Eiskalte Geschäfte – VGT deckt schockierende Zustände unnötiger Tiertransporte auf

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Vor kurzem hat der VGT (Verein gegen Tierfabriken) seinen neuen Dokumentarfilm veröffentlicht. Dabei geht es um die brisante Situation aktueller Tiertransporte von Kälbern aus der Milchindustrie. Transportzeiten von bis zu 90 Stunden von Österreich bis nach Spanien sind keine Seltenheit sondern Alltag.

VGT enthüllt: 2500 Kilometer ohne Pause

Der VGT (Verein gegen Tierfabriken) setzt sich seit vielen Jahren für Verbesserungen in der industriellen (Massen)Tierhaltung ein. Ausgestattet mit versteckten Kameras, Infrarot- wie GPS-Geräten haben Mitarbeiter im letzten Jahr die furchtbaren Zustände der Tiertransporte von Österreich ins Europäische Ausland dokumentiert. Die Kälber legen dabei eine Strecke von 2500km in 90 Stunden zurück – ohne entsprechende Pausen und Wasser bzw. Nahrung. Zudem konnten gewaltsame Methoden bei der Be- und Entladung festgehalten werden. Eine Anzeige durch den VGT ist bereits eingereicht.

Aus Mangel an Gewinn abtransportiert

Die (Massen)Tierhaltung ist wie jede andere Branche auch darauf ausgerichtet, gewinnoptimiert zu arbeiten. Dies ist allerdings selten mit den Bedürfnissen fühlender Lebewesen vereinbar. Aus Österreich werden jährlich im Schnitt 80.000 Kälber aus der Milchindustrie zu Mastzwecken ins Europäische Ausland transportiert. Viele männliche Kälber aus der Milchindustrie bescheren den heimischen Betrieben zu geringe Gewinne, da sie zum einen keine Milch geben und zu anderen für die Fleischmast „genetisch ungeeignet“ sind. Darum bringen eng bemessene LKWs die Tiere auf langen Transportwegen ins Ausland zu anderen Mastbetrieben.

Frau Mag. Edith Sichtar vom VGT kommentiert die Zustände folgendermaßen:

Es kann nicht sein, dass viel zu junge Kälber die noch nicht von der Muttermilch entwöhnt sind, über 90 Stunden transportiert werden. Da sie weder Wasser noch feste Nahrung vertragen, müssen sie während der gesamten Fahrt Hunger und Durst leiden!

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