200 Schweine erstickt – das passiert, wenn die Technik versagt

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200 Schweine erstickt
Die Zustände und Haltungsmethoden in „modernen“ Schweinemastanlagen sind hinreichend bekannt. Auch in Österreich ist der Alltag für viele Tiere nicht anderes als in der restlichen Welt. Dichtes Gedränge, mangelnde Hygiene und kaum vorhandenes Beschäftigungsmaterial. Wie nun bekannt wurde, erstickten in einem Mastbetrieb in der Steiermark (Österreich) erneut 200 Schweine.

Moderne Stallungen gehören eigentlich verboten

Nur zu gerne wird uns Konsumenten die heile Welt in der Tierwirtschaft suggeriert. Lachende und glückliche Tiere zieren die Verpackungen von Lebensmitteln. Die Realität zeigt jedoch ein ganz anderes Bild, welches nur zu gerne verschwiegen wird. Konventionelle Mastanlagen in Österreich sind gesetzlich genau „geregelt“. Demnach steht einem jeden Schwein ein Platz von 0,7m² zu. Das erlaubt so gut wie keinen Bewegungsspielraum. In den meisten Betrieben fehlt es zudem an Beschäftigungsmaterial für die Tiere, welche meist auf Spaltböden in ihren eigenen Fäkalien auf den Tag der Schlachtung warten.

Wenn technische Einrichtungen versagen

Bereits zum zweiten Mal in nur kurzer Zeit, wurde wieder ein Fall von technischem Versagen bekannt. Diesmal erstickten aufgrund eines technischen Gebrechens an der Lüftungsanlage rund 200 Schweine in einem Mastbetrieb in der Steiermark. Aufgrund eines Kurzschlusses in einem Lüftungsrohr kam es Anfang dieses Monats zu diesem Zwischenfall. Da die Mastanlagen hermetisch abgeriegelt sind, ist eine stetige Belüftung notwendig. Fällt diese aus, gelangt keine Frischluft mehr in die Hallen, worauf die Tiere qualvoll ersticken müssen.

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