Schwarzkümmel – Was sind die Wirkungen?

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Schwarzkümmel
Schwarzkümmel – in der Botanik Nigella Sativa genannt – ist in der Medizin bereits seit Jahrtausenden bekannt. Der echte Schwarzkümmel ist eine einjährige krautähnliche Pflanze, die ursprünglich aus Indien stammt. Heutzutage ist die Pflanze jedoch auch im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Beliebt ist die Pflanze aufgrund ihrer Samen, die oft als Gewürz verwendet werden, aber man kann aus den Samen der Pflanze auch Öl herstellen.

Schon die Pharaonen Tut Ench Amon und Kleopatra schworen auf die heilende Wirkung des Schwarzkümmels. Im Koran wird der Prophet Mohammed mit den Worten zitiert, dass Schwarzkümmel alle Krankheiten heile, außer den Tod, was klarerweise eine Übertreibung ist. Und auch der legendäre Frankenherrscher Karl der Große förderte den Anbau dieses Superfoods in seinem Herrschaftsgebiet.

Schwarzkümmel Anwendung

Ist an den antiken und mittelalterlichen Lobpreisungen auf Schwarzkümmel etwas dran? Moderne Studien scheinen vieles zu bestätigen, wobei Schwarzkümmel sicher kein Heilmittel für alle Krankheiten ist.

Den Samen und dem Öl werden aber viele positive Wirkungen zugeschrieben. So soll es unter anderem:

  • Schmerzen lindern
  • Antibakteriell wirken
  • Entzündungen hemmen,
  • Gegen Stress und Unruhe einsetzbar sein
  • Krämpfe lösen
  • Die Leber und Nieren schützen
  • Antioxidativ sein

Normalerweise wird Schwarzkümmel verzehrt, indem er Speisen als Gewürz beigemischt wird. Mit Schwarzkümmelöl kann klarerweise auch gekocht werden.

Beachtet werden sollte man dabei nur, dass Schwarzkümmel einen sehr intensiven Geschmack hat, wodurch er nicht jedermanns Sache ist. Daher sollten Samen und Öl nur vorsichtig dosiert werden, um die Speisen nicht zu sehr zu aromatisieren. In der Regel wird empfohlen nur ein paar Tropfen des Öls beizumischen, was schon reichen sollte, um von den positiven Wirkungen zu profitieren.

Eine übertriebene Einnahme von Schwarzkümmelöl könnte sogar den Magen reizen, aber darauf gehen wir später genauer ein.

Schwarzkümmelöl Inhaltstoffe

Die positiven Wirkungen des Schwarzkümmels resultieren aus den mehr als 100 gesunden Inhaltsstoffen, die in den Samen der Schwarzkümmelpflanze enthalten sind. Insbesondere die enthaltenen Fettsäuren, ätherische Öle und Nährstoffe sind für viele der angepriesenen Wirkungen verantwortlich.

Ungesättigte und Gesättigte Fettsäuren im Schwarzkümmel

Die Fettsäulen im Schwarzkümmel bestehen zu 70 % aus ungesättigten Fettsäuren und zu 30 % aus gesättigten Fettsäuren. Erstere sind für den Menschen übrigens besonders wichtig, da sie nicht vom menschlichen Körper produziert werden können, jedoch vor allem für den Zellstoffwechsel und der Senkung des Gesamtcholesterinspiegels wichtig sind.

Ätherische Öle im Schwarzkümmel

Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle haben eine antioxidative Wirkung und helfen angeblich auch gegen allergischen Reaktionen. Aus diesem Grund wird Schwarzkümmelöl oft auch bei Allergien wie Heuschnupfen empfohlen.

Nährstoffe im Schwarzkümmel

Schwarzkümmel enthält viele Vitamine B, C und E, wodurch die kognitive Leistung unterstützt, das Immunsystem gestärkt und Entzündungen gehemmt werden. Auch hat es einen großen Magnesiumanteil, wodurch die Regeneration und der Aufbau der Muskulatur unterstützt werden, wovon insbesondere Leute profitieren, die viel Sport treiben.

Das im Schwarzkümmel enthaltene Selen ist ein effektiver Fänger von freien Radikalen und unterstützt die Funktion der Schilddrüse.

Schwarzkümmelöl – genaue Anwendungsgebiete

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Schwarzkümmel über viele Substanzen verfügt, antioxidant, antiallergisch und entzündungshemmend wirken, weshalb man von Schwarzkümmelsamen und Schwarzkümmelöl auch dementsprechende Wirkungen erwarten kann.

Schwarzkümmelöl Nebenwirkungen

Alles was positive Wirkungen hat, besitzt auch negative Wirkungen. Welche Nebenwirkungen hat also Schwarzkümmel?

Grundsätzlich sind nur sehr milde Nebenwirkungen bekannt. Recht häufig ist das Aufstoßen nach der Einnahme von Schwarzkümmelöl, was am hohen Säureanteil liegt. Dadurch können auch die Magenschleimhäute gereizt werden, oder Durchfall hervorgerufen werden.

Sehr selten wird von Unverträglichkeitsreaktion auf Schwarzkümmel berichtet.

Mehr dazu finden Sie hier: http://schwarzkuemmeloel-info.com/nebenwirkungen/

Schwarzkümmelöl Fazit 

Zusammenfassend kann man sagen, dass Schwarzkümmel und Schwarzkümmelöl für den Körper sehr gesund sind, auch wenn Sie natürlich keine Wunder erwarten sollten.

Aufpassen sollte man jedoch bei der Dosierung. Das liegt einerseits am sehr intensiven Geschmack, andererseits aber auch daran, dass eine zu große Einnahme den Magen reizen könnte.

Ansonsten spricht nichts dagegen, Schwarzkümmel in die tägliche Ernährung einzubauen.

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