Veganer Grillspaß – texturiertes Soja zu Grillgut pimpen „like a boss”

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Veganer Grillspaß
Wer kennt das nicht – Sommer, Sonne, Sonnenschein und die Lust auf einen richtig leckeren veganen Fleischersatz vom Grill. Und ebenso kennen wir die häufig unbefriedigenden Ergebnisse, nachdem wir diversen Fertigprodukten ein feines Muster auf unserem Rost verpasst haben. Gewürzte Grillkohle dürfte ähnlich schmecken!

DAS vegane Grillrezept

Es hilft alles nichts, selbst ist der Mann/die Frau! Für unser veganes Grillgut (für 4 Personen) brauchen wir:

  • ca.400g große Sojafilets (z.B. Big Steaks oder Medaillons)
  • Brühe
  • 2 Tl Hefeextrakt
  • 3 Tl Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • Fleisch/Gyros Gewürz
  • BBQ-Sauce

Und los geht die wilde Fahrt!

Zuerst kochen wir die Sojafilets in Wasser auf. Anschließen werden die possierlichen Kerlchen abgeschüttet und ausgepresst. Am einfachsten geht das, wenn man ein rundes Gefäß benutzt und die Filets im Abtropfsieb zusammen presst.

Wem das zu langweilig ist, kann bei dieser Tätigkeit direkt seine, vor Jahren erlangten, Kenntnisse in Herzmassage wieder auffrischen. Auf Mund zu Soja Beatmung sollte allerdings verzichtet werden.

Nach dem Auspressen werden die Filets mit klarem Wasser abgespült. Diesen Vorgang (Ausspülen/Auspressen) etwa 5-6 wiederholen, um den Fensterkit – äh Sojageschmack – ins Nirvana zu schicken.

Bei dem ein oder anderen werden jetzt Gedanken á la „was für ein Aufwand!“, „das steht aber nicht auf der Verpackung!“ oder „ich habe aber jetzt Hunger!“ aufkommen. Stimmt! Aber wie heißt es so schön: „Was lange währt, wird endlich (Grill)gut!“

Im nächsten Schritt lassen wir unseren dehydrierten Sofafilets ein letztes, lauschiges Bad ein.

Statt Schaumbad geben wir ordentlich Brühe, Tomatenmark und Hefeextrakt ins kochende Wasser. Anschließen die Filets hinzugeben und abermals aufkochen lassen. Lieber überwürzen als zu lasch!

Diejenigen mit dem großen Hunger müssen jetzt ganz stark sein: Nach dem Aufkochen verweilen die Filets noch mindestens 1-2 Stunden (über Nacht geht auch) im würzigen Sud.

Da die überschüssige Energie vom Hunger und Warten abgebaut werden muss, legen wir den angestauten Frust in den letzten Auspress-Vorgang. Ist wirklich der letzte, versprochen!

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, kurz inne zu halten, sich selbst auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: „Ich habe Fleisch gemacht!!!“ (hierbei bitte den Tonfall von Tom Hanks in „cast away” benutzen, sonst verpufft die Wirkung!)

Meine Damen und Herren, es folgt das Finish!

Die Sojafilets werden nun in einer ordentlichen Menge Öl und unter Zugabe des Fleisch/Gyros Gewürz kurz angebraten.

Und da wir der Industrie zeigen wollen, wo der (vegane) Hammer hängt, kommt jetzt der „like a boss – Faktor“ ins Spiel.

Unsere Filets bekommen nun ihr BBQ-Mäntelchen verpasst. Dazu bestreichen wir die Filets mit der BBQ-Sauce und platzieren die Bande auf dem Grillrost. Wenn die Sauce leicht karamellisiert, ist unser Werk vollendet! (darauf achten, dass die Filets nicht zu trocken werden).

Wer keinen Grill zur Verfügung hat muss aber auch nicht traurig zu sein. Alternativ können die Filets in der Pfanne knusprig angebraten werden (noch eine fein gehackte Zwiebel mit dazu geben) und das BBQ-Finish im Backofen bei hoher Hitze, Oberhitze oder noch besser Grillfunktion, vollenden.

Unser veganer Fleischersatz hängt übrigens sehr gerne mit seinen Kumpels Kartoffelecken und Krautsalat ab. Da kommt Stimmung auf! Mahlzeit und gutes Gelingen!

Kommentare

  1. Dontsch meint

    Schön geschrieben! Schon deshalb lohnt sich der Mehraufwand 2 mal auszudrücken :)
    Noch eine Bereicherung für lauschige Grillabende

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