Vegdog – Endlich Bewegung auf dem Markt für veganes Hundefutter

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Vegdog veganes Hundefutter
Der derzeit pflanzliche Hunde-Dosenfutter-Markt bietet noch viel Platz für ausgewogen-gesunde, schmackhafte Kreationen für den „besten Freund des Menschen“. Das Team von VegDog hat sich dieser Lücke angenommen und entwickelt derzeit mit einer Münchner Tierärztin ein veganes Alleinfuttermittel, welches gewährleisten soll, dass der Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird und das den Bedürfnissen jeder Gewichtsklasse mit pflanzlichen Alternativen gerecht wird. Um gezielter auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Hunde einzugehen, gibt es unterschiedliche Zusammensetzungen. Es werden nur hochwertige, weitestgehend regionale Produkte in Bioqualität verwendet und schonend zu einem schmackhaften Futter verarbeitet. Die beigefügten Mineralien und Vitamine sind auf eine vegane Ernährung abgestimmt und gewährleisten eine Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen. Neben der hohen Futterqualität, leisten die VegDog-Produkte einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz.

In 2 Monaten soll die VegDog-Crowdfundingaktion starten und braucht euch, um mit voller Kraft in Produktion gehen zu können. Geschäftsführerin und Dipl. Ing. Tessa Zaune hat sich für ein kleines Interview Zeit genommen.

Interview mit Tessa Zaune von VegDog

Sabine: Vielen Dank, dass du dir für uns Zeit nimmst, Tessa!
 Ihr steht aktuell noch in der Küche und experimentiert an der Zusammensetzung eurer Produkte. Wie können wir uns das vorstellen? Schauen euch die mitwirkenden Tierärzte regelmäßig über die Schulter?

Tessa: Die Tierärzte entwickeln in Abstimmung mit uns die Rezepte. Sie sind spezialisiert auf den Bereich Tierernährung und wählen die Inhaltsstoffe so, dass eine optimale und bedarfsgerechte Versorgung der Hunde gewährleistet wird. Nach der Rezeptentwicklung kochen wir die Rezepte erstmal in unserer heimischen Küche und unsere Hunde entscheiden ob das Rezept auch geschmacklich gut ankommt. Der nächste Schritt ist die industrielle Fertigung und eine vollständige Laboranalyse damit wir sicherstellen können, dass alle Nährstoffe auch nach dem Herstellungsprozess noch ausreichend enthalten sind.

Sabine: Wie kam es zu der Hunde-Futter-Idee?

Tessa: Ich war selber lange auf der Suche nach geeignetem veganem Hundefutter und habe mich bei der Entscheidung, meine Hunde fleischlos zu ernähren, immer von Spezialisten beraten lassen. Dabei kamen wir zu der Erkenntnis, dass es aktuell noch kein veganes Alleinfutter für Hunde gibt, dass die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen gewährleistet. Gerade die optimale Versorgung mit Aminosäuren ist bei der veganen Ernährung ein Punkt, der nicht ganz leicht umzusetzen ist. Aus diesem Grund habe ich mir von Spezialisten Rezepte erstellen lassen, die ich dann selber zuhause gekocht habe. Allerdings ist das sehr aufwendig und oft mangelte es mir an Zeit. Da die Nachfrage an veganem Hundefutter zunimmt, ist mir klar geworden, dass es viele Leute gibt, die vor genau dem selben Problem stehen wie ich. Und so war die Idee geboren ein veganes Alleinfutter mit Experten zu entwickeln das Hand und Fuß hat. Wir hoffen so auch viele skeptische Leute mit unserem Produkt überzeugen zu können.

Sabine: Wer steckt dahinter und wie groß ist dein Team?

Tessa: Mein Team besteht aktuell aus Franziska Oblinger (Marketing), Johanna Weiß (Juristin) und mir sowie den Tierärzten als externe Berater. Außerdem haben wir noch Tico und Nelson als 4-beinige Entscheidungsträger dabei. Alle Rezepte werden geschmacklich von ihnen überprüft. Im Moment sind wir noch auf der Suche nach einem geeigneten Logistik- und Vetriebsexperten.

Sabine: Lebst du selber vegan?

Tessa: Ich war lange Zeit Vegetarier und lebe selber seit 1,5 Jahren (fast) vegan. Bei mir ist die vegane Lebensweise ein Prozess der sich nicht von heute auf morgen ändert sondern nach und nach automatisch einstellt. Inzwischen verzichte ich neben tierischen Lebensmitteln auch auf tierische Produkte in Kleidung, Schuhen, Accessoires, Haushaltsartikeln, Kosmetik etc. Trotzdem werfe ich z. B. meine alten Ledertaschen nicht direkt in die Mülltonne kaufe aber auch keine neue Echtledertasche mehr – deswegen das „fast“ vegan 😉

Sabine: Wer testet(e) deine bisherigen Geschmackskreationen?

Tessa: Neben meinen 2 eigenen Hunden gibt es Hunde von Freunden die immer wieder Testesser sind. Meine Hunde sind veganes Futter gewöhnt und lieben es. Deswegen ist es für uns umso wichtiger auch Fleischesser geschmacklich zu überzeugen und wir sind immer froh über „neutrale“ Testesser.

Sabine: Wieviele Geschmacksrichtungen wird es zu Beginn geben?

Tessa: Geplant sind anfänglich 4 Rezepte. 2 Sorten für normalgewichtige Hunde und 2 Sorten für übergewichtige Hunde. Im zweiten Schritt möchten wir eine Alternative zu Soja anbieten. Hier müssen wir aber erst Laboranalysen von geeigneten Alternativen erstellen lassen was mit einem hohen zeitlichen und kostenintensiven Aufwand verbunden ist. Unser Traum wäre irgendwann eine vollständige vegane Produktpalette anbieten zu können – von Alleinfuttermittel (Feucht – und Trockenfutter) über Leckerchen bis hin zu veganen Kauprodukten.

Sabine: Wo werden eure Produkte käuflich zu erwerben sein?

Tessa: Da wir als Start-Up über begrenzte finanzielle Mittel verfügen, wird das Futter im ersten Schritt nur über unseren OnlineShop auf www.vegdog.de erhältlich sein. Hier versuchen wir auch schnellstmöglich ins EU-Ausland zu liefern. Im zweiten Schritt möchten wir mit geeigneten Online-Vertriebspartnern zusammenarbeiten. Der dritte Schritt ist dann der Verkauf über den Handel.

Sabine: „Wie schon Stiftung Warentest veröffentlichte, ist der Fleischanteil im Hundefutter zweitranging, Hauptsache, die Nährstoffe stimmen. (Quelle)“ Wie geht ihr sicher, dass der Hund durch euer Futter bestmöglich versorgt wird und welche Inhaltsstoffe finden wir in VegDog?

Tessa: Wichtig ist, dass man eine gute pflanzliche Eiweißquelle hat, die mit tierischem Eiweiß vergleichbar ist. Daher bleiben wir vorerst bei Soja, welches das hochwertigste Eiweiß unter den pflanzlichen Futtermitteln ist und die grundlegende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren gewährleistet. Zudem kommen noch stärkereiche Futtermittel als Energieträger hinzu (wie z. B. Kartoffeln), Gemüse, Obst, hochwertiges Öl und die passenden Ergänzungen an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, die über die natürlichen Gehalt der Zutaten nicht ausreichend gedeckt wären. Das ist bei einem Alleinfutter immer notwendig, egal ob mit oder ohne Fleisch. Bei veganem Futter sind es allerdings ein paar mehr.

Sabine: Wieviel Startkapital braucht ihr um loslegen zu können und welches „Dankeschön“ erwartet eure Unterstützer?

Tessa: Die anfänglichen Investitionen sowie die erste Charge werden von uns über einen Kredit abgedeckt. Das Crowdfunding wird zur weiteren Produktion des Futters sowie die hohen Laborkosten für die vollständigen Nährstoffanalysen und das Marketing benötigt. Die genaue Summe wird im Moment noch kalkuliert. Als Dankeschön soll es neben einigen schönen Merchandise-Produkten, unser Futter, vegane Leckerchen, ein von mir und Freunden gekochtes veganes 3-Gängemenü sowie Urlaub auf einem Lebenshof geben.

Sabine: Tessa, ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg mit den VegDog-Produkten.

Tessa: Liebe Sabine. Besten Dank für Dein Interesse an uns und unseren Produkten. Wir wollen mit VegDog einen dringend benötigend Beitrag zum Tier – und Umweltschutz leisten und Hunde gesund vegan ernähren. Drück uns die Daumen :-).

VegDog-Impressionen

Kommentare

  1. Michael meint

    ich finde eure Idee super, aber in jedem bisherigen Veganfuttermitteln stößt mir der hohe StärkeAnteil auf. natürlich ist Stärke ein super Kalorienlieferant, aber Hunde können es meist nicht optimal verwerten und brauchen sie vor allem auch nicht. alles was 1o-20% übersteigt, sollte sehr kritisch bewertet werden. man muss sich nur die immer weiter steigende Zahl der Diabetes kranken Hunde angucken! und wenn man dannsieht, dass sspeziell von Tierärzten entwickeltes Diabetes Futter immer noch Stärkeanteile von 30% und mehr hat, dann grenzt das schon an Vorsatz!

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