Kampfansage gegen TTIP – Vegane SoLaWiHamburg

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Eine SoLaWi ist eine Solidarische Landwirtschaft. Eine Gemeinschaft, in der Menschen zusammenarbeiten, Nahrung anbauen und sich in ihren Ansichten ergänzen. Margit Ricarda Rolf aus Hamburg hat TTIP und Monsanto den Kampf angesagt und mit einigen Leuten eine solche SoLaWi ins Leben gerufen.

Regionale Produkte werden in Zeiten wie diesen immer wichtiger. Immer mehr Menschen möchten wissen, was sie essen. Derzeit werden dreihundert Genossen gesucht, die sich auch als Erntehelfer auf der SoLaWi einbringen können. Außerdem werden dort acht Bio-Gärtner arbeiten. Mit der Gründung der SoLaWi sollen jede Menge Arbeitsplätze mit fairer Bezahlung geschaffen werden

Eine moderne Genossenschaft – gegen TTIP

Ricarda

Ricarda

Die SoLaWi Hamburg soll als moderne Genossenschaft (Geno 2.0) betrieben werden. Transparenz spielt dabei eine sehr große Rolle. Die Arbeiter bzw. Bewohner zeichnen Genossenschaftsanteile, die in der Satzung festgelegt werden.

Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat finden im Happenpappen in Hamburg die Planungstreffen der SoLaWi statt, wer gerne teilnehmen möchte, kann sich in der Facebook-Gruppe der Genossenschaft anmelden, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Hamburger SoLaWi soll eine vegane Einrichtung sein, dabei wird auf Tierhaltung komplett verzichtet. Das bedeutet auch für den Anbau eine besondere Herausforderung, der sich Ricarda stellen möchte. „Wir werden in die Lehre gehen und bekommen natürlich Unterstützung von anderen SoLaWis.“ Auch auf Imker soll bewusst verzichtet werden.

So viel Genuss hätte ich nie erwartet!

Ricarda selbst ist erst seit kurzem Veganerin. Nachdem sie sich mit der Thematik befasst hatte, war das für sie die logische Konsequenz. Und sie ist begeistert: „Ich esse viel preiswerter und mit mehr Genuss, das hätte ich nie erwartet!“, freut sie sich.

Hamburg sieht Ricarda als das ideale Pflaster für ein Projekt wie ihre SoLaWi. „Wir Hamburger waren schon immer für vieles die Vorreiter. Und auch die große Resonanz in bisher so kurzer Zeit spricht Bände, eigentlich wollte ich erst in zwei Jahren gründen, doch jetzt werden ich von Anfragen regelrecht überrollt!“

Ricarda bezeichnet sich selbst als TTIP-Gegnerin. „Ich brauche im Dezember keine Erdbeeren! Klar, können wir importieren, was bei uns nicht wächst, aber ich würde z. B. niemals Tomaten aus Spanien kaufen, ich verabscheue die Ausbeutung der Menschen dort vor Ort!“ Sie legt Wert darauf, die Menschen zu kennen, von denen sie Waren bezieht, ihr Gemüse bezieht sie daher gerne über den Gärtner auf dem Wochenmarkt.

Wer gerne mehr über die SoLaWi Hamburg erfahren möchte, findet hier ein Interview mit Ricarda

Kommentare

  1. Steffen meint

    TTIP hin oder her die Solawi zeigt ja einen Weg auf wie mit diesen Problematiken umgegangen werden kann. Es bleibt am Ende immer eine Entscheidung des Konsumenten Angebote wahrzunehmen oder abzulehnen. Nur bedingt dies eine teilweise neu zu erlernende Auseinandersetzung mit Lebensmitteln. Weg von den Industrieproduktionen hin zu regionalen Produkten und Produzenten mit einem Verständnis für die Herstellung und der damit verbundenen Auswirkungen. Auch dies wäre dann ein wichtiger Punkt, der in solch einem Abkommen geregelt sein müsste und Brücksichtigung finden muss.

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