Vegane Weihnachtsmärkte – Einstimmen auf ein friedliches Fest

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Dichtes Gedränge, der Duft von gebrannten Mandeln und „Last Christmas“ in Dauerbeschallung – das sind die gängigsten Klischees, die ziemlich jeder Weihnachtsmarkt erfüllt. Und dennoch gehört ein Besuch in der vorweihnachtlichen Zeit dazu: ob als Pärchen, mit der Familie oder als oftmals ausufernder Abend mit Arbeitskollegen und Freunden. Lange Zeit habe ich mich vor solchen Veranstaltungen gedrückt aber der vegane Weihnachtsmarkt in Duisburg hat dann doch mein Interesse geweckt.

Vegane Weihnachtsmärkte sind im Kommen

Findige Händler haben natürlich schnell bemerkt, dass auch Weihnachtsmärkte ein großes Potenzial haben, vegane Waren feilzubieten. Und jeder Veganer freut sich, dass er nunmehr zwischen Bratwurstmetern und Flammkuchen auch endlich pflanzliche Leckereien bekommt. Doch es ist nicht nur das Essen, was die Menschen auf die Märkte zieht. Beim Bummeln zwischen den einzelnen Buden entdeckt man oft kleine Geschenkideen, die man in den großen Kaufhäusern so nicht findet. Der Vegetarierbund Deutschland hat eine Übersicht über vegane Weihnachtsmärkte veröffentlicht. Hinzu kommen zahlreiche Märkte, auf denen einzelne Stände vegane Waren anbieten.

In Duisburg präsentierten sich über 40 Händler und Infostände und zeigten, dass man einen abwechslungsreichen Markt gestalten kann, der zum Verweilen einlädt. Ähnliches bewiesen ja bereits die zahlreichen Sommerfeste, die ebenfalls sehr gut von den Besuchern, egal ob vegan lebend oder nicht, angenommen wurden. Lokale Gastronomen wie Mexican Hat aus Duisburg oder das Essener Café Fleischlos (leider ohne Gaumenfreuden sondern nur mit Produkten) waren ebenso vertreten wie das münsteraner Kollektiv roots of compassion, Animal Peace oder Greenpeace Energy. So hatte man die Möglichkeit, sich nicht nur der Völlerei hinzugeben sondern sich gleichzeitig über weitere Aspekte des Veganismus informieren.

Vegane Geschenkideen kamen auch nicht zu kurz. Während man auf traditionellen Weihnachtsmärkten oft die Wahl zwischen Bienenwachskerzen, Filzpantoffeln und Maisenknödeln hat, wurde in Duisburg Upcycling groß geschrieben. Hierbei handelt es sich um die clevere Nutzung von Ressourcen, die sonst als Abfall auf dem Müll gelandet wären. Ob Taschen, Geldbörsen oder Accessoires aus LKW-Planen, Plastiktüten oder Blechdosen – mit kreativem Geist und handwerklichem Geschick wurde den Materialien ein zweites Leben eingehaucht. Innovative Designerstücke wurden auch in Form von Jutebeuteln, T-Shirts, und weiterer Kleidung angeboten – fair gehandelt und für einen guten Zweck.

Es ist vor allem der besondere Mix, der die veganen Weihnachtsmärkte von den lang etablierten Märkten unterscheidet. Während die normalen Weihnachtsmärkte in sämtlichen Deutschen Innenstädten nahezu austauschbar erscheinen, überzeugte in Duisburg – obwohl Indoor gelegen – die Mischung aus Information, kulinarischen Genüssen und handwerklichen Produkten lokaler Anbieter durch einen besonderen Charme. Die perfekte Einstimmung auf ein Fest, bei dem die Weihnachtsgans nicht um ihr Leben fürchten muss.

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