Volle Nuss voraus – Erdnussbutter selbst gemacht

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Alle, die an Arachibutyrophobie leiden, sollten nun keinesfalls weiterlesen
„Arachi-was? Ihr wisst schon, die Angst vor Erdnussbutter. Ich selber gehöre zum Glück nicht dazu. Ich liebe Erdnussbutter so sehr, dass ich vor einiger Zeit beschlossen habe, diese ab sofort selbst herzustellen. Manchmal sogar in sehr ausgefallenen Geschmacksvarianten. Probiert es doch ganz einfach selbst mal aus.

Erdnussbutter selbst gemacht

Die Keine-Nuss Erdnuss

Streng genommen ist die Erdnuss eigentlich eine Hülsenfrucht. Und gesund ist sie; zumindest wenn sie in Maßen genossen wird, denn Erdnüsse liefern pro 100g knapp 600 Kalorien. Für die vegane Ernährung aber besonders Interessant, da Sie einen Porteingehalt von 24% mitbringt und sehr reich an Vitamin B sowie Magnesium ist.

Warum selber machen?

In meinem Kühlschrank gehört Erdnussbutter eigentlich zur Standardausstattung. Nicht nur für das vegane Frühstück geeignet, lässt sich damit auch super backen, kochen oder in aller Boshaftigkeit Wände beschmieren. Die Varianten aus dem Supermarkt sind mir oftmals einfach zu süß, zu künstlich im Geschmack oder eben nicht ausgefallen genug. Darum hab ich begonnen, selbst vegane Erdnussbutter herzustellen. Hier für euch mein Basisrezept.

Basiszutat:
Erdnüsse (roh und geschält)

Küchengeräte:
Backrohr oder Pfanne
Standmixer

Zubereitung:

  • Ich röste die Erdnüsse am liebsten im Backrohr. Dazu die Nüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 150°C goldbraun rösten. Ab und zu umdrehen/durchmischen, damit alle Nüsse gleichermaßen braun werden.
    Anm.: je dunkler ihr die Nüsse röstet, desto intensiver wird der Geschmack der fertigen Erdnussbutter. Aber Vorsicht, dass die Nüsse nicht verbrennen.
  • Anschließend die Nüsse auskühlen lassen
  • Wenn Ihr Salz oder Gewürze zugebt, dann dies unter die noch heißen Nüsse mischen, da dadurch das Aroma besser aufgenommen werden kann.
  • Erdnüsse in einem Mixer zu einer cremigen Erdnussbutter verarbeiten.
  • In ein Glas füllen und entweder im Kühlschrank oder in der kühlen Speisekammer lagern.

Meine Top 5 Variationen

Wie schon gesagt, sind die geschmacklichen Möglichkeiten unbegrenzt. Darum hier meine Lieblingsauswahl an 5 veganen Erdnussbutter Rezepten. Die jeweiligen Zutaten dosiere ich immer nach Gefühl.

Sweet Vanilla
Erdnüsse, Agavendicksaft, Vanilleschoten oder Vanilleextrakt.

Crunch and Creamy
Erdnüsse, Salz, Erdnussöl, grob gehackte Erdnüsse (zum Schluss per Hand untergemischt).

Forest Blend
Erdnüsse, frischer Rosmarin oder andere Kräuter, Ahornsirup, Prise Salz.

Peanut Chocolate Love
Erdnüsse, Vanillezucker, geschmolzene Schokolade (weiß oder dunkel).

Caramel Addicted
Erdnüsse, karamellisierter Zucker oder fertiges Karamell, ev. Dattelsirup

Geheimnisse der perfekten Erdnussbutter

Bisher habe ich schon viele Kilos an Erdnüssen verarbeitet und lerne jedes Mal etwas Neues dazu. Folgende Tipps kann ich euch jedoch aus Erfahrung sehr ans Herz legen:

  • Augen auf beim Rösten. Hier könnt ihr den Geschmack sehr beeinflussen. Also Augen immer mit Spannung auf Ofen oder Pfanne gerichtet und ausprobieren.
  • Langsame Stufe am Mixer wählen.
  • Kräuter, Salz und andere Gewürze schon während des Auskühlens unter die Erdnüsse mischen.
  • Salz verstärkt den Geschmack.
  • Zusätzliches Öl macht die fertige Erdnussbutter cremiger.
  • Selbstgemachte Erdnussbutter hat eine andere Konsistenz als gekaufte. Also nicht wundern, wenn diese bei Zimmertemperatur etwas dünner ist. Ich lagere meine deshalb immer im Kühlschrank.
  • Selbstgemachte Erdnussbutter hält sich mindestens 1 Monat.
  • Seid mutig auch ungewöhnliche Kombinationen zu probieren.
  • Wenn es besonders schnell gehen muss: geröstete und gesalzene Erdnüsse aus dem Supermarkt verwenden.

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