Kennt Ihr Yuba? – Tofuhaut, die Mega-Bereicherung auf dem Teller

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Yuba
Du beißt rein… außen ist es knusprig, innen faserig und ein bisschen gummiartig… aber mega-befriedigend drauf zu kauen. Da ist es, dieses Kaugefühl, was mir so fehlte! Kein Vergleich zu noch so kross angebratenem Tofu. Und auch Seitan kann da nicht mithalten, auch dabei fehlt das Gefühl „was zum Kauen zu haben“. Die Rede ist von Yuba. Nach 4 Jahren veganem durchs Leben futtern bin ich wirklich überrascht, daß ich noch nie was davon gehört habe.

Was ist Yuba genau?

Yuba, auch Tofustangen genannt, entsteht wenn Sojamilch erhitzt wird. Das geschieht in großen, flachen Behältnissen und der Film, der sich oben bildet wird abgeschöpft, aufgehangen und als Blätter getrocknet. Teils kann man diese Blätter getrocknet kaufen, oder auch auch zu Stangen gerollt. Ende des 16. Jahrhunderts taucht Yuba sowohl in japanischen als auch in chinesischen Aufzeichnungen auf.

Wie verwendet man Yuba?

Als Stangen wird es in Asien z. b. als Suppeneinlage verwendet. Die Blätter eignen sich gut zum Befüllen. Zu finden sie sie in allen Asia-Supermärkten.

Ich experimentiere jetzt seit ein paar Wochen damit und das ist bisher mein Zubereitungsfavorit:

  1. Tofustangen mindestens 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
  2. Währenddessen Marinade zubereiten.
  3. Eine ordentliche Menge Öl (ich nehme Rapsöl, 40g) mit „Hähnchengewürz” anrühren. Eine Knoblauchzehe reinpressen, einen Spritzer Zitrone dazu und dann mit Sojasoße abschmecken. Ruhig etwas überwürzen!
  4. Wenn die Stangen auch innen ganz weich sind, Wasser abgießen.
  5. Nun die Stangen in mundgerechte Stücke schneiden und in die Marinade legen. Anfänglich habe ich die Stangen ca. 1 Stunde in der Marinade ziehen lassen, aber ich glaube sie nehmen so schnell den Geschmack an, das man auch direkt losbraten kann.
  6. Nun beginnt der Spaß! Das Öl der Marinade zum Braten verwenden und heiß werden lassen. Die Yuba-Stücke etwas ausdrücken und in das heiße Öl legen. Vorsicht, durch das aufgesogene Wasser ist das eine etwas spritzige Angelegenheit.
  7. Wie lange ihr die Yubas (oder wie auch immer die Mehrzahl heißt) anbratet, hängt von eurer Geduld und der Vorliebe für Knusprigkeit ab. Ich mache das ca. 8 Minuten bei mittlerer Hitze. Dann ist alles was außen ist richtig kross und die inneren Schichten noch ein bisschen weich. Für mich verstörend nah an einem Stück Hähnchen. Brät man länger, wird alles total knusprig und schmeckt dann wie Hähnchenhaut pur.

Mein Fazit

Es lohnt sich definitiv in den Asia-Supermarkt zu gehen und mit Yuba herumzuexperementieren. Was die Konsistenz angeht ist das für mich die beste Fleischalternative. Was Geschmack angeht, nimmt Yuba alles dankbar auf und ich werde sicherlich noch einige Variationen ausprobieren. Eigene leckere Yuba Experimente könnt ihr gerne unter dem Artikel als Kommentar posten.

In diesem Sinne: Hipp, Hipp, Yubaaa!

Kommentare

  1. zozo meint

    Ja hallo!!! Das klingt ja sehr interessant! !!!

    Ich werde auf jeden fall ausprobieren! !!!

    Ha Danke für den Tipp! !!!!

    Gr. zozo

  2. meint

    Mensch, ich habe seit einem halben Jahr eine Packung in der Speisekammer herumfliegen. Die muss ich direkt mal suchen.
    Danke fürs erinnern! Liebe Grüße, Anja

  3. Elke meint

    Hallo! Hier noch ein Tipp um Yuba zu finden. Es wird im Asialaden auch als Dried Beancurd verkauft, Mit Yuba konnte mein Asia-Laden nichts anfangen.

  4. Sol meint

    Yammmiii ;-))
    Gestern abend endlich ausprobiert, mein neues Lieblingsschmatz,
    gibts heut gleich wieder…
    Danke für diesen Tipp, und ebenso für den Hinweis, dass Asialäden mit „Yuba“ nix anfangen können, war bei mir auch so, aber als ich „Dried Beancurd“ nannte, fand ich es schnell.

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