Erfolgreiche Mahnwache gegen Zirkus Charles Knie in Rheine

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Zirkus Charles Knie in Rheine

Der Zirkus Charles Knie schlägt seine Zelte vom 6. bis zum 8. Mai am Elisabethplatz in Rheine auf. Nachweislich seiner eigenen Website hält der Zirkus „[r]und 100 Tiere 30 verschiedener Arten“, darunter Kamele, Zebras, Elefanten, Papageien, Seelöwen und Tiger.

Friedlicher Protest vor dem Zirkus Charles Knie in Rheine

Am vergangenen Dienstag, den 6. Mai 2014, versammelten sich ab 18.30 Uhr insgesamt 16 Zirkusgegner_innen bei gutem Wetter zu einem friedlichen Protest vor den Zirkuszelten.Unter ihnen befanden sich Mitglieder der Tierrechtsgruppen Tierrechtstreff Münster, peta und die tierbefreier_innen Osnabrück sowie von BÜNDNIS 90/Die Grünen aus Rheine. Die Polizei vor Ort war freundlich, doch die Auflagen an die Mahnwache ungewöhnlich hoch, so durfte weder ein Megaphon benutzt, noch lautstark auf die Demo aufmerksam gemacht werden, außerdem musste ein Abstand von mehr als 20 Metern zu Kasse und Eingang eingehalten werden. Daher konnten sich die Aktivist_innen nur durch ihre Präsenz und die mitgebrachten Transparente und Schilder auf sich aufmerksam machen. Mit Flyern informierten die Tierrechtsaktivist_innen die Zirkusbesucher_innen darüber, warum die Institution Zirkus weder zeitgemäß ist, noch die gefangenen gehaltenen Tiere dort glücklich leben.

Mareike Ehrnst von den tierbefreier_innen Osnabrück erklärt dazu:

Dass die ‚Zirkustiere‘ für die Unterhaltung anderer leiden müssen, kommt ja zum Glück schon bei den meisten Menschen an. Leider werden aber immer noch massiv Freikarten gerade an Kinder verteilt und ganze Kindergärten zu den ach so ‚glücklichen‘ Tieren eingeladen, um durch die Kinder die zahlenden Erwachsenen in das Zelt zu bekommen. Hier ist noch viel Arbeit nötig, um ein flächendeckendes (Wild-)Tierverbot in Zirkussen durchzusetzen und die Menschen über die schlimmen Haltungsbedinungen aufzuklären.“

und Stefan Holzmann von peta hofft,

dass sich die Besucher des Zirkus unsere Flyer, die wie verteilt haben, zu Herzen nehmen und für die Zukunft überdenken was sie da unterstützen!

Die Zirkuswebsite kriminalisiert Zirkusgegener_innen und spricht ihnen Sachbeschädigung und Randale zu. Charles Knie hingegen möchte den Eindruck vermitteln, die Tiere hätten Spaß an der Zirkuswelt und die harten Dressuren, denen die Tiere sich unterziehen müssen, werden von sogenannten Tierlehrern durchgeführt. Alleine die Wortwahl verharmlost und marginalisiert das Problem und ist leicht durchschaubar.

Wie kann ein Elefant gesund in einem Zirkus leben, wenn er doch naturgemäß in einer Herde mit mehreren Dutzend Tieren lebt und täglich mehr als 10 Kilometer Strecke zurücklegen möchte? Wie kann ein kalifornischer Seelöwe glücklich werden in einem Wasserbehältnis, wenn er seine Beute in der Natur in 40 Metern Seetiefe fängt und mit bis zu 40 km/h durch das Wasser gleitet? Papageien sind sehr soziale Tiere, die in großen Schwärmen leben und fliegen wollen, sie in Käfige zu sperren beraubt sie jeder Möglichkeit eines glücklichen Lebens und sozialen Miteinanders.

Der Zirkus Charles Knie betreibt speziesistische Propaganda, um die Ausbeutung der Tiere ungehindert weiterzuführen und die menschlichen Zuschauer_innen glauben zu lassen, dass es den gefangen gehaltenen Tieren gut gehe.

„Wir haben bereits 2008 einen Antrag an die Stadt gestellt, Zirkussen mit Wildtieren das Gastieren zu verbieten.“ berichtet Barbara Telker Vorstandsmitglied vom BÜNDNIS 90/Die Grünen, Ortsverein Rheine, „Leider wurde der Antrag abgelehnt. Aber wir setzen uns weiter für die Sache ein. Angesichts der Tatsache, dass bereits 14 Europäische Länder ein Wildtierverbot für Zirkusse durchgesetzt haben, sind wir sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich endlich auch Deutschland für ein Verbot ausspricht. Bis dahin kämpfen wir weiter für die Tiere.“

Kein Applaus für Tierquäler!

Ein Zirkus, der Tiere gefangen hält, ist eine verachtenswerte Institution. Es ist nichts Sensationelles an dem Schrecken und der Gewaltherrschaft, die nichtmenschliche Tiere dort erleiden. Kein Tier gehört in einen Zirkus. Weder ein Tiger, noch ein Papagei oder ein Pferd. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass ein Zirkus auch ohne Tiere eine attraktive Show bieten kann und damit ein tierleidfreies Erlebnis für jung und alt ist. Eine vegane Lebensweise und die Tierausbeutung im Zirkus sind nicht miteinander vereinbar. Kein Applaus für Tierquäler!

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