Vegan in Thailand – so lebt es sich in der Sisa Asoke Community

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Vegan in Thailand

Wie lebt es sich vegan in Thailand? Diese Frage beantwortet Timon, zumindest auszugsweise, in seinem Blog-Post für uns. Der Abiturient lebt derzeit in der Sisa Asoke Community in Thailand. Es handelt sich bei der Asoke um ein buddhistisches Dorf. Die ganze Asoke lebt vegan und verfolgt das Ziel ein einfaches und nachhaltiges Leben zu führen, welches dem Planeten nicht unnötig Schaden zufügt und dabei unterstützend auf dem Weg zur Erleuchtung wirkt. Dabei handelt es sich nicht um den „klassischen“ Buddhismus. Die Sisa Asoke Community stellt eine Untergruppe dar. Was Timon so erlebt und auch verzehrt lest Ihr im folgenden Artikel.

Timon in Thailand

Auf dem Weg zur Erleuchtung

Timon

Ich bin Timon Zimmermann, 18 Jahre alt und habe dieses Jahr mein Abitur in meiner Heimatstadt Königswinter in NRW gemacht. Ich war zu der Zeit noch 17, also ein Opfer von G8 und auch sehr jung. Zu jung wie ich fand, um direkt zu studieren. Also entschied ich mich für ein Auslandsjahr. Asien war schon lange Zeit ein Region der Welt in der ich zum einen noch nicht war und zum anderen schon immer mal hin wollte. Außerdem gibt es hier viel Potential für soziale Hilfe. Über die Organisation „Freunde Rudolf Steiners“ kam ich an die Einsatzstelle in der ich jetzt seit knapp einem Monat als Englisch Lehrer arbeite.

Die Sisa Asoke Buddhist Community liegt im Osten von Thailand in der Nähre von Ubon Ratachani und hat circa 150 Einwohner. Es wird der Asoke Buddhismus praktiziert und es wohnen auch Mönche in einem kleinen Tempel auf dem Gelände. Der Asoke Buddhismus hat die Grundsätze: No Lying, No Killing, No Stealing, No Sexual Misconduct, No Addictive Substances.
Der große Unterschied vom „normalen“ Buddhismus ist der, dass hier jegliche Form von Drogen verboten sind und sich vegan ernährt wird, was im normalen Buddhismus, zumindest was Rauchen und den Konsum von Alkohol und tierischen Produkten betrifft, anders gehandhabt wird.

So lebt es sich vegan in Thailand

So lebt es sich vegan in Thailand – zumindest in der Asoke

Das Essen wird morgens um 9 Uhr von vielen Mitgliedern der Asoke und den Mönchen zusammen in einer großen Halle zu sich genommen. Nach einer Ansprache geht das Essen auf kleinen Rollwägen erst an den Mönchen die erhöht auf einer Art Steg sitzen vorbei und anschließend an den anderen Bewohnern der Asoke. Das Frühstück würde man abgesehen von den Früchten in Deutschland nicht als solches Ansehen, sondern eher als Mittag- oder Abendessen. Es besteht immer aus normalem weißen Reis und Klebreis, wobei der Klebreis häufig auch in auf dem Feuer in Fladen-Form gebackener Art gegessen wird und es gibt gelegentlich auch Reis mit den Hülsen noch dran sowie roten oder braunen Reis als Essensgrundlage. Sonst gibt es viele verschiedene Soßen die sich auch beinahe jeden Tag unterscheiden, sodass es selbst nach vier Wochen immer noch etwas neues zu entdecken gibt. Die häufigsten Zutaten sind allerdings, verschiedenen Tofu Zubereitungen (normales Tofu in kleine Blöcken oder Bällchen, Fischtofu (ähnelt gebratenem Tunfisch in Geschmack und Textur), Fake-Meat (auch aus texturiertem Soja, hat nach dem anbraten Ähnlichkeit mit Geschnetzeltem), vielen verschieden Gemüsesorten (Aubergine, Ingwer, Möhren, Süßkartoffeln, und Kürbis) und noch mehr verschieden Pilzsorten die alle in der Asoke gezüchtet werden (Austernseitling und Judas-Ohren (denke ich)).
Dazu gibt es noch Papaya-Salat, diverse Suppen, häufig Gerichte mit Glas oder Reisnudeln. Zum Nachtisch nimmt man sich meist Früchte wie Maracuja, Rambutan, Longon, Longan, Durian, Mangosteen, Kokosnuss, Pomelo und pinke und weiße Drachenfrucht.

Gesundheit steht im Vordergrund – Anbau erfolgt in Bio-Qualität

Es wird sehr viel Wert auf die Gesundheit geachtet, daher gibt es auch einige Speisen die niemand vom Geschmack her mag, aber dennoch gegessen werden weil sie aus bestimmten Blättern gemacht werden die sehr gesund sein sollen. Das gleiche gilt für mehrere Schalen mit frischem Grün, wobei Koriander das einzige ist das ich kenne. Der Rest schmeckt teils ähnlich würzig, sauer oder auch sehr bitter. So ist es auch hier immer wieder eine Art Roulette die guten Blätter zu erwischen.

Das Abendessen ist weniger spektakulär. Die Mönche essen nur morgens beim Frühstück, daher gibt es um fünf in der Küche Teile der Reste vom Frühstück zu essen.

Zu den verwendeten Zutaten für das Essen muss noch gesagt werden das so gut wie alles auf der Farm der Asoke ohne Hilfe von chemischen Düngern und Pestiziden angebaut wird, also alles Bio ist. Außerdem wird alles frisch zubereitet und auch kein Glutamat verwendet.

Der Veganismus in der Asoke ist ausschließlich in der Asoke zu finden. Außerhalb gibt es viele Straßenstände die Essen verkaufen, doch findet man in allem Fleisch, Fisch oder tierische Produkte und es steht meist eine Schale mit weißem Glutamat-Pulver neben dem Herd.

Mir gefällt es ausgesprochen gut in der Einrichtung, denn man lebt ein einfaches aber entspanntes Leben, bekommt immer sehr leckeres Veganes Essen und die Menschen sind freundlicher als man es sich vorstellen kann. Für weiter Informationen über mein Jahr in Thailand besucht gerne meinen Blog: http://timoninthailand.blogspot.de/

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