Vegan anfangen – Die ersten Tage als Veganer

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Als ich mich damals entschieden habe vegan zu werden, waren die Tierschutz-Gründe für mich das Entscheidende. Eines Tages wurde mir wirklich bewusst wie viel Leid diesen armen Tieren angetan wird, so dass ich mich von einem auf den anderen Tag entschied mein Leben auf eine vegane Lebensweise umzustellen. Ich machte mir keinerlei Gedanken darüber, welche Auswirkungen diese Umstellung auf mein Leben haben würde. Ich tat es einfach.

Vegan anfangen – Ich weiß noch genau wie es losging

Meine Entscheidung fiel an einem Freitag. Ich beschäftigte mich also den Abend und die halbe Nacht über damit, was ich denn am nächsten Tag alles einkaufen müsse, damit ich zumindest erstmal das Wochenende überstehen könne. Ich schaute mich in den vielen veganen Online-Shops um und war von dem Angebot wie erschlagen. Es kam mir so vor, als stünde ich vor einem riesigen Berg von Aufgaben, den es zu bezwingen galt. Glücklicherweise erwies sich der riesige Berg als Ansammlung von vielfältigsten Möglichkeiten…

Um es Euch leichter zu machen, möchte ich Euch hier ein paar erste ganz einfache Tipps geben. Diese Punkte sind aus meiner persönlichen Erfahrung entstanden, da diese mich damals beschäftigten. Ihr werdet sehen, dass der Umstieg zu einer veganen Lebensweise ganz einfach ist – Ihr ändert lediglich Eure Gewohnheiten. Denn auch Euer derzeitiger Geschmack ist nur „erlernt“ und somit zur Gewohnheit geworden. Und wenn Ihr eine Weile dabei seid, dann werdet Ihr merken, dass die geschmackliche Vielfalt sich in Eurem Leben erheblich vergrößern wird.

Kaffee

Ich habe früher sehr gerne Milchkaffee, Cafe Latte u.ä. getrunken. Es hat mir einfach richtig gut geschmeckt. Meine ersten Versuche machte ich dann, indem ich die Kuhmilch im gleichen Verhältnis durch Sojamilch ersetzte. Allerdings „weißt“ Sojamilch nicht so gut, so dass ich mehr davon in meinen Kaffee tun musste. Der Geschmack war für mich allerdings noch nicht so wirklich passend. Irgendwann stieß ich dann auf Sojamilch mit Vanillegeschmack, die Ihr inzwischen in vielen Lebensmittelmärkten zu kaufen bekommt. Das ist für mich genau das Richtige, zumal sich die Vanille-Sojamilch auch aufschäumen lässt, und ich somit auch meinen Milchkaffe weiterhin genießen kann. Für mich eine gute schmackhafte Alternative.

Brotaufstrich

Wurst, Käse etc. entfielen natürlich. Anfangs dachte ich, dass ich mich wohl schwer damit tun würde, Brot ohne Wurst und Käse zu essen, inzwischen vermisse ich das gar nicht mehr. Denn in vielen Geschäften wie Bioläden und Reformhäusern gibt es inzwischen vegane Varianten von Wurst und Käse, neben den unzähligen pflanzlichen Brotaufstrichen. Da heißt es einfach durchkosten und -probieren. Mein persönlicher Favorit ist veganer Zwiebelschmelz auf frischem Krustenbrot – lecker.

Brot/Brötchen

Im Lebensmittelhandel gibt es eine große Auswahl an Broten und Brötchen ohne tierische Inhaltsstoffe. Ihr müsst also nicht unbedingt selber backen. Wobei es mir persönlich viel Spaß macht verschiedene Rezepte auszuprobieren. Guckt beim Einkaufen einfach auf die Zutaten oder fragt an beim Bäcker nach. Eigentlich enthalten Brot und Brötchen nicht viel mehr als Mehl, Wasser, Salz und/oder Hefe.

Obst und Gemüse…

…sind sowieso vegan, also lasst Euch die Vielfalt schmecken. Salat, Obstsalat, Gemüsesuppen, Aufläufe (besonders lecker mit veganer Sahne und veganem Käse überbacken – das bekommt Ihr übrigens inzwischen auch im „normalen“ Lebensmittelhandel). Rezepte gibt es in riesigen Mengen im Internet – auch hier bei uns.

Fleisch etc.

Ich habe gerne Fleisch gegessen. Und ich wollte eigentlich nicht auf diesen Geschmack verzichten. Anfangs konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass es dafür einen pflanzlichen Ersatz geben sollte. Aber darin hatte ich mich gründlich getäuscht. Gerade vor kurzem waren wir auf einer Halloween-Party. Natürlich habe ich eigenes veganes Essen mitgenommen, da ich ja nicht weiß, ob es etwas Passendes für mich gibt. Ich habe also Kartoffelsalat und Bouletten gemacht. Die Bouletten waren als erstes alle. Kindern und Erwachsenen hat es gleichermaßen lecker geschmeckt. Einige waren doch sehr erstaunt als sie erfuhren, dass sie gerade fleischlose Bouletten verspeist hatten.

Ähnliche Erfahrungen habe ich mit Schnitzeln, Chicken-Nuggets und diversen asiatischen Gerichten gemacht. Es gibt super Alternativen zu Produkten tierischer Herkunft.

Nudelgerichte

Beim Kauf von Nudeln braucht Ihr lediglich darauf zu achten, dass Ihr Nudeln ohne Ei nehmt (z.B. aus 100% Hartweizengries oder noch gesünder aus Dinkel-Vollkorn). Dann noch eine leckere Tomatensauce dazu – fertig ist das schnelle, vegane Gericht. Für diejenigen unter Euch, die gerne Nudeln mit Bolognese-Soße essen: Es gibt tolle vegane Alternativen, die bereits fertig im Glas zu bekommen sind. Übrigens auch im ganz normalen Lebensmittelhandel. Der Unterschied lässt sich nicht schmecken.

Anregungen und Tipps für die erste Zeit als Veganer

Dies sind wirklich nur ein paar ganz einfache Tipps für die ersten Tage. Mit der Zeit werdet Ihr immer versierter mit dem Thema vegan umgehen können. Hier bei VEGAN-NEWS findet Ihr jede Menge Infos, auch viele sehr leckere Rezepte.

Ihr könnt also wirklich beruhigt sein – beim veganen Leben geht es nicht um Einschränkungen. Und bei Fragen wendet Euch einfach an uns – wir unterstützen Euch gerne.

Im Folgenden findet Ihr noch ein paar Links zu Internetseiten, die viele interessante Infos für Veganer bereit stellen. Die Auswahl ist natürlich riesig, für den Anfang fand ich diese Seiten aber sehr hilfreich:

Wenn Ihr Lust bekommen habt, vegane Produkte zu bestellen, dann schaut mal in unseren Post mit veganen Online-Shops – dort gibt es auch zahlreiche Gutscheine.

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Kommentare

  1. meint

    Hallo,

    ich bin nun drei Wochen dabei. Am Anfang fand ich nur den Milchersatz im Kaffee schwierig. Hätte ich keinen Urlaub gehabt zu der Zeit, hätte ich aufgegeben. Nun ist der Anfang drei Wochen her und es wird immer besser.
    Ich habe auf meinem Blog die Anfänge und die Zwischenbilanz skiziiert.
    Eine der gravierendsten Umstellungen für mich ist, dass ich nun – egal wo ich hingehe – meist Sachen mitnehme. Ob bei der Gemeindehauseröffnung (wo es – außer meine Sachen – gar nichts ohne tierische Produkte gab) oder die Verabschiedung einer Kollegin im Büro, bei der es Häppchen gab – entweder Fleisch oder Fisch.
    Ansonsten tolle Zusammenfassung!
    Grüße
    Julia

  2. Katharina meint

    Hallo zusammen! Das Problem mit der Milch im Kaffee hatte ich anfangs auch…einfach nichts schmeckte mir! Bis ich dann endlich die perfekte Alternative entdeckt habe: „Alpro Soja Original lieblicher Geschmack“. Die lässt sich auch wunderbar aufschäumen und der Latte Macchiato schmeckt sehr , sehr geil. Das bestätigen auch einige meiner Nicht-Veganer-Freunde. Wer das mal testen möchte, der kann bei Starbucks (den Laden hatte ich eigentlich immer boykottiert, bis ich den Cafe Latte dort probiert habe) mal eine Kaffee-Spezialität mit Sojamilch probieren. Die verwenden dort die „Alpro Soja For Professionals“. Schmeckt richtig, richtig gut- und der Schaum ist top!

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