Vegan laufen – was Ernährung und Sport verbindet

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Eine ausgewogene Ernährungsweise und regel­mäßige Bewegung sind die Grund­lagen eines gesunden Lebensstils. Auf so simple Art könnte man die Gemeinsamkeiten dieser beiden Bereiche zusammenfassen. Doch was eigentlich selbstverständlich klingt, wird in der Realität – wie so häufig – kaum umgesetzt.

Minimum zum Gesundsein: 40 km wöchentlich

Erst kürzlich äußerte Dr. med. Ralph Schomaker, Facharzt am Zentrum für Sportmedizin in Münster, im Interview mit dem Spiegel, dass Marathontraining das Minimum an Bewegung sei, das der Mensch zum Gesundsein brauche. Dies umfasse ein wöchentliches Ausdauertraining von vier bis fünf Stunden und einer Gesamtstrecke von mindestens 40 km. Schomaker führt diesen Bewegungsbedarf auf den Ursprung des Menschen als Jäger und Sammler zurück. Gejagt und gesammelt wird heute eher selten – und dann oftmals bloß im nächstgelegenen Supermarkt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Fitness obsolet geworden ist. Dass sich ein Großteil der Menschen zu wenig bewegt, spiegelt sich in Faktoren wie Übergewicht, Herz- oder Rückenerkrankungen wider. Oftmals ist es ein Einhergehen von Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung.

Vegane Ernährung und sportliche Höchstleistungen schließen sich nicht aus

Es müssen jedoch keine Extreme sein, weder im Sport noch in der Ernährung, um sich gesund zu halten. Dennoch ist es spannend zu sehen, dass auch dies ohne Probleme möglich ist und es durchaus Parallelen gibt, wenn man sich für einen alternativen Weg entscheidet. Pflanzliche Ernährung und sportliche Aktivitäten auf höchstem Niveau schließen sich in keiner Weise aus und sicher fällt es Sportlern die sich bewusst mit Nährwerten auseinandersetzen leichter, ein persönliches Ideal zu finden. Eine zusätzlicher großer Vorteil ist die Disziplin und das Fokussieren von Zielen. Wer sich als Läufer für einen Marathon entscheidet, wird je nach Fitnessstand Monate oder gar Jahre in eine optimale Vorbereitung investieren – ein regelmäßiger Kampf gegen den inneren Schweinehund. Wer nach einer harten Arbeitswoche trotzdem noch am Samstag morgens um 8 Uhr für vier Stunden durch den strömenden Regen läuft, weiß sich zu motivieren. Einseitigkeit würde schnell zu Langeweile führen und daher ist es wichtig, den Trainingsplan abwechslungsreich zu gestalten. Man beginnt mit kurzen Läufen und freut sich wenn man merkt, dass sich langsam Kondition aufbaut. Kurze und knackige Läufe wechseln sich mit extrem langsamen aber dafür langen Läufen ab. Variation ist der Schlüssel zum Erfolg – und Geduld: Niemand läuft von jetzt auf gleich einen Marathon…

Die Entscheidung für eine pflanzliche Ernährung ist oftmals ein Prozess

Ähnlich ist es bei der Ernährung: Wer sich nach jahrelanger Mischkost dazu entscheidet seine Gewohnheiten aufzugeben und die Ernährung umzustellen, wird häufig auch auf den vielzitierten Schweinehund treffen. Kaum wer verzichtet von heute auf morgen auf all das, was über Jahre hinweg regelmäßig auf dem Teller lag. So ist die Entscheidung für eine pflanzliche Ernährung oftmals ein Prozess, der sich – ähnlich wie beim Training für einen Ausdauerlauf – über Monate oder Jahre hinzieht. Wenn man jedoch ein klares Ziel vor Augen hat, fällt einem die Umstellung von Tag zu Tag leichter. Man muss bereit sein, aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen und einige Dinge neu zu lernen beziehungsweise kennenzulernen. Wer sich für pflanzliche Ernährung entscheidet, wird sich zwangsläufig intensiver mit seinen Nahrungsmitteln auseinandersetzen – ein äußerst positiver Nebeneffekt, der eine gesunde Lebensweise fördert.

Sport und Ernährung verbindet neben gesundheitlichen Aspekten ein nahezu unendliches Potenzial, das kaum auszuschöpfen ist. Wer seine Ziele verfolgt, hat einen weiten Weg vor sich. Und wer an seinem persönlichen Ziel angelangt ist wird erkennen, dass es immer weiter geht – sofern man selbst dazu bereit ist.

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