigende Erfahrung und einen lebensverändernden Einblick in das Innere von Mast-, Zucht- und Schlachtbetrieben.

Das Video wurde mit mehreren Kameras gedreht, die Aufnahmen im Anschluss zusammengesetzt. Ansehen kann man sich das Projekt mit speziellen Virtual-Reality-Brillen. Der Zuschauer hat damit einen wortwörtlichen Rundumblick: Er kann nach links und rechts, oben und unten, nach hinten und vorne schauen und sieht dabei alles, was um ihn herum geschieht.

So, als wäre er selber mittendrin, als wäre er selber Teil des Geschehens, als wäre er eines dieser Tiere.

Zahlreiche Festival-Besucher erfahren, was es heißt ein „Nutztier” zu sein

Rund 100 Besucher des Filmfestivals tauchen pro Tag in die virtuelle Realität ein und erleben hautnah, was es heißt, als „Nutztier” in diese Welt hineingeboren zu werden – unter ihnen Dokumentarfilmer, Produzenten, Journalisten, Schauspieler und Sänger.

Hat dieses Projekt die Macht, Menschen zum Umdenken zu bewegen? Zweifellos. Wer diese Technologie zum ersten Mal ausprobiert und dabei mit diesen Bildern konfrontiert wird, wird dies sein Leben lang nicht mehr vergessen.

Diese Erfahrung ist so nah, so echt, dass sie sich für immer einprägt und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird.

Noch bis zum 31.01. können Interessierte sich das 360° Projekt „Factory Farm” auf dem Sundance Film Festival anschauen. Einem breiteren Publikum wird Animal Equality das Video in Kürze auch in Deutschland zugänglich machen. Mehr dazu erfahrt ihr dann hier auf www.vegan-news.de und auf www.animalequality.de.

 

Gastartikel von Eva Gerhards, Animal Equality – Alle Bilder: © Animal Equality

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