Sojadrink Boom – Warum Sojamilch doppelt so viel kostet wie Kuhmilch

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Immer mehr Menschen greifen im Handel zum Sojadrink. Der Marktboom ist seit einigen Jahren ungebrochen. Aber warum bezahlt man für die pflanzliche Alternative fast das Doppelte wie für Kuhmilch?

Der Boom des Sojadrink

Vor 10 Jahren war die Auswahl an Sojamilch noch mehr als überschaubar. Maximal 1-2 Packungen standen im Regal. Der Geschmack war nicht wirklich überzeugend. Seither hat sich Vieles getan. Die Auswahl ist enorm geworden. Neben Sojamilch finden sich zusätzlich die unterschiedlichsten Pflanzendrinks in den Discountern, Supermärkten sowie Reformhäusern und Biomärkten. Joya, eine österreichische Marke, steigerte 2014 seinen Umsatz um über zehn Prozent auf 45 Millionen Euro. Hier kommen ausschließlich Soja-Bohnen aus heimischen Anbau in die Verpackung. Alpro, das Pendant aus Belgien erzielte im selben Jahr sogar Umsätze von rund 385 Millionen Euro. Sojamilch genießt ein gesundes Image und Konsumenten sind gerne bereit, zwischen EUR 1,79 und 1,99 für den Liter zu bezahlen.

Preis für Sojamilch doppelt so hoch wie für Kuhmilch

Die Herstellung von Sojamilch ist laut Marktexperten recht billig. Jedoch bezahlt man im Schnitt das Doppelte. Dies wird von den Konsumenten scheinbar gerne toleriert, obwohl der Preis für Kuhmilch vom Verbraucher selbst immer als zu hoch eingestuft wird. Aber warum ist das so und wie kommt der günstige Milchpreis eigentlich zustande?

Die Crux mit dem Milchpreis

Milch von der Kuh gilt als Grundnahrungsmittel. Hier kommt der vergünstigte Steuersatz von 7% (Österreich 10%) zum Einsatz. Sojamilch gilt hingegen als Genussmittel und wird mit den vollen 19% (Österreich 20%) belastet, obwohl deren Verwendungszweck identisch ist. Weiters wird Kuhmilch von der EU durch immense Subventionen gestützt. Erst im September 2015 wurden zusätzlich 500 Millionen Euro als Soforthilfe für die Milchbauern gewährt. So wird der Markt künstlich am Leben erhalten, damit das tierische Produkt möglichst billig verkauft werden kann. Leidtragend sind schlussendlich immer die auf Hochleistung getrimmten Lebewesen in den Massenställen sowie die Bauern selbst.

Vorteile von Pflanzendrinks

Die Auswahl in den Regalen der Supermärkte ist riesig geworden. Schon lange muss man sich nicht ausschließlich auf Sojamilch beschränken. Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch und noch Viele mehr. Wir haben 10 Gründe gesammelt, warum es sich lohnt, auf die pflanzliche Milch zu setzten:

  1. Pflanzenmilch ist besonders bekömmlich.
  2. Pflanzliche Produkte enthalten kein Cholesterin.
  3. Reich an ungesättigten Fettsäuren und hochwertigem Eiweiß.
  4. Vitamin- und Nährstoffreich.
  5. Häufig aus heimischen Zutaten produziert.
  6. Sehr gut für Allergiker und bei Intoleranzen.
  7. Bessere Öko-Bilanz.
  8. Besonders abwechslungsreich.
  9. Vermeidung von unnötigem Tierleid.
  10. Ist einfach zu bekommen und kann sogar selbst hergestellt werden.

Kritik an der Sojamilch

Im Gegensatz zur herkömmlichen Kuhmilch genießt Sojamilch den Ruf, besonders gesund zu sein. Aber hier sollte man Vorsicht walten lassen, denn viele Produkte sind mit großen Mengen an Zucker bzw. Süßungsmittel versehen. So kann der pflanzliche Genuss schnell mal zur Kalorienbombe werden. Beim Einkauf kann man deshalb auf die ungesüßten Varianten zurückgreifen.

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