37.000 Hühner in Japan wegen Vogelgrippe getötet

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Am Dienstag ordneten die Japanischen Behörden die Notschlachtung von rund 37.000 Hühnern eines Mastbetriebes in Yamaguchi an. Da hier Tiere vor einigen Tagen positiv auf das Virus H5 getestet wurden, wird so versucht, einem erneuten Ausbruch der Vogelgrippe Einhalt zu gebieten.

Massenschlachtung zur Eindämmung der Geflügelpest

In der Präfektur Yamaguchi, im Südwesten der Japanischen Insel Honshu, hat der Besitzer einer Geflügelfarm den plötzlichen Tod von einigen Tieren festgestellt. Ein DNA-Test bestätigte das H5. Um eine Ausbreitung der Geflügelpest zu vermeiden, haben die lokalen Behörden eine sofortige Notschlachtung von 37.000 Tieren angeordnet. Zudem wurde eine Sicherheitszone von 10 Kilometer eingerichtet und eine sofortige Isolation angeordnet.

Die Geflügelpest war in den letzten Jahren bisher vor allem in Asien zu einem Problem geworden. Im November 2014 gab es allerdings ebenso in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mehrere Fälle. Das Virus wurde vermutlich aus Südkorea durch Wildvögel eingeschleppt. Ein übertreten auf Masttiere konnte zum damaligen Zeitpunkt verhindert werden.

Das Virus H5

Der aggressive Erreger der Geflügelpest ist ein hoch pathogenes Grippevirus und kann alle Vogelarten befallen. Dazu gehören auch Hühner, Puten, Gänse und Enten. Aufgrund schneller Genveränderungen kommt es ständig zu neuen Abarten der Grippeviren. Übertragen wird die Krankheit durch die sogenannte Tröpfcheninfektion, also eine Ansteckung über die Luft. Betroffene Tiere zeigen dadurch allgemeine Schwäche, Fieber, Ödeme sowie einige andere Symptome, wobei die Krankheit nahezu immer tödlich endet.

Bekämpfung und Tierschutzgesetz

Wird in einem Betrieb der Ausbruch der Geflügelpest festgestellt, wird meist der gesamte Tierbestand des Halters getötet, um einen globalen Ausbruch zu verhindern. Anschließend werden die Kadaver verbrannt. Aufgrund der Massentierhaltung sterben dabei nicht nur infizierte Tiere, sondern als „Sicherheitsmaßnahme“ die ganze Zucht. Theoretisch gibt es die Möglichkeit einer Impfung. Diese scheidet in der Praxis wegen einer möglichen Immunisierung und Mutation des Virus aus. Menschen können sich im direkten Kontakt mit betroffenen Tieren anstecken und zeigen in der Regel nach 2 bis 5 Tagen grippeähnliche Symptome. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Tod der Patienten. Für Deutschland besteht aufgrund des Falles in Japan zurzeit allerdings kein Risiko.

In Europa regelt die Geflügelpest-Verordnung (Grundlage des Tierseuchengesetztes) die Maßnahmen zum Schutz zur Ausbreitung. Hier sind u. a. die Stallpflicht und das Verbot von Schutzimpfungen geregelt.

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Kommentare

  1. meint

    37.000 Hühner. Getötet. Auf einem Schlag. So, als ob es sie nie gegeben hätte.
    Solche Aktionen machen mich wütend. Wütend, warum so viele Tiere auf so engen Raum zusammengepfercht werden.
    Wütend, weil keine Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Tieres aufgestellt werden. Scheint wohl die einfachere, billigere Lösung sein. 37.000 Tiere in Massenschlachtung zu töten, als in eine artgerechte, geschützte Haltung zu investieren. Traurig, wie gewissenlos und unbarmherzig die Menschheit geworden ist…

  2. Sol meint

    Mein Mitgefühl für jedes einzelne Lebewesen,
    welches erst aus Freßsucht der Fleischfresser gezüchtet und
    dann noch auf Grund der Mastumstände nun prompt wieder gekeult wird, nicht nur in Japan…
    Sinnloser „geht“ Leben nicht!
    Könnte ko****!
    Neujahrsgrüße Sol

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