Vegane Twix – Rezeptserie: Vegan nachgebaut

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Rezept für vegane Twix
Im zweiten Teil meiner Rezeptserie „Vegan nachgebaut“ habe ich mich einer besonders leckeren Nascherei gewidmet. Nachdem die bereits vorgestellten veganen Bounty reißenden Absatz in meinem Freundes- und Bekanntenkreis fanden, standen diesmal vegane Twix auf dem Programm. Das vegane Rezept dazu sowie meinen Erfahrungsbericht findet ihr nun hier.

Doppelter Karamellgenuss im Schokomantel

Die klassischen Twix haben ihren Ursprung in England. Die paarweise verpackten Schokoriegel bestehen aus einem knusprigen Keks, einer Karamellschicht, umhüllt von Milchschokolade. Jeder Riegel wiegt 25 g, ist 9 cm lang, 2 cm breit und etwa 1,5 cm hoch. Eine geniale Kombination, wenn man auf den süßen Karamellgeschmack steht. Anfangs dachte ich mir, dass es recht einfach sein wird, vegane Twix herzustellen. Allerdings brauchte ich einige Anläufe, um zu einem Ergebnis zu kommen, welches reproduzierbar ist sowie geschmacklich und optisch dem Original nahe kommt.

Meine veganen Twix

Die erste Hürde die sich mir aufgetan hat, war das Backen vom Knusperkeks. Er sollte die Originalmaße 9 x 2cm haben und 0,5 cm hoch sein. Ich habe mich hier für einen veganen Mürbteig entschieden. Die ersten Versuche waren allerdings von geringerem Erfolg meinerseits geprägt. Manchmal war der Teig zu brüchig, dann wieder zu feucht oder er behielt beim Backen einfach nicht die Form oder kam farblich nicht dem Original nahe. Es wollte mir nicht gelingen, einen passenden Mürbteig zu backen. Also musste meine nicht vegan lebende Oma helfen. Durch ihre langjährige Backerfahrung konnte sie mir einige hilfreiche Tipps geben. Auf was ihr bei der Herstellung eines guten Mürbteiges achten müsst, könnt ihr unter dem Rezept nachlesen.

Mein Rezept für vegane Twix

Ein bisschen Zeit und Geduld müsst ihr mitbringen, wenn ihr die veganen Twix nachbauen möchtet. Aber ich muss zugeben, dass sich der Aufwand absolut lohnt. Ich habe dabei versucht, die Zutaten so einfach wie möglich zu halten.

Zutaten (reicht für etwa 14-16 Twix)

Mürbteig:

  • 60 g kalte Alsan
  • 40 g Puderzucker (gesiebt)
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 100 g Weizenmehl
  • 20 g Stärke
  • ½ TL Sojamehl
  • 1 TL Pflanzenmilch
  • Prise Salz

Karamell:

  • 100 g Hafer-Sahne (oder auch Soja)
  • 80 g Zucker (ich hab eine Kombination aus Weißem und Rohrzucker genommen)
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 30 g Alsan

Schokoladenüberzug:

  • 125g Dunkle Kuvertüre
  • 25g weiße Schokolade
  • etwa 20g Kokosfett

Zubereitung

Mürbteig:

  1. Die vegane Butter mit dem Puder- und Vanillezucker vermixen.
  2. Das Sojamehl mit der Pflanzenmilch in einem separaten Gefäß verrühren.
  3. Nun alle Zutaten in einer Schüssel mit den Händen zu einem Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank für 1 Stunde ruhen lassen.
  4. Den Teig herausnehmen und etwa 10-15 Minuten bei Zimmertemperatur anwärmen lassen. Danach auf Backpapier zu einem 0,5 cm dicken Rechteck ausrollen und mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen. Anschließend in 9cm lange sowie 2cm breite Kekse schneiden.
  5. Im vorgeheizten Backrohr bei 160°C Umluft für etwa 35-40 Minuten knusprig backen, herausnehmen und komplett auskühlen lassen.

Karamell:

  1. Alle Zutaten gemeinsam in einem beschichteten Topf erhitzen. Unter ständigem Rühren ein zähflüssiges Karamell herstellen. Die Masse sollte nicht zu fest werden, da sie beim Abkühlen etwas aushärtet. Bei mir hat das etwa 10-12 Minuten auf niedriger Flamme gedauert.
  2. Anschließend das Karamell zügig auf die Kekse aufstreichen und zurechtformen. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, könnt ihr Unebenheiten mit den Händen entsprechen korrigieren.

Schokoladenüberzug:

  1. Die Schokolade entsprechen im Wasserbad vorbereiten und damit die Riegel überziehen.
  2. Auskühlen lassen und die Riegel dann paarweise vernaschen.

Twix vegan? So sehen Sie aus!

Der Kampf mit dem veganen Mürbteig

Einen guten Mürbteig herzustellen ist nicht ganz so einfach. Ich habe einige Anläufe gebraucht, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Hier ein paar kleine Tipps meiner Oma, die euch helfen sollen.

  • Handarbeit: Den Mürbteig bereitet man am besten nur mit den Händen zu, denn der Teig darf nie zu warm werden, da er ansonsten „brandig“ wird und später beim Ausrollen nicht mehr zusammen hält.
  • Temperatur: Es braucht ein bisschen Erfahrung, um die richtige Temperatur zum Verarbeiten des Teiges abschätzen zu können. Ist er zu kalt, wird er auseinanderfallen. Wenn er zu warm ist, lässt er sich nicht mehr richtig formen. Probieren heißt hier die Devise.
  • Ruhezeit: Oma sagt: „Hab Geduld!“ Also dem Teig eine kurze Ruhezeit nach dem Kneten gönnen. Laut ihrer Aussage ist er dann ordentlich „durchgezogen“ und lässt sich besser verarbeiten. Ich habe das dahingehend gemerkt, dass er tatsächlich besser formbar ist.
  • Zucker: Statt des normalen Haushaltszuckers empfiehlt es sich, Puderzucker zu verwenden, da sich dieser besser mit dem ganzen Teig verbindet und der vegane Mürbteig auch nach dem Backen noch hell ist.
  • Ausrollen: Den Teig zügig ausrollen und in Form bringen. Damit die einzelnen Kekse auch alle gleich dick sind und sich leichter ein Rechteck rollen lässt, habe ich Ausroll-Hölzer zur Hilfe genommen.

Insiderwissen Twix

In meiner Kindheit habe ich das Twix noch unter dem Namen Raider gekannt. Erst seit dem Jahr 1991 wurde der Schokoriegel zu Twix umbenannt. Hier findet ihr den originalen Werbespot aus den 80er Jahren.

Kommentare

  1. meint

    Hallo Einy,
    vielen Dank für diese wichtige Frage. Grundsätzlich gilt hier, herauszufinden, welche Schokolade dir am besten schmeckt. Für solche „Basteleien“ empfehlen sich entweder Kochschokolade, wobei ich diese dann meist mit Weißer und zusätzlicher Kakaobutter aufwerte, da die gewöhnliche Kochschokolade meist nur 40% Kakao besitzt und billig mit Zucker „gestreckt“ wird.
    Alternativ kannst du zu einer Kuvertüre greifen. Die ist schon hochwertiger und auch in der Verarbeitung einfacher. Hier mag ich die von Manner sehr gerne. Der nächste Schritt wären Schokoladen von Callebaut.
    Sehr gerne nehme ich aber auch Schokoladen von Zotter.

    Ich bin aber ohnedies gerade am Schreiben einer Artikelserie zum Thema Schokolade und da wirst du sicher auch fündig werden.

    Ich hoffe, dir soweit geholfen zu haben. Ansonsten sehr gerne bei uns melden.

    Lg
    Mike

  2. Labas Dari meint

    Wozu vegan, wenn man dann nicht mal Rohrohrzucker, geschweige denn Vollrohrz., Honig etc. nimmt.
    Ist das ein Trend, gehts um die Liebe zum Tier, aber warum dann nicht genug Liebe zu sich selbst und den Pflanzen denen jegliche gute Inhaltsstoffe ausgepresst werden… jedem seins, aber in eine einzige Richtung zu übertreiben fällt mir echt schwer nachzuvollziehen und leider hat sowas ja auch Konsequenzen für mich: Bioladen ist voll mit Zuckerzeug und anderem Fastfood…
    Und Mars, Snickers etc. Kann man sehr gut ohne Zucker herstellen, versuchs doch mal.
    Ich hätt keinen Nerv mich Stunden in die Küche zu stellen, um gesundheitlich bei Industrielevel zu bleiben. Obwohl Vollwertgetreide plus Industriezucker sogar schlimmere Auswirkungen haben können als n normales Twix etc.

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