Vegane Überraschungseier – Rezeptserie: Vegan nachgebaut

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Veganes Überraschungsei Rezept
Dies ist nun bereits der 4. Teil meiner Serie „vegan nachgebaut“. Heute widmen wir uns einem meiner früheren Lieblingsnaschereien mit besonderem Überraschungseffekt – dem Überraschungs-Ei oder auch kurz Ü-Ei genannt. Besonders die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Geschenke darin einzuhüllen, macht diesen Teil der Serie so besonders. Viel Spaß beim Nachmachen und Überraschen.

Spannung, Spiel und Schokolade in Einem

„Mami, bringst du mir was mit? Was Spannendes, was zum Spielen und Schokolade!“ Dieser Slogan ist uns sicher allen bekannt. Bereits vor vielen Jahren warb Ferrero damit in der Werbung. Ob die Nascherei nun pädagogisch wertvoll ist oder nicht, sei jetzt mal dahin gestellt. Definitiv sind Hype und Beliebtheit der Überraschungseier ungebrochen. Auch am Erscheinungsbild hat sich seit 1974 nur wenig geändert. Das typische Ü-Ei besteht aus einer 2-teiligen Hülle. Innen weiß, außen braun. Darin versteckt sich ein Spielzeug, welches in ein Plastik-Ei gehüllt ist. Der essbare Anteil wiegt genau 20 Gramm, das ganze Ei bringt je nach Inhalt zwischen 32 und 36 Gramm auf die Waage.

Eine vegane Überraschung zum kommenden Muttertag

Als Kind bin ich selbst total auf die Eier abgefahren. So überraschte mich meine Mama am Wochenende zum Frühstück schon mal mit dieser sündigen Nascherei. Für eine vegane Lebensweise sind die Ü-Eier leider nicht geeignet, da neben Zucker und Fett auch Milchbestandteile tierischer Herkunft enthalten sind. Am kommenden Sonntag ist wieder Muttertag. Die perfekte Gelegenheit, mich bei meiner Mama für all die Liebe und Fürsorge zu bedanken, die ich von ihr Tag für Tage bekommen habe und noch immer bekomme. Was liegt da also näher, um ihr diesen besonderen Ehrentag mit einem selbstgemachten, veganen Überraschungsei zu versüßen?

Liebe Mama, vielen Dank, dass es dich gibt und du immer für mich da bist!!!

Die Evolution der gelben Plastikkapsel

Die meisten Kapseln in den Ü-Eiern sind gelb. Ab 2007 ist die Standardversion mit Steg enthalten. Diese ist aus einem Teil gefertigt und durch die bogenförmige Vertiefung auf der Vorderseite äußerst leicht zu öffnen. Seit Markteinführung der Überraschungseier hat es allerdings rund 300!!! verschiedene Varianten gegeben.

So wird die vegane Schokolade zum Ei

Im Grunde ist es keine große Hexerei, ein veganes Überraschungs-Ei zu basteln. Benötigt werden lediglich eine Form zum Ausgießen mit Schokolade, eine Schüssel über einem Wasserbad zum Schmelzen, ein Rührspatel sowie helle und dunkle Schokolade. Im Internet gibt es genügend Bezugsquellen für Eierformen in verschiedensten Größen. Vom Mini-Ei bis hin zum Überdimensionalen ist grundsätzlich alles möglich. Wenn ihr möglichst maßstabgetreu dem Original Ü-Ei entsprechen wollt, dann organisiert euch am besten die Plastikhülle vom „Kinder Joy“. Egal für welche Gießform ihr euch entscheidet, Spaß macht es auf alle Fälle. Ganz wichtig beim Verarbeiten ist es, dass ihr temperierte Schokolade verwendet, da diese ansonsten nur unzureichend aushärtet. Dazu aber unten etwas mehr.

Mein veganes Überraschungs-Ei

Zwar heißt diese vegane Rezeptserie „vegan nachgebaut“, allerdings habe ich mich diesmal dazu entschieden, ein etwas größeres Format als das Original anzufertigen. Der Grund hierfür ist, dass es als Muttertagsgeschenk für meine liebe Mama geplant ist und für die Überraschung im Inneren etwas mehr Platz braucht. Mein ganzes Ei (ohne Überraschung) wiegt insgesamt 230g und birgt in seinem Inneren ein besonderes Dankeschön. Zum Schluss ist mir noch etwas Schokolade übriggeblieben. Damit habe ich zusätzlich noch kleine Eier gegossen und diese mit einer leckeren Füllung versehen. Aber nun für euch hier das Rezept.

Zutaten:

Equipment:

Zubereitung:

  1. Als erstes müsst ihr eure Gießform gründlich säubern. Es dürfen absolut keine Verunreinigungen vorhanden sein, da sich die Schokolade ansonsten nicht rückstandsfrei herauslösen lässt.
  2. Danach temperiert ihr die dunkle Schokolade. Diese gießt ihr anschließend in die Form und überzieht diese flächendeckend sowie gleichmäßig. Eventuell zieht ihr 2 Schokoschichten ein, damit das ganze Ei etwas stabiler wird. Anschließend legt ihr das Ei zum Abtropfen mit der offenen Seite nach unten auf ein Stück Backpapier. So rinnt überschüssige Schokolade ab und es entsteht ein kleiner Rand, der euch später das Zusammensetzen erleichtert.
  3.  Nach etwa 10-15 Minuten löst ihr das Ei vom Backpapier und legt es zum Auskühlen für etwa 1-2 Stunden in den Kühlschrank. Dabei zieht sich die Schokolade etwas zusammen, womit ihr es später ohne Probleme aus der Form lösen könnt.
  4. Nun temperieren wir die weiße Schokolade und verfahren damit genauso wie mit der Dunklen. Achtet darauf, dass diese nicht zu warm ist, da euch ansonsten die dunkle Schokolade zu schmelzen beginnt. Da diese aber recht kühl ist, sollte die weiße Schokolade sehr rasch fest werden. Es gilt, besonders zügig zu arbeiten. Beim Auftragen könnt ihr euch aber auch mit einem Silikonpinsel oder flexiblen Teigschaber behelfen.
  5. Nachdem nun die weiße Schokolade ebenso ausgehärtet ist, kleben wir beiden Hälften zusammen. Dazu erwärmt ihr einen Teller, legt die „Schnittfläche“ von einem Ei drauf, sodass die Schokolade leicht anschmilzt und klebt nun beide Teile zusammen. Natürlich sollt ihr nicht darauf vergessen, die Überraschung vorher in das Ei zu geben.
  6. Nun könnt ihr euer veganes Überraschungs-Ei verpacken, dekorieren und verschenken oder einfach selbst genießen.

Vegane Schokolade richtig temperieren

Da beim Schmelzen von Schokolade über 35°C die enthaltenen Kristalle aufbrechen, müssen wir dafür sorgen, dass sich diese beim Abkühlen wieder entsprechend bilden. Das hat den Vorteil, dass die Schokolade zum Schluss folgende Eigenschaften aufweist:

  • Glänzende Oberfläche (also keine grau-weißen „Flecken“)
  • Knackiger Bruch
  • Schrumpffähigkeit (wichtig zum Lösen aus der Gießform)
  • Langsames Schmelzen auf der Zunge

Zuhause gehe ich meist nach der Impfmethode vor. Ich schmelze also etwa 2 Drittel der Schokolade und gebe anschließend zum Abkühlen die Restliche hinzu. Somit komme ich auf die richtige Verarbeitungstemperatur um ein ausgezeichnetes Ergebnis zu erzielen. Für die verschiedenen Schokoladen gelten allerdings auch unterschiedliche Verarbeitungstemperaturen.

Max. Schmelztemperatur Opt. Verarbeitungstemperatur
Dunkle Schokolade 45°C 31 – 32°C
Weiße Schokolade 45°C 28,5 – 29,5°C
„Milch“schokolade 45°C 29,5 – 30,5°C

Umfassende Info zum richtigen Temperieren findet ihr zum Beispiel auf den Seiten von Zotter oder Theobroma.

Mein veganes Überraschungsei – so sieht es aus

Insiderwissen Überraschungs-Ei

Für manch einen Sammler ist die Ü-Ei Überraschung zum wahren Schatz geworden, denn die teuerste Figur, der „Nachtwächterschlumpf“ hat einen Wert von sagenhaften EUR 12.000!

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