Lioghi – veganes Eis der Extraklasse

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veganes Eis von Lioghi schmeckt gut

Zu meinen Lieblingsaufgaben bei VEGAN NEWS gehört das Testen der neusten pflanzlichen Produkte, die derzeit auf den veganen Markt geschmissen werden. Heute möchte ich euch – in meiner Rezension und anschließendem Interview – ein besonderes, veganes Eis vorstellen, bzw. das junge Unternehmen Lioghi, welches sich zur Aufgabe gemacht hat pflanzliches, allergiefreies, schmackhaftes, veganes Eis zu kreieren. Lioghi ist übrigens ein Fantasiename.

Gutes veganes Eis ist immer noch eine Marktlücke

Handgemachtes, veganes, somit laktosefreies, glutenfreies, sojafreies Eis, das auch noch frei von jeglichen Farb-, Aroma- und Zusatzstoffen ist, ist eine Marktlücke. Der Fruchtanteil der Sorbets liegt bei teilweise 48%! Bereits 14 verschiedene Eissorten sind von Lioghi im Angebot und fast wöchentlich kommen neue dazu.

Ich musste das Pistanzieneis testen. War es doch als Kind mein absoluter Favorit, den ich leider seit vegan-lebender Zeit nicht mehr konsumieren konnte, weil diese Geschmacksrichtung schlicht und ergreifend einfach nicht in veganer Variante zur Verfügung stand.

Eis vegan essen Familie

Anne & Manuel, mein Sohn und mein Mann lassen es sich schmecken

Somit luden wir an einem sommerlichen Nachmittag ein befreundetes Pärchen zum Kuchenessen und Kaffetrinken ein. Die liebsten Gäste sind mir ja solche, die selber einen veganen Kuchen mitbringen. :) Anne, ist ein solcher Gast und brachte vegane Muffins mit Marzipansternchen und noch lauwarmen Kirsch-Apfel-Blaubeer-Crumble mit. Dazu gabe es dann von uns das Lioghi-Pistazieneis und Lioghi-Mangosorbet.

Das Pistazieneis ließen wir auf dem warmen Crumble schmilzen. DAS WAR UNGLAUBLICH LECKER. Ob nun pur oder auf dem erwähnten Crumble, das Pistazieneis schmeckt bombastisch.

Das Mangosorbet wurde als nächstes getestet und ebenfalls für außerordentlich gut befunden.

Das Fruchteis ist leicht, nicht wässerig (Sorbets sind ja oft wässerig oder zu sauer oder beides), die anderen Sorten haben einen feinen Geschmack (nicht wie zb. bei Sojaeis den bekannten Sojanachgeschmack), sind leicht cremig und haben eine angenehme nicht penetrante Süße.

Meine absolute Kaufempfehlung.

Die Mindestbestellmenge beträgt 4 Becher á 500 ml und es können maximal 8 Becher á 500 ml bestellt werden.

Die Lieferung erfolgt mit einer EPS-Box durch den DPD. Die Produkte werden mit Trockeneis (CO2 in fester Form) gekühlt das bei minus -78°C verdampft. Weitere Versand- und Lieferbedingungen hier.

Die 500ml-Behälter liegen durchschnittlich bei 7,90€. Derzeit liegt lediglich das Pistazieneis bei einem Verkaufspreis von 9,40€.

Diesem jungen Unternehmen bzw. excellenten Eis werde ich in Zukunft treu bleiben!

Veganes Eis von Lioghi in den Sorten Pistazie und Mango

Interview mit Markus von Lioghi

Sabine: Seit wann gibt es euer Eis?

Markus: Das Eis wird seit 8 Wochen an Endkunden verkauft (seit dem VSD Stuttgart).

Sabine: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Markus: Die Freundin von Chris ist Veganerin. Es gab aber früher kein veganes Eis das „richtig“ gut schmeckt. Daraufhin hat Chris angefangen das Eis zu entwickeln. Zudem wollten wir zeigen, dass für ein gutes Eis kein Tier leiden muss. Also im Prinzip sind die Frauen und die Liebe daran schuld das es lioghi Eis gibt 😉 Natur braucht keine Verstärker!

Sabine: Wie lange hat es gedauert?

Markus: Die Entwicklung hat ca. 3 Jahre gedauert und auch sehr viele Rückschläge bzw. Erfahrungen gebracht. Rückschläge zu Essen ist grausam 😉 Aber die Versuche bzw. das Eis wurden nach und nach besser. Ende letzten Jahres haben wir dann eine Basis gefunden die sensationell ist bzw. schmeckt.

Sabine: Welche Eissorten könnt ihr herstellen?

Markus: Wir können jede beliebige Eissorte vegan herstellen. Die neuesten Kreationen sind Cocktail Eis (mit Alkohol). Das ist genauso, wie wenn du einen Caipirinha in einer verdammt guten Cocktail Bar trinkst. Nur bei uns kannst du es schlecken ;-).

Sabine: Woher kommt der Name lioghi?

Markus: Der Name ist ein reiner Fantasiename und hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen.

Sabine: Wer hat an dem Eis mitgearbeitet?

Chris von Lioghi

Chris von Lioghi mit seinem veganen Eis-Produkt

Markus: Wir sind nur 2, Chris und ich. Chris hat aber das Eis alleine entwickelt. Er ist ein unglaubliches Genie was das „Eismachen“ betrifft.

Wir (seine Eltern, Nachbarn, Freundin und ich) konnten ihn nur dabei unterstützen. Für ihn ist das „Eis machen“ eine Passion mit verdammt viel Leidenschaft und das schmeckt man.

Sabine: Wo kann man das Eis kaufen?

Markus: In Augsburg beim Rewe, Nah und Gut (Edeka) oder online. Wir versuchen noch mehr Märkte zu gewinnen. Es ist aber schwierig, weil es den meisten nicht um Qualität sondern um Marge beim Eis geht.

Sabine: Wer seid ihr?

Markus: Zwei sympathische Jungs :-) Chris arbeitet und ich bin der „Nette“. Chris ist 35 Jahre alt und kommt aus der Gastronomie. Ich bin Informatiker (40 Jahre) und habe viele Jahre in einen internationalen Konzern gearbeitet. Nach vielen stressigen Jahren und gesundheitlichen Problemen habe ich meinen Job im „Hamsterrad“ an den Nagel gehängt. Ich konnte Chris überzeugen, dass sein veganes Eis in die große, weite „Welt“ gehört. Bei dem Eis geht es um Qualität. Es ist Vegan, ja. Allerdings ist die Qualität so gut, dass es mit dem herkömmlichen Speiseeis mehr als nur mithalten kann. Es ist einfach besser und natürlicher.Auch für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie ist das Eis natürlich der Hammer: kein Gluten, keine Farbstoffe, keine Zusatzstoffe, kein Soja etc. …..Natur pur.

Handgemachtes veganes Eis von Lioghi

Alles handgemacht – sogar die Beklebung der Packung

Es ist generell sehr schwierig ein Eis auf den Markt zu bringen. Wir sind nur eine kleine Eisfabrik. Viele Lieferanten sprechen nicht mal mit uns. Ein Beispiel: Wir haben 1000 Eisbecher aus Papier gesucht. Die großen Hersteller haben eine Mindestabnahmemenge von 25.000 Stück. Da sind wir für die völlig uninteressant. Auch der Hinweis das wir wachsen könnten hat keinen „gejuckt“. Durch Zufall haben wir aber einen Händler gefunden, der uns „nur“ 1000 Becher liefern kann. Die Becher bekleben wir übrigens selber. Der komplette Prozess der Herstellung ist wirklich „handgemacht“. Selbst das Design der Becher haben wir gestaltet.

Sabine: Lieber Markus, vielen Dank für das informative Interview. Wir wünschen euch auf eurem weiteren Weg alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg!

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