Kanada & USA vegan – Unser Roadtrip mit vielen veganen Köstlichkeiten

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USA vegan & Kanada vegan

Ende Oktober hieß es für meine bessere Hälfte und mich: Koffer packen und ab in den Urlaub! Wie bereits im letzten Jahr, ging es für uns an die nördliche Westküste der USA. Dieses Jahr sollte es zudem nach Canada gehen. Gesagt getan! Von Köln ging`s über Amsterdam nach Seattle.

Snack it

Da aus gemachten Erfahrungen das vegane Angebot in Schiphol doch recht überschaubar ist, hatte ich mich ein paar Tage zuvor noch schnell im denns Biomarkt meines Vertrauens mit ein paar Snacks eingerichtet. Schließlich ist reisen aufregend und bei positivem Stress neige ich zu einem kleinen Hüngerchen. Dank meiner mitgebrachten Snacks – Früchte-Nuss-Riegel und gemischter Nuss-Snack – konnten wir also ein Zwischestopp-Flughafen-Frühstück einlegen. Schnell noch eine Kaffee gekauft und wir wurden wacher und wacher.

Frisch gestärkt und freudig aufgeweckt ging es Richtung Boarding. Aufgrund der allgemeinen und mittlerweile weiter verschärften Sicherheitsbestimmungen zur Einreise in die USA, kommt einem die Wartezeit in Schiphol nicht all zu lang vor. Die durchweg freundlichen aber bestimmten Beamten des Immigration-Office fragten uns also, wieso weshalb und warum wir wie lange mit welchen selbstgepackten Sachen in die USA reisen. Diese erste Hürde überwunden hießt es erneut: Schuhe aus, Tasche in die Box, Jacken aus… Nacktscanner! Ich muss ehrlich gestehen, dass gerade diese Körpervisisten mich am Meisten nerven. Aber nun gut, so vermindern sie zumindest das Mitreisen von Personen mit besonderer Bomben-Stimmung, was wiederum beruhigend wirkt. Doppeltgecheckt ging es also in den Flieger und auf unsere Plätze.

3… 2… 1… Up!

Frisch gecheckt ging es also über die Gangway in den Flieger der Delta Airlines. Handgepäck verstaut, Sitzplätze eingenommen und los konnte es gehen. Die erste Nervosität und Anspannung überstanden hieß es also: Let the Reise begin!

Nach einem vorbildhaften Start wurden wir vom Flugpersonal begrüßt und befragt, ob wir „Special Meal“ bestellt hatten. Hatten wir 😉 . Wir hatten einen Flug mit der Delta Gruppe gebucht und hatten im Vorfeld mittels Buchungsnummer unsere Verpflegung an Bord ausgewählt. Auch wenn meine bessere Hälfte sich omnivore ernährt, wählte auch er ein veganes/gluten- und lactofree Meal. Warum? Weil man zum einen immer ein wenig mehr zum Essen auf dem Tablett findet und zum anderen bekommt man das richtig heiße Essen stets als Erste serviert. Also special 😉

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Special-Meal auf dem Flug

Mit Delta Airlines ging es also in Richtung Seattle und das erste Essen ließ nicht lange auf sich warten. Hier seht ihr mal, was man so erwarten kann, wenn man „special“ bestellt.

Witziger Weise kam uns das Essen irgendwie bekannt vor. Nach kurzem Grübeln fiel es uns wieder ein. Das Essen hatten wir letztes Jahr auf dem Rückflug von San Francisco bereits bekommen. Minziges Erbsenpüree mit mediterranem Gemüse an Salat und Obstauswahl. Hört sich seltsam an, schmeckte aber wirklich gut. Auch die Zwischensnacks – Sandwich mit Grillgemüse, Obst und Knabbereien konnten sich sehen lassen.

Hallo Seattle!

An sich war der Flug (9 Stunden) recht ruhig und unspektakulär. Dank ein zwei Yoga-Übungen auch schmerzfrei, sodass wir nahezu gechillt die Landung in Seattle erwarteten. Angekommen ging es erneut durch´s Immigration Office. Anders als im letzten Jahr waren die Behörden-Mitarbeiter dieses Jahr strenger und irgendwie auch genauer. Doch wir hatten ja nichts zu befürchten. Daher hieß es nach kurzer Wartezeit: Hallo Seattle!

Mit unserem Mietwagen machten wir uns direkt auf, zu unseren ersten Zielen: Whole Foods Market und Safeway. Im Safeway bekommt man ein eher übersichtliches Angebot an veganen Köstlichkeiten, kann aber Getränke & co. dort recht günstig kaufen. Lässt man sich am Service Point eine Club-Card ausstellen (dafür muss man kein US-Amerikaner sein) kommt man zudem in den Genuss, Angebote und Mengenrabatte in Anspruch zu nehmen. Bei unserem Konsum an Trinkwasser eine sehr nützliche Nummer 😉

Whole Foods Market – The Place to be um sich für einen ausgewogenen und kulinarisch abwechslungsreichen Roadtrip vorzubereiten. Vollkornbrot, Frühstücksflocken, Flax-Milk (Leinsamen Milch), veganer Frisch- und Scheiben-Käse, Marmelade, Aufschnitt, Avocados, Salat, Sprossen und ein paar Snacks. Aber auch vegane Hygieneartikel, Kosmetik & Co. finden sich hier.

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Whole Foods Market

Wir sind gern unabhängig und mögen es, gesund in den Tag zu starten. Die angebotenen Continental Breakfasts sind nämlich in den Motels nicht wirklich abwechslungsreich und nur bedingt vegan 😉 Also gab´s morgens Frühstücksflocken oder auch schon mal ein Marmeladen Sandwich. Und da zu einem Frühstück auch ein Kaffe gehört, gab´s jeden Morgen ein zweites Frühstück 😉 Denn Whole Foods Market verfügen neben den klassischen von A – Z Produkten auch über eine Menge Frischetheken und einem Back-Shop mit gängigen Kaffee- und Tee-Angeboten.

Da die Reise an sich eine sehr persönliche und private Angelegenheit ist, werde ich euch nun nicht mit Einzelheiten und Abenteuer unseres farbenfrohen Indian Summer Roadtrip langweilen 😉 Aber einen Überblick zu Organisation eines veganen Roadtrips werde ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten.

Good Morning USA und Canada

Generell fing nach dem ersten Ankommen unser Tag recht ähnlich an. Aufstehen, frisch machen, nächstes Ziel in Angriff nehmen, frühstücken und ab auf die Straße. Da das angebotene Frühstück in den Motels und Hotels eher mager und wenig vegan ausfällt, legten wir uns für das tägliche Frühstück und Zwischendurchsnacks einen Cooler (mobile Kühltruhe ohne Stromanschluss) zu. Somit war eine unterbrechungsfreie Kühlung unserer Flax-Milk (Leinsaat-Milch) & Co. geregelt. Oft aßen wir morgens Frühstücksflocken, Obst und ab und an ein Marmeladen Sandwich. Auch für den Trip zauberten wir uns leckere Sandwiches. Meine stets vegan mit unglaublich leckerem „Frischkäse“ und „Rauchaufschnitt“ von Tofurky. Die Produkte kennen wir schon eine ganze Weile und freuen uns immer auf die bunten Auslagen in den Läden. Hier bei uns findet man sie bis dato nur im Veganz – Vielleicht auch bald in eurem Lädchen des Vertrauens.

Zurück zum Trip: Nach dem ersten Frühstück ging es auf die Straße. Aber ehrlich gesagt, ohne Kaffee oder grünem Tee bin ich morgens nicht so wirklich wach zu kriegen. Also ging es schnurstraks in den nächstgelegenen Whole Foods Market. Und da diese Läden die Wirkung eines Schlaraffenlandes haben, blieb es meist nicht nur bei einem Kaffee oder Tee. Also: Neben dem Getränk noch einen süßen Frühstückssnack geschnappt und es konnte los gehen.

Diesen Start in den Tag konnten wir in fast jedem Ort erleben. Alleinig in Canada (Vancouver Island und British Columbia) verhält es sich anders, da sich dort Whole Foods Market noch nicht so regelmäßig finden lassen wie in den USA 😉

Mahlzeit

Sightseeing und Naturerlebnissen machen hungrig und so hieß es mittags entweder bei Whole Foods Market einkehren, Sandwich schmieren oder aber eine örtliche Lokalität ausfindig machen.

Kehrt man bei Whole Foods Market ein, bieten sich einem die unterschiedlichen Angebote. Nahezu jeder Market verfügt über einer reichlich und permanent frisch gedeckten Frischetheke. Des Weiteren finden sich eine Pizzabäckerei, Sandwich- und Anitpasti-Theke und Bäckerei in den Läden wieder. Ab und an finden sich auch BBQ-Grill und/oder Asiaten in den Märkten wieder. All diese Angebote sind primär omnivore ausgelegt bieten aber zudem vegane Verführungen, die gekostet und geschlemmt werden müssen 😉

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V-Pizza

Sandwich sind in den USA so bekannt wie Hot Dogs, Burger & Co. Also passten wir uns an und schmierten uns ordentliche „Stullen“. Dank der Selbstversorgung und unserem treuen Cooler waren unsere Sandwiches abwechslungsreich und stets nach unserem Geschmack. Ob mit Avocado, Tofurky Aufschnitt, Salat, Sprossen und Senf oder mit veganem Frisch- und Scheibenkäse, Gurken, Tomaten und ein zwei Salatblättchen… Hmmm! Uns hat´s geschmeckt. Und wer denkt, wir hätten nur pappiges Brot oder so gespeist, der liegt so richtig daneben. Im Rahmen der letzten Reisen entdeckten wir Körnerbrot mit Geschichte – Dave´s Killer Bread! Dave ist ein Ex-Häftling mit einer Vorliebe für gutes Brot. Dass seine Sorten nicht nur köstlich sondern mit Körnern gespickt, vegan und GMO-free (ohne genmanipuliertes Getreide & Co.) sind… Nein, auch die Story hinter der Geschäfts-Entstehung schmeckt uns. Und snackt man so kommt der Appetit ja oftmals mit dem Essen. Gott sie Dank findet man bei Whole Foods Market auch genügend veganen süßen und herzhaften Schmackofatz!

Neben Sightseeing liegt mir auch Lokalseeing in den verschiedensten Orten am Herzen. Dank der mobilen App Happy Cow bekommt man vegane Angebote im direkten Umfeld angezeigt. Auch Bewertungen und erste Eindrücke kann man hierüber gewinnen. Über Google Maps werden einem ebenfalls lukullische Angebote angezeigt, welche zum Erkunden einladen. Da wir viel unterwegs waren gingen wir nur selten essen und machten mehr einen auf Selbstversorger. Doch an den Bäckereien und Konditoreien konnte ich einfach nicht vorbei gehen 😉

´nabend

Abends kehrten wir dann immer spontan in Motels oder Hotel ein. Auch hier sind mobile Apps der gängigsten Motels hilfreich. Oftmals lohnt es sich aber auch einfach vor Ort nach Angeboten und Zimmer-Konditionen zu fragen. Kleiner Tipp am Rande: Ist man im ADAC kann man sich für eine Reise in die USA eine AAA-Card zukommen lassen. Hierüber erhält man in den meisten motels und Hotels noch einen special Rabatt auf die Kosten. Macht man einen Roadtrip mit mehreren Station ist dies wirklich Geld wert!

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Convenience-Food von Tofurky

So fanden wir also die unterschiedlichsten Unterkünfte. Mal mit kleiner Küche, manchmal ohne. Egal wie… Selbstversorgung ging immer. Entweder holten wir uns auf dem Weg zur Übernachtungsmöglichkeit einen Snack oder aber nutzen die Küchen. Sei es, um Snack zu zubereiten oder aber Convenience-Food zu erwärmen. Diese Form der Verpflegung wählten wir allerdings nur zwei Mal. Einmal um einen Burrito zu erwärmen und einmal um einen Tofurky-Hotpocket auszuprobieren. Fazit: Braucht man nicht. Aber probieren geht über studieren.

Schaut man sich so einen Tagesablauf an, lässt sich glaube ich gut erkennen, dass man ganz gut überleben konnte, ohne auf vegane Köstlichkeiten und gesunde Leckereien zu verzichten. Hier und da nahmen wir auch den ein und anderen Snack auf der Hand mit… Und später auf den Hüften. Aber was soll´s. Das gehört zum Urlaub ja auch irgendwie mit dazu 😉

Einen privaten Tipp habe ich noch für euch: PORTLAND! Ich liebe diese Stadt. Irgendwie ist sie eine Mischung aus Münster und Hamburg. Alles ist recht bunt, auch wenn die Regenquote hier nicht niedrig ist. Wir haben bereits ein paar Menschen dort kennen gelernt und so war es dieses Mal auch ein ganz persönliches Fest, diese wieder zu sehen. I <3 PDX und für mich immer eine Reise wert!

Wer auch mal einen Roadtrip plant, kann sich im Vorfeld ein wenig schlau machen. Hier habe ich mal ein paar Links aufgeführt, welche uns immer einen guten Überblick gegeben haben:

Orte

http://www.seattle.gov/default.aspx
http://www.portlandonline.com/
http://www.tourismvictoria.com/german/
http://vancouver.ca/

Meine Lieblingsorte und -läden in Portland

Alberta Street mit all den bunten und zauberhaften Läden und ganz besonders der Glutenfreien und veganen Lokalität Back to Eden.

Stark Street – kleine Vegan Mall bestehend aus folgenden Läden:

http://www.herbivoreclothing.com/
http://sweetpeabaking.com/
http://www.foodfightgrocery.com/

Und der berühmt-berüchtigter Hot Dog Stand Franks-A-Lot.

Verpflegung

http://www.wholefoodsmarket.com/
http://www.safeway.com/IFL/Grocery/Home
http://www.tofurky.com/
http://www.tofutti.com/
http://www.daveskillerbread.com/

Empfehlenswerte Motels und Hotels:

http://www.extendedstayamerica.com/
http://www.ihg.com/holidayinnexpress/hotels/de/de/reservation
http://www.qualityinn.com/
http://www.bestwestern.com/

Fotogalerie „Kanada & USA vegan“ – Reise Eindrücke

Kommentare

  1. Bine meint

    Hi Swantje,

    schöner Bericht, danke! :-)
    Sind die veganen Produkte, z.B. im Whole Foods Market, dann auch automatisch bio oder ist das in USA/Kanada noch nicht so verbreitet?

    Liebe Grüße
    Bine

    • meint

      Hallo Bine!

      Danke für´s Feedback. Zu deiner Fragen:

      Whole Foods market haben sich generell auf die Fahne geschrieben, lokale, regionale bzw. Produkte aus handelsverbundenen Nebenstaaten anzubieten. Witziger Weise finden sich auch deutsche vegane Produkte in den Läden. Z.B. Seitenbacher Bonbons, Vivani Schoko-Aufstrich, Tartex-Aufstriche und noch ein paar mehr.

      Bio (dort: Organic) und GMO-free stehen bei fast allen Produkten im Vordergrund und auch drauf. Dies gilt für die Läden in Kanada als auch in den USA. Allerdings finden sich bei vielen Produkten auch Palmöl in den Inhaltsstoffen. Hier hilft lesen lesen lesen und dann entsprechend die Auswahl treffen.

      Nächstes Jahr geht´s für mich nach England. Dort sollen auch schon ein paar der Läden auffindbar sein. Wie es dort mit den Produkten ausschaut, weiß ich jedoch bis dato nicht.

      Ich halte dich bzw. euch auf dem Laufenden 😉

      Liebe Grüße,
      Swantje

  2. Diana meint

    Wenn ich schon die ganzen Milchalternativen sehe, kriege ich direkt wieder Fernweh! Ich war auch in den USA und ich liebte einfach Whole Foods und Trader Joe’s. Besonders gefielen mir auch immer diese Kästen mit unzähligen Nüssen oder Müslis, wo man sich einfach alles zusammen mischen konnte, wie man lustig war :)
    Hach… Danke für diesen Beitrag, auch wenn ich jetzt am liebsten zum Flughafen fahren würde *lach*

    • meint

      Hallo Diana!

      Es ist wirklich so… Whole Foods kommen schon sehr nah an das Schlaraffenland ran 😉 Oh ja die „Milch“-Auswahl, Nüsse, Sprossen, Getreidesorten, vegane Eisvarianten, Snacks und und und. Da kann man wirklich in eine Nasch-Sucht verfallen.

      Schön, dass dir der Beitrag gefällt. Auch wenn ich das Fernweh angetriggert habe 😉

      Danke noch mal für dein Feedback und
      liebe Grüße,

      Swantje

  3. meint

    oh Swantje, ich freue mich mega über deinen Bericht, da wir im nächsten Jahr das erste Mal „vegan“ die USA und Kanada bereisen. Wholefoods wird dann wohl unser ständiger Begleiter sein, ich freue mich schon total darauf, alles auszuprobieren.
    Wir sind dann übrigens auch in Seattle, Portland, Vancouver… usw. und in New York 😉

    Liebe Grüße
    Nadine

    • Swantje meint

      Hallo Nadine. Vielen Dank für dein Feedback. So was freut mich immer sehr :) Füt eure Reise wünsche ich dir auf jeden Fall alles Gute, fantastische Momente und zahlreiche Inspirationen.

      Falls du noch ein paar Tipps haben möchtest… Kontaktiere mich ruhig 😉

      Liebste Grüße,
      Swantje

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