Bist Du ein Zero Wastler? – Anregungen für Neueinsteiger

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Hand aufs Herz: Trennst Du den Hausmüll? Ich meine so richtig in Papier, Plastik, Bio- und Restmüll? Und noch eine indiskrete Frage: Nutzt Du die Ressourcen auch sinnvoll? Ich rede von so was wie, das Fahrrad für die kurzen Wege zu benutzen statt das Auto oder Mehrwegflaschen zu kaufen. Also ich persönlich glaube schon, dass zumindest die Mülltrennung bereits bei vielen Menschen als Grundgedanke in ihrem Alltag verankert ist. Wenn Du aber noch einen Schritt weiter gehen willst, dann ist vielleicht die Zero Waste Bewegung interessant für Dich. Das Ziel der „Zero Wastler“ ist, einen ökonomischen Kreislauf anzustreben, in dem die Rohstoffe so lange wiederverwertet werden bis sie vollständig aufgebraucht sind. Neugierig geworden?

„Zero Waste“ bedeutet übersetzt „Null Verschwendung“ und kommt ursprünglich aus den USA. Die Initiative hat bereits eine große Fangemeinschaft rund um den Globus, so auch in Deutschland. Im Grunde versucht „Zero Waste“, so wenig Müll wie nur möglich zu produzieren. Daneben soll der Verbrauch unserer Ressourcen reduziert und die Rohstoffe wiederverwertet, repariert, recycelt und kompostiert werden. Außerdem ist es den „Zero Wastlern“ wichtig, dass dabei die Abfolge eingehalten wird.

Wie das im Einzelnen aussehen könnte? Hier ein paar Anregungen.

Werbebriefe vermeiden

Mal ehrlich: Wen nerven diese Reklameblätter nicht? Sie verstopfen unseren Briefkasten und werden meist ungesehen in den Papierkorb geworfen. Warum sie dann noch annehmen? Ein Schild am Postschlitz, beispielsweise mit der Aufschrift „Bitte keine Werbung “ hilft gegen die Werbeflut. Wenn dennoch ungewollte Reklame im Postkasten landet, ist der Griff zum Telefonhörer unvermeidbar. Damit hört jedoch die Flut auf und es ist wieder mehr Platz im Papiermüll.

Umstieg auf digitale Medien

Eine lohnende Überlegung wäre, wenn Du die abonnierte Zeitung oder Zeitschrift von Papierformat auf eine digitale Version umstellen würdest. Viele besitzen heutzutage einen E-Book Reader oder eine App auf einem portablen Endgerät sowie am Handy. Das spart eine Menge Papier, ist komfortabel und schont die Umwelt.

Jutesack statt Plastiktüte

Hast Du gewusst, dass es fünf riesige Müllstrudel gibt, die in unseren Weltmeeren herum schwimmen, die man gar nicht sieht? Der Grund: Ein Großteil des Plastikmülls treibt bedingt durch die Strömungen in einer Tiefe zwischen 100 und 200 Metern. Der größte Müllwirbel hat die Größe von Mitteleuropa, wiegt drei Millionen Tonnen und befindet sich zwischen Hawaii und dem amerikanischen Festland. Deshalb leistest Du einen richtig großen Beitrag zur Müllvermeidung, wenn Du bei deinen nächsten Besorgungen den Jutesack benutzt und auf Einwegtüten verzichtest.

Ressourcen reduzieren

Befreie Dich von unnötigen Dingen in deinem Leben. Fang an, deinen Kleiderschrank auszumisten oder wenn Dir das zu viel ist, nimm Dir die erste Schublade vor und räume sie aus. Überleg Dir, was Du wirklich täglich brauchst und was eigentlich nutzlos herum liegt. Denn was Du in einem Jahr nicht angezogen oder benutzt hast, brauchst Du heute auch nicht mehr. Das ergibt in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert: Du hast mehr Platz, mehr Lebensqualität und fühlst Dich rundum besser.

Wiederverwerten

Wenn Dir beim Einkaufen mal der Platz in der Baumwolltasche nicht reicht, greif auf die Papiertüte zurück. Die kannst Du immer wieder für dein Altpapier verwenden bis sie selbst im Recycel-Container landet. Ein anderes Beispiel: Statt Flüssigseife aus der Plastikflasche, könntest Du echte Seife kaufen. Wenn sie schon fast aufgebraucht ist, klebst Du sie einfach an das neue Stück Seife dran.

Reparieren

Hosen flicken, Socken stopfen: Das kennst Du sicher noch aus deiner Kindheit. Selber seine Kleidung zu reparieren, ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr wie zu den Zeiten unserer Großeltern. Dabei ist es absolut sinnvoll, kleinere Haushaltsgeräte oder Kleidung zu reparieren statt sie wegzuschmeißen. Das Auto oder der Rasenmäher werden schließlich auch nicht gleich entsorgt, wenn sie mal kaputt sind.

Ob Du nun Müll reduzieren und unsere Rohstoffe auf „Zero Wastler Art“ nutzen möchtest oder herkömmlich sinnvoll den Müll trennst. Jeder von uns kann auf diese Weise seinen grünen Fußabdruck auf unserer Erde hinterlassen.

Gast-Authorin: Paula Duckadam; xc45jjk1

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