„Vegan tut gut – schmeckt gut!“ von Jérôme Eckmeier – ausführliche Rezension

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Vegan tut gut - schmeckt gut von Jerome Eckmeier

Im Zuge meiner Kochbuch-Recherchen im Internet, die ich aus simplem Interesse ca. einmal im Monat anstelle, ist mir das Kochbuch „Vegan tut gut – schmeckt gut!“ von Jérôme Eckmeier ins Auge gefallen.

Ein guter, erster Eindruck

Vegan tut gut - schmeckt gut!Die überdurchschnittlich guten Käufer-Bewertungen dieses Buches haben mich – zusätzlich zum ansprechenden Cover – ebenfalls neugierig gemacht. Ein kleiner „Blick ins Buch“ lässt vielseitige Rezepte erahnen. Schnell bestellt (nach einem kurzen Zähneknirschen meines Mannes „Hast du nicht endlich genug Kochbücher?“), am nächsten Tag geliefert. Das Buch mutet äußerst hochwertig an. (Vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk?) Mir gefällt, dass das Buch mit einem stabilen Hardcover gestaltet und nicht zusätzlich noch mit einem separaten Umschlag versehen wurde. Das nur zu meinem ersten Eindruck.

Nach einem kurzen Vorwort, welches Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbundes Deutschland für den Autor den Buches übernommen hat, lächelt mich ein sehr sympathischer Jérôme Eckmeier aus seiner Küche an. Darunter stehen 10 von der VEBU und Jérôme himself ermittelte Lieblingsgerichte aus der „Vielzahl seiner Rezepte“. Nun folgt Jérômes „Einführung“, in der er u.a. über seine Leidenschaft für gutes pflanzliches Essen schreibt.

Für alle was dabei

„Vegan für Kinder“ fasst die Rezepte des Buches zusammen, die „kleinen Räubern und Räuberinnen“ besonders gut schmecken. Von „Vegan to go“, ganz entspannte Blitzrezepte geht‘s zu „Veganisierten Lieblingsrezepten“ wie z. B. „Königsberger-Klopse nach Opa Art“ (dazu später mehr) oder „Falscher Hase mit Portwein“ ein z. B. für das vegane Weihnachtsfest geeignetes Gericht. Da unser Sohn natürlich mitspeisen wird, werde ich, sofern wir diese Köstlichkeit zubereiten, den Portwein gegen roten Traubensaft (natürlich vegan) austauschen. Einige andere Gerichte werden mit Weißwein versetzt, diesen tausche ich dann gegebenenfalls gegen hellen Traubensaft (natürlich auch vegan) aus. Ein weiteres Highlight aus Jérômes Kochbuch sind die „Matjes mit Petersilienkartoffeln“. An diese werde ich mich in der nächsten Woche begeben. Jérôme stellt veganisierte „Himmel-und-Erde-Türmchen“ vor. Auch geht er auf Gerichte ein, die man einfach, lecker und günstig zubereiten kann.

Eine schier unerschöpfliche Vielzahl veganer Rezepte

„Käse“-Spätzle und „Rheinischer Sauerbraten“ dürfen in diesem Potpourri der veganen Köstlichkeiten genauso wenig fehlen, wie „Weisse Mousse au chocolat auf Erdbeersauce“ und „Kaiserschmarrn mit Plaumenkompott“. Ich weiß grade gar nicht, wo ich aufhören soll. Möchte ich doch auch nicht zu viel verraten. Mir läuft auf jeden Fall das Wasser im Mund zusammen. Mein limbisches System tanzt Boogie-Woogie und vor lauter Vorfreude vernebelt das Dopamin mein Gehirn. Mit diesem Buch werde ich noch einige Stunden in meiner Küche verbringen. Heute Abend gibt‘s erst mal veganen „Cashew-Kräuter-Frisch-Käse“, welcher im Teil „Grundrezepte“ genauestens beschrieben wird.

Die Investition in „Vegan tut gut – schmeckt gut!“ lohnt sich

Königsberger-Klopse vegan aus "Vegan tut gut- schmeckt gut!" von Jerome Eckmeier

Meine Interpretation der „Klöpse“ – Rezept steht unten

Meiner Meinung nach ist das Buch übersprudelnd vor lauter toller Rezepte und jeden Cent wert. Die Fotos sind liebevoll und schmackhaft gestaltet, ohne zu plastisch und arrangiert zu wirken. Ich könnte nicht sagen, ob ein Food-Stylist am Werk war oder nicht.

Meine „Königsberger Klopse“ sahen tatsächlich so aus, wie im Buch. Apropos Klopse, nachdem ich Jérôme freundlich um Veröffentlichung dieses einen Rezeptes bat, welches ich als klitzekleinen Teaser für sein wirklich gelungenes Kochbuch nutzen wollte, verwies mich dieser an seinen Verlag, der mir freundlicher Weise die Zustimmung zur Veröffentlichung dieses Rezeptes gab.

Des Weiteren möchte ich noch kurz anmerken, dass Jérôme Eckmeier eine Facebook-Gruppe „Vegan kochen mit Jérôme Eckmeier“ ins Leben gerufen hat, in der sich Koch-Interessierte mit ihm in Verbindung setzen können. Er schreibt in seinem eigenen „Kochbuchvorwort“ davon, dass er den direkten Kontakt zum Publikum liebt. Das wird somit nicht nur in seinen Kochshows deutlich!

Seit dem Buch, unserem Kontakt und seinem freundlichen und erheiternden Umgang mit seinen „Fans“ via facebook muss ich mich ebenfalls als Jérôme-Eckmeier-Fan positionieren. :)

Wie ich grade las, ist sein drittes Kochbuch in Planung. Darauf freue ich mich jetzt schon. Was mich ehrlich gesagt auch noch erfreut ist die Tatsache, dass er im kompletten Buch angezogen bleibt. Ich bin kein Fan von blanker Haut und nackten Nippeln in Kochbüchern! :)

Ich wünsche Jérôme und seiner Familie für die Zukunft alles Gute und denke, seine Bücher werden weiterhin gefragt sein, wie warme (vegane) Semmeln.

Tschüß und „guten Hunger!“

Das war´s von mir für heute. Das Abendessen will vorbereitet werden. Heute gibt‘s bei uns Kohlrabi-Paprika-Pfanne mit Brot und veganem „Cashew-Kräuter-Frischkäse“ aus dem Buch „Vegan tut gut – schmeckt gut!“ von Jérôme Eckmeier!

Mein letzter Wunsch in dieser Sache wäre allerdings noch ein „Showkochen“ bzw. eine fulminante vegane Verköstigung von bzw. mit Jérôme Eckmeier in Münster. Zufälligerweise weiß ich, dass die Nachfrage bezüglich eines veganen, hochwertigen Essens in schönem Ambiente sehr groß ist und die diesbezügliche Teilnahme an einem solchen Event enorm sein würde. Ich habe da auch schon eine Idee…

Rezept „Königsberger-Klopse“ nach Opa-Art für 4 hungrige Personen

Zutaten für die Klopse

  • 250g Weizengluten-Pulver 4 TL Hefeflocken
  • 1/4 TL gemahlener Piment
  • 1 Prise geriebene Muskatnuss
  • Salz, frisch gemahlener
  • schwarzer Pfeffer 200g geräucherter Tofu 1,851 Gemüsebrühe
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Erdnussöl
  • 1 TL gehackte Kapern
  • 600 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 2 EL gehackte Petersilie

Zutaten für die Sauce

  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Margarine
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 EL Mehl
  • 125 ml veganer Weißwein
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Glas Kapern, abgetropft 1 EL Zitronensaft
  • 1 Schuss Dinkelsahne
  • 1 Prise geriebene Muskatnuss Salz, frisch gemahlener weißer Pfeffer

Zubereitung: 1,5 Stunden

  1. Für die Klopse das Weizengluten-Pulver mit den Hefeflocken, Piment, Muskatnuss, Salz und Pfeffer verrühren (siehe Tipp Seite 59 im Kochbuch).
  2. Mit dem Stabmixer den Tofu mit 350 ml Gemüsebrühe, der Sojasauce und dem Erdnussöl pürieren. Die gehackten Kapern untermischen und das Püree mit der Gluten-Gewürz¬Mischung mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten.
  3. Die Hände anfeuchten und aus der Masse golfballgroße Klopse formen. Die restlichen 1,5l Gemüsebrühe auf kochen und die Bällchen mit einem Schaumlöffel hineingleiten lassen. Die Temperatur reduzieren und die Klopse bei niedriger Hitze 1 Stunde garen. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf einem Teller beiseitestellen.
  4. Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen. Währenddessen für die Sauce die Zwiebel schälen und hacken. In einem Topf die Margarine zerlassen und die Zwiebel mit dem Lorbeerblatt darin bei niedriger Hitze 10 Minuten glasig dünsten. Mit dem Mehl bestäuben, bei mittlerer Hitze unter Rühren hellgelb anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Nach und nach die Gemüsebrühe zugießen und zu einer glatten Sauce verrühren. Das Lorbeerblatt entfernen. Die Kapern und den Zitronensaft hinzufügen. Die Sauce mit der Dinkelsahne verfeinern und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Klößchen in die Sauce setzen und darin bei niedriger Hitze 10 Minuten ziehen lassen. Die gar gekochten Salzkartoffeln abgießen, mit den Königsberger Klopsen auf Tellern anrichten und mit Petersilie bestreut servieren.

Bild „Buch-Titel“ und Rezept: © Dorling Kindersley Verlag / Foto: Brigitte Sporrer

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